Wie war die KPD in der Weimarer Republik an der Regierung beteiligt?

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4 Antworten

Gar nicht. Somit gehörten sie ständig zur Opposition. Sie hatten keine Interesse an Regierungsarbeit. Ihr Antritt war derselbe, wie der der NSDAP, nämlich die Abschaffung der Demokratie. Danach sollte es allerdings anders weitergehen, als bei den Nazis.

Die KPD war an keiner Reichsregierung beteiligt und auf Reichsebene immer in der Opposition.

Partielle Übereinstimmung mit den Interessen anderer Parteien wird es sicher gegeben haben.

In Thüringen war die KPD kurzzeitig an einer Landesregierung zusammen mit der SPD beteiligt, die aber militärisch aufgelöst wurde.

Die KPD lehnte die Weimarer Reichsverfassung total ab. Sie wollte die kommunistische Revolution nach dem Vorbild Lenins 1917. Logisch, dass sie in unversöhnlicher Gegnerschaft zu den Weimarer Regierungen stand. 

Die Kommunisten waren in keinem der Kabinette der Weimarer Republik vertreten.

Und natürlich haben die kommunistischen Interessen weder mit den Zielen irgendeiner anderen Partei noch des Volkes übereingestimmt.

Also waren die Kommunisten in der Opposition.

Hegemon 28.02.2017, 10:54

"...noch des Volkes übereingestimmt."

Steile These. Die KPD erreichte bei den letzten freien Reichstagswahlen 16,9%. Das darf man ruhig zur Kenntnis nehmen. Das ist immerhin so viel, wie Linke und Grüne heute im Bundestag zusammen haben. Und es ist mehr als damals die Zentrumspartei hatte und die DNVP. Damit repräsentierte die KPD zwar nicht die Interessen des gesamten Volkes (wer tut das schon?) aber immerhin eines erheblichen Teiles des Volkes.

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Golumbinsky 28.02.2017, 10:56
@Hegemon

Man beachte den Zeitpunkt der letzten freien Reichstagswahlen.

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Hegemon 28.02.2017, 11:15
@Golumbinsky

November 1932. Ja und? Vorher hatte die KPD 10,6%, 13,1% und 14,3%.

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