Wie, Wann und Warum fasten die Juden?

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3 Antworten

Yom Kippur (10. Tischri): Versöhnungstag - das steht in der Torah beschrieben, und es ist ein Fast- und Feiertag, man fastet für Vergebung der Sünden, d.h. 25h nicht essen, nicht trinken, nicht duschen, keine Lederschuhe anziehen. Aber auch Arbeiten sind verboten, da es zugleich ein Feiertag ist.

Tischa be Av (9. Av): Gedenktag an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Trauer, man liest Klagelieder, 25h nicht essen, nicht trinken, keine Lederschuhe tragen, nicht waschen, keine Musik, keine Unterhaltung und bis mittag sitzt man nur auf tiefen Stühlen, als Zeichen der Trauer

Das sind die einzigen Fasttage, die den Ganzen Tag dauern, von Sonnenutergang bis Nacht am nächsten Tag. Die anderen dauern nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, und es ist nur essen und trinken verboten:

17. Tammuz: Gedenken an die Zerstörung der Mauern um Jerusalem durch die Römer

Taanit Esther (13. Adar): Gedenken an das Fasten des jüdischen Volkes, als die Perser sie ausrotten wollten (siehe Buch Esther).

Zom Gedalia (3. Tischri): Gedenken an die Ermordung von Gedaliah.

10. Tevet - (weiss auch nicht so genau warum).

Ausserdem müssen die Erstgeborenen am Tag vor Pessach fasten, zum Gedenken daran, dass die jüdischen Erstgeborenen von dem Tod aller Erstgeborenen in Ägypten nicht betroffen waren.

Dann muss eine Gemeinde fasten, wenn ihr eine Torah-Rolle hinunterfällt.

Und Leute können individuelle Fasttage festlegen, insbesondere am letzten Tag des jüdisches Monats (Yom Kipur Katan) oder in der Zeit, wo die ersten 6 Abschnitte von Exodus in der Synagoge vorgelesen werden (Februar).

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Seit biblischen Zeiten bis in die Gegenwart spielt das Fasten eine
bedeutende Rolle in der jüdischen religiösen Tradition. Der Fastende
enthält sich dabei jeglichen Essens und Trinkens.

Ein
ganztägiges Fasten, wie an Jom Kippur oder Tischa beAw, beginnt mit dem
Sonnenuntergang am Vorabend und dauert bis zum Einbruch der Dunkelheit
am Abend des nächsten Tages. Sogenannte kleine Fasttage wie Zom Gedalja,
Assara Betewet, Ta’anit Esther oder – in wenigen Tagen – der 17. Tamus
haben einen geschichtlichen Hintergrund, beginnen in der Morgendämmerung
und enden bei Anbruch der Dunkelheit am selben Tag.

Aus
biblischer Sicht soll das Fasten den g’ttlichen Zorn besänftigen und den
Menschen mit G’tt versöhnen. Die spätere jüdische Tradition legte
bestimmte Tage für das gemeinschaftliche Fasten gesetzlich fest.

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Soweit ich weiß, soll es an den Auszug aus ägypten erinnern, als das Volk durch die Wüste wanderte ohne ausreichende Nahrungsmittel.
Näheres kann dir google erzählen.

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