Wie weit darf man in deutschland mit der lebensverlängernde Maßnahme gehen?

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4 Antworten

Über Euer Thema wird wegen dem neuen Befragungen zur Transplantation diskutiert, folgendes ist vielleicht für Dich interessant..m.l.G.h.

In den USA allerdings ist über diese Annahme eine Fachdiskussion entbrannt, die das höchste bioethische Beratungsgremium, den President’s Council on Bioethics, auf den Plan rief. Vermehrt legen Studien nämlich nahe, dass auch hirntote Patienten noch über etliche hirnunabhängige Funktionen verfügen: Hirntote steuern selbsttätig ihre Temperatur, sie reagieren auf Schmerzreize mit Blutdruckanstieg, scheiden Körperstoffe aus, reifen geschlechtlich heran und sind sogar in der Lage, ein Kind auszutragen.** Die von dem Neurologen Alan Shewmon zusammengetragenen 175 Fälle beweisen, dass hirntote Menschen noch am Leben sind und unter Umständen – wenn intensivmedizinische Maßnahmen nicht abgebrochen beziehungsweise keine Organe entnommen würden – über Jahre hinweg lebensfähig wären. Bestätigt werden diese Befunde durch neuere bildgebende Verfahren (Computertomografie, Magnetresonanztomografie), die darauf schließen lassen, dass bewusstseinsgestörte Patienten Schmerzreize wahrnehmen und Sprache erkennen, ohne dies nach außen vermitteln zu können. ** weiterlesen unter:** http://www.freitag.de/politik/1110-entnahme-am-lebenden-menschen**

Die Defintion des Hirntodes befindet sich erneut in der Diskussion und kann so pauschal nicht (mehr) gelten. Fakt ist, dass ein Mensch, der "schlechthin" im Koma liegt, entsprechend versorgt gehört, also je nachdem wird er künstlich über Magensonde ernährt und ebenso bei Bedarf beatmet. Lebensverlängernde Maßnahmen - wie der Name schon sagt - sollen dann nicht erfolgen, wenn die Prognose für einen Patienten nach ärztlichem Ermessen schlecht ist, zum Beispiel wenn der Betreffende dabei ein hohes Alter erreicht hat, an einer unheilbaren Krankheit leidet. Dann wird man keine Diagnostik weiter betreiben und auch medikamentös oder operativ nichts weiter unternehmen, sich aber darauf beschränken, dass der Patient nicht leidet (Schmerz, Durst, Atmenot). Man wird in einem solchen Falle auch keine maschinell gesteuerte künstliche Beatmung vornehmen, sondern Linderung über eine Sauerstoffmaske z.B. zu bringen versuchen. Kurzum: das Leben wird damit nicht verlängert, es wird aber einer in diesem Stadium noch möglichen Lebensqualität entsprochen. Nun liegt jeder Fall individuell verschieden, man muß also von Fall zu Fall eine Entscheidung treffen.

nach dem Hirntod gilt ein Mensch als gestorben.

danke für deine antwort :)

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Jeder EINZELNE kann dafür was tun! Man kann eine Vorsorgevollmacht verfassen!

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