wie war das Leben der Soldaten im ersten Weltkrieg (an der Front)?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Soldaten lagen drei Jahre lang in einem sumpfigen Graben bei Regen, Schnee und Eis unter ständigem Beschuss. Immer einmal wieder kriegten sie den Befehl, den Schutz zu verlassen und dem Feind entgegen zu rennen. Dabei sahen sie links und rechts von sich, wie ihre Kameraden zerfetzt wurden. Wer sich weigerte, selbst raus zu rennen, wurde von den eigenen Truppen von hinten erschossen.

Die Männer schliefen während Monaten und Jahren nie richtig, weil die Bombeneinschläge ununterbrochen donnerten und weil die Verwundeten, die nicht geborgen werden konnten z. T. noch tagelang vor Schmerzen schrieen, bevor sie starben. Besonders fies war das Giftgas.

Hier siehst du einen Film von Überlebenden: https://www.youtube.com/watch?v=X-elmAeX_4U

Die seltsamen Bewegungen kommen von posttraumatischen Störungen. Anfangs glaubten die Kriegsärzte, diese Männer simulierten, um nicht mehr an die Front geschickt zu werden. Aber die Fälle häuften sich. Unzählige seelische Wracks kehrten aus dem Krieg zurück, schrieen in Panik jede Nacht und wurden von ihren Frauen und Kindern schliesslich wieder weggeschickt, weil die das nicht aushielten.

Es hat im Ersten Weltkrieg ganz verschiedene Fronten gegeben. Die Front im Westen ist recht schnell von einem Bewegungskrieg zu einem Stellungskrieg geworden. Die Soldaten vegetierten unter schrecklichen Umständen in den Gräben. Die Überlebenszeit an der Front war gering. Im Osten und im Südosten herrschte Bewegungskrieg mit recht unterschiedlichen Verhältnissen. Es kam vor, dass ein ganzes Regiment in einer Woche zu beinahe 100 Prozent ausgelöscht wurde, weil es im offenen Feld in eine gut ausgebaute Stellung lief, während andere verhältnismäßig gut davonkamen. An der Südostfront (Serbien) sind sehr viele Soldaten an Cholera gestorben. An der Isonzo-Front war Stellungskrieg mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten, weil die Granaten nicht wie im Westen im Schlamm explodierten, sondern im karstigen Gelände, so dass zu den Granatsplittern auch noch die Gesteinssplitter kamen. An der Tiroler Front herrschte Stellungskrieg, wobei die Soldaten mehr unter den Gefahren der Natur als unter den Waffen der Gegner litten. Zwei Drittel der Todesfälle an dieser Front sind durch Unfälle (Lawinen, Abstürze usw.) und durch Krankheiten verursacht worden. Sehr viele Soldaten sind erfroren. Giftgaseinsatz hat an allen Fronten für Angst gesorgt, doch gehen nur etwa 0,1 Prozent der Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf das Konto von Giftgas. Im Krieg Italien-Äthiopien (1935-36) waren es dann schon mehr als 1 Prozent, also im Verhältnis zehn Mal so viel.

Kommt warscheinlich drauf an, wo man war aber an der Fornt wars wohl unmenschlich, mit dem giftgas und was die da alles versucht haben. Das muss schlimm gewesen sein.

Einfach mal das Buch oder die neue Verfilmung "Im Westen nichts neues" lesen oder schauen.

Meinst du deren Leben privat oder wie die Front war?

Ich meine wie die Front war

0

Für viele nur sehr kurz.

Was möchtest Du wissen?