Wie war die Deportation damals nach Auschwitz (Referat)?

9 Antworten

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Hast du wirklich nichts gefunden. Schau nach Zeitzeugenberichten über die Verhaftung und Deportation. Ausschwitz Zeitzeugen Interview als Schlagworte nutzen bitte.

https://www.spiegel.de/geschichte/auschwitz-ueberlebender-henri-borlant-du-bist-jetzt-nummer-51055-a-1054307.html

Mögliche Quelle auch:

https://www.yadvashem.org/education/educational-materials/learning-environment/witnesses-and-education/ovadia-baruch.html

https://www.yadvashem.org/education/educational-materials/lesson-plans/auschwitz-birkenau.html

Bilder von damaligen Zügen, der Strecke, der rampe usw. können dir auch helfen, das Gefühl zu erfassen.

Der Film "Zug des Lebens" wurde schon genannt.

Danke schön^^

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Hmmm... Also ab 1943/44 gingen alle Züge zum Vernichtungslager Auschwitz, dort trennten die Deutschen (Ärzte) die Totgeweihten von denen, die sie als Zwangsarbeiter am Leben lassen wollten...

es gab vielleicht auch Züge von Menschen, die direkt zur Zwangsarbeit deportiert wurden, das waren entweder Strafgefangene oder Zwangsarbeiter, die aus einem anderen Zwangsarbeitslager kamen. In diesen Fällen waren aber Männer und Frauen schon getrennt, Familien waren nicht mehr zusammen.

Es war sehr verschieden.

Am Anfang, besonders aus den weiter entfernten Ländern, (z.B. Griechenland, Holland, Deutschland, Österreich) waren die Menschen noch sehr arglos, weil ihnen eine "Umsiedlung" angekündigt wurde. Um diesen Eindruck zu verstärken verwendeten die Deutschen ganz normale Eisenbahnwägen (3. Klasse), mit Sitzplätzen. Die Familien konnten noch zusammen bleiben.

In den Deportationen aus Polen (z.B. Ghetto Lodz) und Osteuropa, bzw. dann auch später aus Westeuropa, wurden Viehwägen verwendet, Männer und Frauen waren tw. schon getrennt, die Wägen waren überfüllt, es gab keine Nahrung und nichts zu trinken, ältere und Kranke starben schon unterwegs. Im sommer brannte die Sonne, im Winter war es eisig kalt (-20 oder so), es gab nur einen Eimer als Toilette für 100 Leute oder so, man konnte sich nicht bewegen, etc.

Du müsstest dir also erst einmal überlegen, von wo deine Familie kommt. Was sie vorher gemacht hat. Was sie vorher erlebt hat...

d.h. du könntest einen Aufsatz von jemandem schreiben, der sich nichts Böses denkt, der sich fragt, wie die Unterkünfte am neuen Ort sein werden, was er sich dort für ein neues Leben aufbauen kann, wie er mit seinem Beruf dort zurecht kommen wird.

trotzdem war die Fahrt sehr lang, die Züge (auch die Personenzüge) waren überfüllt, die Toiletten waren zu wenig, es wurde nichts zu essen oder zu trinken gereicht, in manchen Abteilen fiel die Heizung aus (bzw. im Sommer war es zu heiss).

Auch die Deportierten aus Ungarn (Frühjahr 1944) waren grösstenteils noch sehr arglos, besonders wenn sie aus der Provinz kamen.

also: überlege dir erst einmal ein Porträt der Familie vor der Deportation, dann kann ich dir ev. weiter helfen, auf anfrage.

Der Weg nach Auschwitz (kurz zusammengefasst):

In den meisten besetzten Ländern gab es Sammelstationen, wo die Gefangenen hingebracht wurden. Von dort aus mit Eisenbahn-Güterwagen oder --Viehwagen unter präkären Verhältnissen direkt nach Auschwitz oder Birkenau, wo es innerhalb des Lagergeländes einen Bahnsteig gab, wo die ankommenden Opfer nach verschiedenen Kategorien sofort ,,sortiert" wurden.

Danke wenn ich nochmal Fragen haben sollte wende ich mich gerne Ihnen wieder zu^^

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@Heylea902

Besser Du schaust die anderen Antworten mit den dort eingefügten Links an.

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Die Juden wurden von der Polizei einfach kurz vorher aufgefordert, sich an einem bestimmten Bahnhof zum Abtransport einzufinden. Wozu das diente, wohin genau und was dann mit denen geschah, war denen aber so gut wie immer völlig unklar. Die meisten dachten natürlich positiv und vermuteten irgend ein Arbeitslager. Also, liefen sie alle brav als treue Bürger dahin.

Das Ganze ist schon irgendwie höchst makaber, zumal die Reichsbahn (heute DB) dann auch noch für jeden "Fahrgast" (in den Tod) 2 Pfennige pro Kilomenter abrechnete.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article113200916/Zwei-Pfennig-pro-Kopf-und-Bahnkilometer-ins-KZ.html

Aiiii danke schön^^ wenn ich Fragen habe werde ich mich nochmal melden😅

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@Heylea902

Wenig beachtet wird aber bis heute, was dann mit dem Vermögen und den Immobilien der Juden geschah, wenn sie erst mal weg waren.

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@Joshua18

Naja ich weiß es leider auch nicht, da wir das Thema nicht behandelt haben aber ich war mal im Konzentrationslager mit der Schule und da haben wir das Vermögen (Uhren, Geschirr,Gepäck etc) in einem Raum gesehen. Also denke ich dass es aufgehoben wurde

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@Heylea902

Im Lager selbst haben die Irren doch nur Brillen, Goldzähne, Haare und Armbanduhren zur Verwertung gesammelt. Ich meinte aber die verlassenen Häuser und das Bankvermögen der Juden. Das wurde alles einfach beschlagnahmt und viele Häuser haben sich irgendwelche lokalen Nazi-Grössen unter den Nagel gerissen. Da spricht aber wohl niemand so gerne drüber.

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Schau mal den Film "Zug des Lebens".

Das ist natürlich sehr stark übertrieben, aber einen traurigen, wahren Kern hat er schon.

Oki werde ich machen danke^^

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