Wie weit geht die Schweigepflicht von Pfarrern?

4 Antworten

Eine Verpflichtung des Pfarrers zum Brechen der Schweigepflicht besteht keineswegs. Die Frage ist nur, wie der Pfarrer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

Doch, er ist in der Tat auch gesetzlich verpflichtet zu schweigen. Ein kath. Pfarrer ist nicht vom deutschen Gesetz verpflichtet, aber vom kirchlichen Recht (kanonischen Recht). Ein Brucht des Beichtgeheimnisses hätte sofort eine Exkommunikation zur Folge. D.h. er würde 1. seinen Job sofort verlieren und 2. dürfte er keine Sakramente mehr empfangen. Wäre also aus der Gemeinschaft so gut wie ausgeschlossen.

Can. 983 — § 1. Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich, dem Beichtvater ist es daher streng verboten, den Pönitenten durch Worte oder auf irgendeine andere Weise und aus irgendeinem Grund irgendwie zu verraten.

§ 2. Zur Wahrung des Geheimnisses sind auch, falls beteiligt, der Dolmetscher und alle anderen verpflichtet, die auf irgendeine Weise aus der Beichte zur Kenntnis von Sünden gelangt sind.

Can. 984 — § 1. Ein Gebrauch des aus der Beichte gewonnenen Wissens, der für den Pönitenten belastend wäre, ist dem Beichtvater streng verboten, auch wenn jede Gefahr, daß etwas bekannt werden könnte, ausgeschlossen ist.

Can. 1388 — § 1. Ein Beichtvater, der das Beichtgeheimnis direkt verletzt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu; verletzt er es aber nur indirekt, so soll er je nach Schwere der Straftat bestraft werden.

aber der pfarrer kann dem mörder den ablass verwähren, wenn er sich nicht selbst stellt oder wenn er meint, dass der täter seine tat nicht bereut!

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