Wie war der Alltag in BRD BIS zum Mauerbau?

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4 Antworten

Bei den Bundesbürgern, die weit von der DDR weg wohnten, hat sich nichts geändert. Man arbeitete, sparte für den Urlaub und das neue Auto, war froh, nicht in der DDR zu wohnen, fuhr nach Italien und Spanien und die Wiedervereinigung war kein Thema, das irgendjemanden interessiert hätte.
Je näher man an der DDR Grenze lebte, umso mehr bekam man natürlich von ihr mit. Auch wenn man Verwandte hatte. Und wenn eine spektakuläre Flucht gelang, war das kurze Zeit interessant, wurde beklatscht. Und dann vergaß man es.

Meiner Familie, die keine Verwandte drüben hatte, die weit weg von der DDR lebte, war es wurscht.  Die Mauer wurde natürlich entsetzt kommentiert, aber eher wegen des kalten Krieges und weil man Angst hatte, was noch alles käme. Aber man gewöhnte sich an die Mauer und dachte kaum noch dran.


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Im Kopf der Westdeutschen hat der Osten nicht existiert. Er hat nicht interessiert und sie haben keinen Gedanken daran verschwendet. Sie haben auch so gut wie nichts über das Leben im Osten gewusst. Nur einige Wenige hatten eine Verbindung in den Osten, familiär oder emotional. Doch auch die haben ihr Leben gelebt und nicht den ganzen Tag über den Osten nachgedacht. Es war damals etwa so wie heute mit Deutschland und Polen. Warst du schon einmal dort? Was weißt du über Polen? Was weißt du über das polnische Bildungssystem? Was weißt du über den öffentlichen Nahverkehr? Über das Militär? Über die Gesundheitsvorsorge? Ebenso erging es den Westdeutschen vor dem Mauerbau. Die Grenze zwischen Ost und West hat ja bereits existiert, auch wenn sie nicht nicht so befestigt war. 

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Der Bau der Berliner Mauer hat das Leben in der Bundesrepublik Deutschland nur unwesentlich beeinflusst. Weitaus gravierender waren die Auswirkungen in der DDR. 

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Kommentar von Fuchssprung
22.01.2017, 11:38

Genau so war es. Die DDR wurde zu einem riesigen Gefängnis.

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Die DDR kam bei den Bundesbürgern nur in Form von Sonntagsreden der Politiker und beim Sport vor. Darüber hinaus gab es vor Weihnachten das Ritual, Fresspakete für die DDR-Verwandtschaft zu packen.

Sicherlich brachen gelegentlich Bundesbürger in die DDR auf, um ihre Verwandten zu besuchen und die Älteren unter ihnen fühlten sich an frühere Zeiten erinnert. Deutsche Reichsbahn, überall Parolen, der Kasernenhofton der Grepos und Vopos erinnerte immer etwas an das 3. Reich.

Es gab aber eine Sendung im ZDF, die sich bemühte, den DDR-Alltag von einem anderen Stern in die bundesdeutschen Wohnzimmer zu holen: "Kennzeichen D". Mein Lob an die Redakteure kommt aber 30 Jahre zu spät.

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Kommentar von Edoppella
22.01.2017, 12:50

Danke aber ich brauche die BDR.:(

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