Wie war das vor dem Bosman-Urteil genau?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ich quäle mich mit der Antwort schon die ganze Nacht und ich will mich nicht abfinden, dass ich es nicht beantworten kann. Was ich gefunden habe:

"Der RFC Lüttich verweigerte damals die Freistellung des Spielers Bosman"

"Zuvor konnte der Verein frei über die Spieler verfügen [...]"

Das hieße doch, dass ein Spieler den Verein bei auslaufendem Vertrag nicht einfach so verlassen kann. Würde ja auch keinen Sinn machen, sonst wäre man ja vertragsfrei gewesen und hätte sich so einfach einen neuen Arbeitgeber suchen können.

Ich gehe mal davon aus, dass der Verein auch nach Ablauf des Vertrages über einen Spieler verfügt hat, anders ist es nicht erklärbar.

Vermute ich dann auch mal.. Allerdings wohl weiterhin zu den Konditionen des alten Vertrags, oder? Kaum zu glauben, dass da keiner früher geklagt hat ;)

0

Damals duften die Vereine für einen Spieler auch am Vertragsende Ablöse verlangen. Seit dem Bosmanurteil ist das nicht mehr möglich, deshalb verlängern viele Vereine immer vorzeitig ihre Verträge.

Der Gerichtshof verbot alle Forderungen nach Zahlung einer Ablösesumme für den Wechsel eines Spielers von einem EU-Staat in einen anderen nach Vertragsende. Auch die in einigen Ländern geltenden Ausländerregelungen, nach denen nur eine bestimmte Anzahl von Ausländern in einer Mannschaft eingesetzt werden durften, wurden – soweit Spieler aus den EU-Staaten davon betroffen waren – für ungültig erklärt.

Und wie wurde verfahren, wenn ein Vertrag ausläuft, aber sich kein Verein findet, der die Ablöse des Spielers zahlen kann/will? Musste der Spieler dann zu den alten Vertragskonditionen dort solange weiterkicken, bis man sich auf eine Ablöse geeinigt hat?

0

Was möchtest Du wissen?