Wie war euer Pubertätsalter so (12-15 Jahre)?

16 Antworten

Für mich hat all das, was du aufzählst, damals nicht stattgefunden.

Meine Pubertät war von Einsamkeit geprägt. Ich war das schulbekannte Mobbingopfer und niemand hätte zugegeben, mich in Ordnung zu finden. Ich wurde dazu gezwungen, mich als Einzelgänger durchzuschlagen... wobei das ganz gut klappte, denn außerhalb der Schule hatte ich ein tolles Hobby, das mich bei Laune hielt. Aber auf diese Art hatte ich schlicht keine Gelegenheit, irgendwelche ersten Erfahrungen zu machen oder mit Gleichaltrigen zu sprechen.

Nicht, dass ich es nicht versucht hätte! Es gab damals für die Neuntklässler traditionell einen Tanzkurs, und ich habe mich dort angemeldet. Es geriet zu einer traumatischen Erfahrung, weil ich als einziger der ganzen Klassenstufe nichtmal zum Abschlussball eine feste Übungspartnerin hatte.

War es für euch eine geile Zeit?

Nein. Es war eine beschissene Zeit. Auch, wenn ich letztendlich auch wertvolle Dinge über mich und über Gruppendynamik gelernt habe.

Eine weltbewegende Epoche?

Ja. In der Hinsicht, dass ich mir mit 17/18, als mir klar wurde was mir alles entgangen war, mich vor Scham über meine Ahnungslosigkeit am liebsten in irgendeinem Loch verkrochen hätte.

Ich bin durchaus etwas wehmütig, dass ich niemals mit einem pubertierenden Mädchen intim sein werde. Ich weiß nicht, ob das anders ist als mit einer erwachsenen Frau... allein die Tatsache, dass ich das nicht weiß und es niemals herausfinden werde, macht mich traurig.

Oder habt ihr auch versagt?

Man kann vieles über die damalige Zeit sagen. Aber nicht, dass ich in irgendeiner Hinsicht versagt habe. Ich hatte keine ernsten Depressionen, keine Suizidgedanken, habe dem Verlangen standgehalten meiner Mobbing-Gruppe das Maul mit ner Waffe zu stopfen... Ich bin aus dieser beschissenen Zeit eindeutig als stärkerer Mensch herausgegangen, als ich es vorher war. Ich bin durchaus ein Bisschen stolz darauf, es so gut gemeistert zu haben.

Ich hatte dann eher folgenden Zeitplan:

  • Diskussionen über Liebe ab der 12. Klasse, da gab es eine erste gute Freundschaft.
  • Der erste Kuss mit 23
  • Der erste Freund (in) mit 23
  • Erzählungen über den ersten Sex gingen nie über "joa, hat man halt" hinaus
  • Tanzen engumschlungen nach dem Tanzkurs in der 9. hatte ich nie wieder das Bedürfnis zu tanzen
  • Cliquen die echte Freundschaft versprechen mit 23.

Bis 13 war meine ganze Kindheit ein Albtraum.

Meine Mutter war schwere Alkoholikerin, mein Vater fast nie da. Es gab jede Menge physische und psychische Gewalt zuhause. Ablehnung, Vernachlässigung, Misshandlung, Angst. Für Pubertät blieb da nicht viel Raum.

Dann nahm mich das Jugendamt aus der Familie. Ich kam ins Heim - da war ich 13, fast 14. Dort habe ich erst einmal gegen alles schwer rebelliert. Damit war ich beschäftigt, bis ich knapp 15 war. Ich wurde in eine Jugendwohngruppe verlegt. Ab da ging es aufwärts!

Mit 15 hatte ich eine Erzieherin in der Wohngruppe, die einen Draht zu mir fand. Ich fühlte mich in der Einrichtung wohl, hatte viele Freunde und ich bekam langsam meine Essstörung in den Griff. Alles wurde viel besser und als ich in dem Jahr auch noch mit meinem ersten Freund zusammen kam, war mein Leben richtig perfekt!

Bis ich, blöd wie ich war, mit 17 noch einmal zurück zu meiner Mutter zog. Ich fiel auf ihr "alles-ist-jetzt-ganz-anders" herein und ich wollte zu dem Zeitpunkt immer noch, dass sie mich einmal nur liebhat. Der größte Fehler meines Lebens! Mit 18 habe ich den dann wieder korrigiert und bin endgültig weg, habe den Kontakt komplett abgebrochen.

ich bin zwar noch mitte drin, aber ich muss zugeben es gab zeiten da war es schrecklich.

z.B mit 11 hatte ich falsche freunde wurde verarscht,mein vertrauen wurde missbraucht, Erpressung etc.

mit 12 bin ich wieder an einer person geraten die fast mein leben zerstört hätte, ich hatte viel mit der polizei zutun, echte freunde hab ich vernachlässigt wegen dieser person wo ich dachte sie sei gut für mich

mit 13 hab ich mich geritzt, weil ich wieder niemanden hatte...

mit 14 hab die richtigen Freunde gefunden auch wenn ich nicht viele hab, ich kann sagen das ich total glücklich bin jetzt, und eine wundervolle zeit hab sowohl mit freunden als auch mit familie

Für mich war es in dem Alter her schwer.

Klar gab es auch tolle Sachen, wie eben den ersten Kuss, den ersten Freund, meine erste Band und meine ersten Auftritte mit dieser. Allerdings war ich dann auch ein halbes Jahr auf der Straße, später ein Jahr lang im Heim und andere üble Erlebnisse, auf die ich gut hätte verzichten können...

Für mich war es nicht mal ansatzweise eine schöne Zeit.

In der Schule wurde ich jahrelang gemobbt wegen meines Aussehens und meinen Charakter, im privat leben ist viel negatives erlebt, mein Körper ist sehr unschön geworden und eine Beziehung oder ähnliches hatte ich nie und glücklich bin ich auch nicht gewesen...

Das war auch die Zeit, wo meine psychischen Probleme noch stärker wurden und habe mich dementsprechend meine ganze jugendzeit (und auch jetzt noch) zurückgezogen und hatte kaum Kontakt zu jemanden.

Was möchtest Du wissen?