Wie war es in den 50er Jahren in der DDR?

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5 Antworten

Auch wenn ich selber damals noch nicht gelebt habe, so will ich einiges von meinen Großeltern und Eltern weitergeben. In den 50´ern spürte man noch stark die Auswirkungen des Krieges: Industrieanlagen und Bahngleise waren vielfach demontiert und in die UdSSR verbracht worden, es waren nicht mehr viel Produktionsmittel und -stätten vorhanden.

Auf dem Land wurde ehemaliges Junkerland an die Bauern verteilt, die schlossen sich zu großen spezialisierten Betrieben, den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) zusammen, gefolgt vom Zusatz "-T" für Tierproduktion oder "-P" für Pflanzenproduktion. Die wenigen vorhandenen Maschinen wurden von den Maschinen Ausleih Stationen (MAS) an die Bauern verliehen.

Im Laufe des Jahrzehnts besserte sich allmählich die Situation, im Krieg zertstörte Betriebe und Maschinen wurden nach und nach repariert, die Produktion lief wieder an. Vorrangig mußte ein großer Teil der Produktion an die Sowjets als Krieg-Reparationen geliefert werden, wodurch die Versorgung der eigenen Bevölkerung natürlich stockte. Gleiches traf auf Nahrungsmittel zu, die nur auf dem Lande ausreichend vorhanden waren. So existierte z.B. ein Tauschhandel zwischen Menschen aus der DDR und West-Berlin (Lebensmittel für die West-Berliner gegen Industriewaren und Zigaretten für die DDR-Bürger). Dies war seitens der DDR strafbar und wurde versucht einzudämmen. Gleichzeitig wanderten auch viele Fachkräfte aus der DDR zu dieser Zeit in die BRD und nach West-Berlin aus, die DDR blutete sozusagen aus. Natürlich durfte das nicht geschehen, Konsequenz dessen wurden die Grenzen Anfang der 60er-Jahre "dicht" gemacht.

Politisch wurde die DDR nach und nach selbstständiger, blieb jedoch bis zum Ende an der langen Leine von Moskau. Alles, was letztendlich rund um die Mauer und die innerdeutsche Grenze geschah, wurde von den Sowjets entschieden. Vor allem bei den Jugendlichen in der DDR der 50er-Jahre herrschte dagegen Euphorie und Aufbruchstimmung, damals waren sie begeisterte FDJ-Mitglieder (Freie Deutsche Jugend, die zentrale und einzige Jugendorganisation in der DDR, Kinder waren Jung- bzw. Thälmannpioniere).

Sicherheitstechnisch gab es von 1949 bis 1956 nur die Volkspolizei bzw. die Kasernierte Volkspolizei sowie die KVP-See. Am 1. März des Jahres ging daraus die Nationale Volksarmee (NVA) als erste sozialistische Armee auf deutschem Boden hervor. Die Uniformen ähnelten bis zum Ende denen der Wehrmacht (die ersten waren auch aus diesen Beständen, denn für neue fehlte Geld und Material). Der übrige Teil der KVP wurde in Volkspolizei-Bereitschaften umgewandelt, aus der KVP-See wurden Volksmarine der NVA und Grenzbrigade Küste. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) wurde 1950 nach sowjetischem Vorbild gegründet.

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Also zunächst ist mir die Wirtschaft und die Politik zu dieser Zeit ziemlich wichtig. Außerdem würde ich gerne wissen wie die Kultur und die Mode damals in der DDR waren. Vielleicht gab es Jugendbewegungen oder ähnliches. Das wäre erstmal alles was mir einfallen würde, was mich so interessieren würde. Danke jetzt schonmal für SINNVOLLE Antworten.

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Ich bin 1949 geboren, mein Vater als Tischler verdiente bei einen privaten Tischlermeister 300 M. Meine Mutter arbeitete ich ging in den Kindergarten. 1955 in die Schule, Wurde gleich Pionier. Freiwilliges Muß nannte man das. Von wegen Jugendbewegung. Um Kultur kümmerte sich der Staat stark. Bei uns gabs Theater u. Oper. Auf dem Land Kino u. Theater wenn auch im Kneipensaal. Auch Kulturhäuser. die alllerlei förderten, vom Tanz bis zum Fotografieren.

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hallo und guten tag,was möchtest du denn genau wissen? ich bin 1951 in der DDR geboren und könnte dir so einiges berichten;kommt darauf an was dich interessiert! melde dich doch per email wenn du etwas bestimmtes wissen möchtest,gerne beantworte ich dir deine fragen wenn ich es kann! liebe grüße und einen schönen tag!

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