Wie war die deutsche Kolonialpolitik?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Also wie schon erwähnt war das deutsche Kaiserreich spät dran und hat nur noch ein paar Flecken auf der Landkarte bekommen. Obwohl Bismarck noch ein paar Jahre zuvor betont hatte "Deutschland sei saturiert"(satt, groß genug, will keine weiteren Gebiete) verlief Wilhelms II Kolonial- bzw. Außenpolitik sehr aggressiv. Deutschland konnte ein paar Gebiete in Afrika und im Pazifik ergattern und hatte auch in China seine Gesandten und als es zum sogenannten "Boxeraufstand" kam sendete Kaiser Wilhelm II seine Truppen mit der "Hunnenrede" aus. Diese hatte eine klare Aussage: „und kommt ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch euch in einer Weise bestätigt werden, daß es niemals wieder ein Chinese wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!“
Daran sieht man auch wieder die Aggressivität Wilhelms.
Abgesehen davon war die deutsche Kolonialpolitik, bis auf einige Ausnahmen wie den norddeutschen Peters( so war glaub ich sein Name) der viele Einheimische Afrikaner töten ließ, relativ "gut" wenn man das überhaupt bei kolinialisierung sagen kann.
Als Beispiel soll die Eisenbahn herhalten, die von Daressalam (glaub ich) an der Küste Deutsch-ostafrikas bis zu den großen Seeen in der Mitte Afrikas reichte. Dies war sehr gewinnbringend weil es den Handel und Transport sehr stark weiterbrachte. Leider hielt der Erfolg nicht lange, denn soweit ich weiß ein Jahr vor dem Krieg würde sie erst fertiggestellt.
Wenn du weiteres Interesse Bzw. Fragen zu dem Thema hast, empfehle ich dir das Heft GEOKOLLEKTION Das deutsche Kaiserreich.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen :-)

Dein Kaesebrot

earnest 19.01.2017, 08:35

"Relativ gut"??

Du hast unter anderem den Völkermord an den Herero "vergessen".

"Hänge-Peters" war dagegen peanuts.

0
DasKaesebrot 20.01.2017, 23:26

Ja, natürlich nicht gut aber im Vergleich zu den anderen Kolonialmächten auch nicht unbedingt schlimmer. Auch wenn es Grausamkeiten gab, die nicht zu entschuldigen sind.

0

Was willst du denn genau wissen? Deutschland war ein Spätzünder in Bezug auf Kolonien. Das Reich wurde ja erst 1871 gegründet. Da waren die Kolonien mehr oder weniger verteilt (England, Frankreich, Spanien, Portugal, Holland waren die klassischen Kolonialmächte). In Afrika gab's noch ein paar Flecken, die sich die Deutschen dann unter den Nagel gerissen haben.

Kaiser Wilhelm II. wollte eben auch ein Grosser Kaiser sein wie seine Vettern, König George von England und Zar Nikolaus II. von Russland.

Mit dem verlorenen 1. Weltkrieg ging dann auch die ganze Kolonialherrlichkeit zu Ende.

Wie die so war?

Genauso schlimm - wenn auch "später" - wie die Kolonialpolitik anderer Mächte.

Näheres bei Wiki, Google & Co.

Was möchtest Du wissen?