wie weit darm man denn vom festland weg wenn man eine wattwanderung machen möchte?

8 Antworten

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Watt gibt es nur an der Nordsee, nicht an der Ostsee. Priele sind oft ziemlich schnell fliessende Flüsse im Wattgebiet. Mit der Strömung kann man nicht schwimmen, denn die läuft meist quer zum Festland. Das Wasser in der Nordsee ist recht kühlt, länger als 30 Minuten kannst Du nicht schwimmen, dann stirbst Du an Unterkühlung. Die Wattgebiete sind recht groß, oft mehrere Kilometer breit, da drohen Gefahren durch schlechtes Wetter, dann bist Du orientierungsloss in einer Schlick- und Sand. und Wasserwüste. Unwissende sind schon 100 m vor derm Badestrand durch Strömungen mitgerissen und Ertrunken. Wenn man nicht den richtigen Weg in der Schlickwüste weiss, kann man in kaum passierbare Stellen kommen, wo man tief in den Schlick einsackt. Ich kann Dir Seitenlange Horrorgeschichten berichten, aber das geht hier wohl nicht.

DH!!
Genau dafür gibt es ja diese Touren, die von erfahrenen Wattwanderen begleitet werden.

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@Smash

oh aha danke. also geht die strömung in der flut eher wieder richtung ozean. interessant. ja wahnsinn. nun ich mach eine geführte wanderung.

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du darfst soweit wandern, daß du rechtzeitig wieder zurück bist, bevor du von der Flut eingeslossen bist. Aber beachte, daß es dann quasi wie in der Wüste ist. Also wenn du Mitten auf dem Watt bist, kannst du nicht immer erkenenn, in welche Richtung du nun gehen mußt.
Geh einfach nur soweit, daß du deinen Strand noch siehst und behalte die Uhr im Auge.

des klingt ja abenteuerlich. warum kann man denn nicht mit der flut zurückschwimmen???

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@johmarie

Die Flut kommt halt sehr schnell, aber mit verschiedenen Strömungen und Wellen. Das Wasser steigt dabei so schnell an, daß du bald nicht mehr stehen kannst. Aber das Schwimmen ist auch nicht sehr einfach und kosten viel Kraft, denn wenn so eine Welle zum STrand plötchert, entsteht natürlich auch ein Sog. Das macht sich dann als Unterströmung bemerkbar, die dich dann sogar wieder weiter ins Wasser rauszieht. Wenn du noch in Strandnähe bist, ist das kein Problem, dann mußt man sich halt mal etwas anstrengen und kräftiger Schwimmen, aber wenn du auf einmal mitten im Wasser treibst und kein Land in Sicht ist und du auch nicht weißt, in welche Richtung du schwimmen mußt, dann wird es schon brenzlich. Und wenn es noch so eine hohe Flut ist mit lauter Wellen, die über deinen Kopf hinaus gehen, siehst du auch den Strand nicht mehr und verlierst erst recht die Orientierung.

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Wenn Du folgendes beachtest, kannst Du auch alleine eine Wattwanderung machen: Die Zeiten für Hoch-und Niedrigwasser vorher nachschauen, nur bei ablaufendem Wasser losmarschieren, also etwa 1-2 Stunden, bevor der niedrigste Wasserstand erreicht ist, auf Priele achten, die einem den Weg abschneiden können, Schlickwatt vermeiden, in dem man stecken bleiben kann, einen Anwohner fragen, welche Stellen sich eignen. Bei klarem Wetter und guter Sicht zum Festland und auf Sandwatt kannst Du sicher etwa eine halbe Stunde rausmarschieren. Beachte: Die Ostsee hat kein Watt :-)) Du kannst ja auch ne Führung mitmachen und am nächsten Tag nochmal alleine losgehen!

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