Wie war der Schachspieler Bobby Fischer in der Schule?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin,

ich zitiere mal aus Harold C. Schonbergs lesenswertem Buch »Die Großmeister des Schach« Seite 259: "In der Schule sorgte Bobby von Vornherein für Ärger. Frisch aus Kalifornien eingetroffen, hatte er nie ein Hemd getragen - zumindest sah man ihn stets ohne Hemd herumlaufen -, und prompt lehnte er sich dagegen auf, in voller Montur zur Schule zu gehen. In der vierten Klasse erhielt er von der Brooklyner Community-Woodward-Schule ein Stipendium. Sein Intelligenzquotient ist nie publik geworden, aber die Schulleitung deutete an, er läge verhältnismäßig hoch. Trotzdem war er kein besonders guter Schüler und ließ sich in keiner Weise in die Gemeinschaft eingliedern. «Wir schaffen es, uns ihm anzupassen», erinnert sich einer seiner Lehrer..." und weiter auf Seite 260: "Er dachte an nichts außer Schach, er studierte nichts außer Schach, und seine Lehrer an der Erasmus Hall High School ließen ihn wohlweislich zufrieden. Mit sechzehn, im vorletzten Jahr der High School, ging er von der Schule ab. Denn «das Zeug, das sie einem in der Schule beibringen, kann ich weder so noch so für irgendwas gebrauchen.»"

Daraus geht wohl hervor, dass Fischer kein anpassungsfähiger und auch kein guter Schüler war und ohne ordentlichen Abschluss die Schule vorzeitig verließ.

Genaueres kann man dazu in Frank Bradys Buch »Endspiel - Genie und Wahnsinn im Leben der Schachlegende Bobby Fischer« nachlesen. Dort wird auch angegeben, dass Fischers Intelligenzquotient bei 180 gelegen habe...

LG von der Waterkant

 "... gedieh Knirps Bobby - ein notorischer Schulschwänzer wie viele spätere Schachgrößen - schnurstracks zum Wunderknaben..."

Quelle: 1962 "Schule geschwänzt"

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45139602.html

Wikipedia: Bobby Fischer: ..."Der Psychoanalytiker und ehemalige Weltklassespieler Reuben Fine, der Fischer in dieser Zeit kennenlernte, attestierte ihm später schwerwiegende, aus familiären Konflikten resultierende psychische Probleme, die zu Verhaltensauffälligkeiten führten. Laut Fine bot das Schachspiel Fischer die Möglichkeit, sich mittels seiner Erfolge für erlittene Kränkungen zu rächen und Machtphantasien auszuleben."...

Fazit: Er hatte weder gute noch schlechte Noten, sondern keine Noten! :-)) Und ein eher "verbautes" Leben, bedauerlich.

Was möchtest Du wissen?