Wie war damals das Leben der Kinder vor 1980?

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17 Antworten

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! 

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne, und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Und keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an Unfälle erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht. Wir aßen Kekse, Brot mit Butter dick, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen. 

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns.

Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter, und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. 

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.

Nachzulesen hier: http://www.frithjof.de/niemandschuld.htm

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Völkerball oder Brennball mit allen Nachbar-Kindern auf der Straße. (Es gab weniger Autos.) Wenn der Ball auf einer Garage vom Garagenhof landete sind wir raufgeklettert und haben ihn wiedergeholt. (An einer Laterne hoch, das konnten wir noch.)

Wir haben den Bach gestaut wenn er wenig Wasser führte und wenn er viel Wasser hatte sind wir Boot gefahren oder versuchten vom Uferlehm eine Eingeborenen-Hütte zu bauen.

Klingelmännchen

Winnetou und Oldshatterhand gespielt (wie spielten die Filmhandlungen nach und ich durfte nie Winnetou sein :(  ) Am Jägerzaun haben wir dann Lasso-werfen gübt.

Ganz langes Seil besorgt und dann mit ca. 15 Kinder Seil gesprungen. Die großen Jungs wollten nicht springen, die haben das Seil gedreht und blöde Kommentare geliefert und versucht den Mädchen unter den Rock zu gucken.

BMX-Rad gefahren (so wie man heute Montain Bike fährt)

Rollschuhe im Sommer gefahren und im Winter Gleitschuh und Schlitten

Wir sind um spätestens 15:00 Uhr zur Ecke gegangen und kamen immer erst zum Abendbrot um 19:00 Uhr wieder rein. Egal bei welchem Wetter. ... und wir waren immer im gemischten Rudel, weil immer einer auf Geschwister aufpassen mußte.

Papa war Herr über das Fernsehprogramm. Er bestimmte und wir mußten mitgucken. Es gab nur eine Kinderstunde. Es gab nur 3 - 5 Programme (je nach Lage) und ich war als Jüngste die Fernbedienung.

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Kommentar von Realisti
22.08.2016, 18:23

Sory Mountain Bike

Fernseh guckten wir nur zum Wochenende. Ansonsten hatten wir kaum Zeit dafür. Das Kinderprogramm war auch nicht besonders. Es sollte immer den Kindern was beibringen.

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Wir haben eigentlich immer draußen gespielt. Es gab drei Fernsehprogramme - da lief nur selten etwas für Kinder.
Wenn das Wetter schlecht war, haben wir meistens alleine zu Hause gespielt.

Verabreden wie heute - das gab es nicht. Entweder bin ich auf die Straße und da waren schon welche, oder ich hab bei den Nachbarskindern geklingelt und gefragt ob sie spielen können.

Unterricht ging nur bis Mittags, und drei Samstage im Monat mussten wir auch zur Schule.

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Große Unterschiede zwischen einer Kindheit in den 70ern und einer in den frühen bis mittleren 80ern gibt es nicht.

Man hat eben mit realen Dingen gespielt, war draußen oder bei Freunden. Um das zu organisieren, hat man telefoniert oder stand einfach beim anderen vor der Haustür. Wir haben gelesen, Musik gehört, mit Freunden geredet, auch viel am Telefon, wenn auf den paar Sendern im TV etwas lief, das einen interessierte und man gerade durfte, wurde auch ferngesehen.

Recht viel mehr wirst du pauschal nicht bekommen können. Manche waren in einem Verein, andere haben ein Musikinstrument gespielt, wieder andere waren viel mit dem Rad unterwegs.

Und selbst als die ersten Computer mit pixeligen Spielen in unser Leben traten, hat das nicht die gesamte Freizeit gefressen.

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Es war toll! Wir waren viel draußen, haben alles Mögliche gespielt, man war eben kreativ! Wir hatten viele Freunde, und man hat oft die Zeit vergessen. Wir haben viel auf der Straße gespielt, denn es war viel weniger Verkehr.

Wir haben auf der Straße gemalt, sind Fahrrad oder Roller gefahren, haben Verstecken gespielt, sind durch die Stadt gebummelt, waren im Schwimmbad/Freibad...

Einzig in den Ferien, wenn viele im Urlaub waren, war es manchmal richtig laaaangweilig... ;-))


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Es waren glückliche Kinder. Sie konnten spielen, sogar im nahe gelegenen Wald. Sie hatten kein Smartphon oder anderen "Krimskrams". Bücher lesen, wenn es draußen wettermäßig nicht so angenehm war, das konnten sie mit Eifer. Es wurden Geschenke gebastelt für Eltern und Großeltern. Man könnte eine lange Liste von Beschäftigungen aufzählen, es war eine schöne Kindheit für sie. Und die Hauptsache: Wir Eltern brauchten keine Angst zu haben, dass unsere Kinder einem Sexualstraftäter in die Hände fielen oder gar entführt wurden (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und von der großen Liebe mit zwölf Jahren hat auch noch keiner gesprochen. Ja, so war es!

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Meine Kinder waren nur draussen spielen, haben Bücher gelesen oder gepuzzelt.

Fernsehgucken gabs so gut wie nie.


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Wir haben Rollenspiele gespielt, sind Fahrrad und Rollschuh gefahren, Brett- und Kartenspiele waren beliebt, Schwimmbad, hatten Hobbies wie Fußball, Badminton, Turnen, Judo, Karate und Reiten.

Das ist alles so weit von heute gar nicht weg.

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Kommentar von jmmm2012
22.08.2016, 18:06

Danke!

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Herrlich ! Wir sind auf Kühen geritten , haben dem Bauern Kartoffeln vom Feld " geholt " haben diese im Lagerfeuer gegaart , auf Bäume geklettert , barfuss Fußball gespielt , Iglus gebaut , in Bächen gebadet ....

Im Fernsehen gab es nur 3 Programme , ein Colt für alle Fälle war war unsere Lieblingsserie .

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So wie heute, nur ohne Smartphon und Laptop.

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im Sommer haben wir viel draussen gespielt und angestellt. Hatten ein paar wichtige Fernsehsendungen im Kinderprogramm die wir nicht verpassen wollten und haben auich drinnen gespielt - mal alleine, mal zusammen.

Der Kreis der Sandkastenfreunde hing immer von der Umgebung ab - also alle Kinder wohnten im nahen Umkreis.

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In meiner Kindheit haben wir draussen gespielt und uns beschäftigt, anstatt nur vor dem PC zu sitzen.

Wir waren creativ

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Kommentar von Menuett
22.08.2016, 18:12

Nö, da gab es ebenfalls schon den Amiga, NES und  den Atari.

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Vor dem 2.Weltkrieg spielen wir nach der Schule und den Hausaufgaben draußen, wenn das Wetter danach war.

Es gab so viele Spiele und wir haben auch neue Spiele erfunden. An den Abenden spielten wir mit den Eltern: Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Halma usw.

An Regentagen spielten wir drinnen. Mit einer Burg und Soldaten. Mit einem Bauernhof, einem Stabielbaukasten usw. Das weckte Interessen, die vielen die Berufswahl erleichtert hat. 

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Danke für die Antworten! In den 90er war es ja auch schon so ähnlich. Aber da hat es schon angefangen mit Gameboys, TV und so.

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Alles ohne Smartphone

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