Wie war Venedig im 16 Jahrhundert im bereich Wissenschaft und Kirche?

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2 Antworten

"Die Gerichtsbarkeit in Venedig war generell – und das traf auch auf die dort geführten kirchlichen und staatlichen Inquisitionsprozesse zu – im Vergleich mit dem sonst in Europa üblichen milde und erstaunlich modern: Es gab im Grundsatz eine Gleichheit aller vor dem Gesetz, den Vorrang des Urkundenbeweises vor der Zeugenaussage, ein Recht der Beschuldigten auf Verteidigung einschließlich der Bereitstellung von Gefängnisanwälten für Mittellose auf Staatskosten, es gab Revisonsinstanzen und seit 1584 für Verfahren der Staatsinquisition eine Art Kronzeugenregelung. Falsche Beschuldigungen wurden streng bestraft. "

https://de.wikipedia.org/wiki/Venezianische_Staatsinquisition

"Häufig widersetzte sich Venedig der kirchlichen Inquisition, lieferte Beschuldigte nicht aus oder verweigerte die Vollstreckung von Urteilen. Es gibt zahlreiche Beispiele, dass sich „die venezianischen Behörden […] in der Regel nicht direkt gegen ein Vorgehen von kirchlichen Stellen gegen unter Ketzerverdacht stehende Personen“ stellten, „jedoch verzögernd und abmildernd in den Gang des Verfahrens ein[griffen]“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition#Inquisition_in_Venedig

Venedig hatte zu dieser Zeit keine Universität. Galileo Galilei und kurzzeitig auch Giordano Bruno lehrten in Padua. 

Venedig wurde früh zu einem Zentrum des Buchdrucks.

"Ein Klima wirtschaftlicher und geistiger Freiheit, religiöse Toleranz, die Nähe zu Padua, Zentrum humanistischer Studien, schufen ideale Voraussetzungen für das Aufblühen der Druckkunst und des Verlagswesens."

https://de.wikipedia.org/wiki/Buchdruck_in_Venedig#15._und_16._Jahrhundert

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Kommentar von andreasolar
13.02.2017, 07:12

Danke für den Stern! :D

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sollen wir für dich googeln ??

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