Wie waren die Menschen früher in der Renaissance gegenüber von heute?

2 Antworten

Was hat sich verändert?

Das kann man überhaupt nicht alles aufzählen!

Die Menschen damals lebten in rechtlich definierten Ständen, die man nicht so einfach wechseln konnte. Heute hat jeder Mensch zumindest theoretisch die Chance, die Bildungs- und Berufsfreiheiten zum persönlichen materiellen Aufstieg zu nutzen. In der Renaissance gab es das kaum, weil die meisten Menschen den Beruf der Vorfahren übernahmen, Bildung sehr teuer war und man das Glück haben musste, durch gute Leistungen einen Förderer zu finden und dann vielleicht ein universitäres Studium abzuschließen, was sonst nur wohlhabende Bürger oder Adlige sich leisten konnten.

Insgesamt waren die Freiheiten der meisten Menschen eingeschränkt, es gab keine demokratische Mitbestimmung, sondern einen Obrigkeitsstaat. Die meisten Menschen hatten vielleicht ihr tägliches Brot - aber oft nicht mehr. Reisen, Urlaub, Oper, Schauspielhäuser, das gab es nur für Adlige bzw. Reiche. Supermärkte, Kino, Radio, Fernsehen, Computer, Internet, Diskotheken, PC-Spiele, Strom und elektrisches Licht - Fehlanzeige, weil nicht erfunden.

Ich lasse es mal dabei bewenden.

Was war wichtig für den Menschen in der Renaissance, im gegensatz zu heute?

Das ist eine Frage, die gerade heute sehr individuell beantwortet werden müsste. Ich möchte nur zwei Punkte nennen, die in der Renaissance die Menschen bewegten, aber heute kaum noch wesentlich sind: 1.) die Sorge der Menschen um das tägliche Brot, das in unserer Überflussgesellschaft kaum noch eine Rolle spielt. Damals konnte ein negatives Umweltereignis (Hitze und Trockenheit, lange Frostperioden, Dauerregen, Überschwemmungen) die Ernte verderben, die Nahrungsmittel verteuern und zu einer großen Hungersnot, Anfälligkeit für Krankheiten und häufigen Sterbefällen führen; 2.) Damit wären wir beim zweiten Punkt: solche Umweltereignisse und ihre Folgen verstanden die Menschen als Strafe Gottes für ihre Sünden. In der Renaissance war den Menschen ihre christliche Religion und ihr "Sündenregister" von großer Bedeutung, weil sie glaubten, nach ihrem Tod Gott Rechenschaft für ihren iridischen Lebenswandel geben zu müssen. Christliche Religion und religiöser Kult - regelmäßiger Gottesdienstbesuch, kirchliche Feste usw. - waren wichtige Bestandteile ihres Lebens. Die meisten Menschen heute stehen der Religion eher distanziert, viele sogar feindlich gegenüber.

Hier noch ein Literturtipp:

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:
Studium / Ausbildung

Schmutzig, stinkend ausser Leonardo da Vinci, der als schwuler Modepfau reinlich aufgetreten ist, was ihn in Gefahr bringen hätte können, da man als reinlicher Mensch des judaismus bezichtigt werden konnte.

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