Wie vorgehen, wenn Inkassofirma mit gerichtlichen Schritten droht?

6 Antworten

Zum Schluss gekommen bin ich, dass Verzugsschaden, Geschäftsgebühr und Auslagen gar nicht von mir getragen werden müssen (sofern noch keine
Mahnung erfolgt ist).

Ergebnis richtig. Begründung falsch.

Du schuldest dem Grunde nach den Ersatz des Verzugsschadens, da du mit Nicht-Einlösens einer Lastschrift automatisch in Verzug gerätst. Hier braucht es keine Mahnung. Wer mit Karte bezahlt hat zu wissen, wie viel Deckung vorhanden ist.

Nun wäre die Frage was denn durch dich zu tragender Verzugsschaden wäre:

  1. Die Rücklastschriftgebühr ohne Frage
  2. Ebenso die Adressauskunft
  3. "Verzugsschaden" ist relativ. Man kann nicht einfach etwas Verzugsschaden nennen und es dann einfordern, hier muss genau beschrieben werden wofür 9,90 € gefordert werden sollen. Mahnungen gab es keine also keine Mahngebür. Rücklast- und Adressermittlung sind bereits berücksichtigt und Zinsen in der Höhe sind nicht möglich.
  4. Inkassogebühren sind nur in den seltensten Fällen vom Schuldner zu tragen. Da ich hier tendenziell von Masseninkasso ausgehen würde, würde ich die Gebühren mit 0,- € ansetzen.

Weiteres Vorgehen:

Schreib dem Inkassobüro einen Text (beweisbar), dass du

  1. die Hauptforderung zzgl. RL-Kosten, Adressermittlung bezahlt hast und deine Zahlung auch so verrechnet haben willst.
  2. den restlichen Positionen vollends widersprichst.
  3. Dass du die Datenweitergabe an die Schufa untersagst bis zur gerichtlichen Klärung
  4. Einem gerichtlichen Mahnbescheid fristwahrend widersprechen würdest. Wenn die also 32,- € ausgeben möchten für nichts, können sie dies gerne tun.

Ich habe da eine schlechte und eine gute Nachricht für Dich. Die Schlechte ist: Du hast bereits zu viel überwiesen. 8,00 Euro Gebühren wären maximal angemessen gewesen, so dass Du mit 10,99 Euro davongekommen wärst, denn eine Rücklastschrift kostet den Empfänger ca. 4,00 Euro (in Deinem Fall sogar nur 2,40 Euro), 4,00 Euro Mahngebühren darüber hinaus wären angemessen.

Wenn Nahkauf sofort ein Inkassounternehmen einschaltet, ist das nicht Dein Problem.

Ich wette, dass das Inkassounternehmen keinen Mahnbescheid erlässt (kostet die 25,00 Euro), wenn doch, innerhalb von 14 Tagen mithilfe des beigefügten Formulars Widerspruch einlegen.

Jetzt könnte das Inkassounternehmen dem schlechten Geld gutes hinterherwerfen und eine Zivilklage anstrengen. Dein Problem wäre dann, dass Du Dir einen Anwalt nehmen müsstest und die Kosten vorstrecken müsstest, aber zu einer Klage wird es nicht kommen. Jeder Richter würde das Inkassounternehmen auslachen.

Einfach mal pokern - Du hast einen Royal Flush auf der Hand.

Und nix mehr bei REWE (Nahkauf) kaufen.

4,00 Euro Mahngebühren darüber hinaus wären angemessen.

Es gab aber keine Mahnung und pro Mahnbrief mehr als 2,50 € zu verlangen fällt spätestens im streitigen Verfahren durch.

Ich wette, dass das Inkassounternehmen keinen Mahnbescheid erlässt (kostet die 25,00 Euro)

Bei Forderungen bis 500,- € kostet der MB 32,- €. Das Inkassobüro darf die Dienstleistung der Beauftragung mit maximal 25,- € in Rechnung stellen.

Jetzt könnte das Inkassounternehmen dem schlechten Geld gutes hinterherwerfen und eine Zivilklage anstrengen.

Nur für die eigenen Kosten, nicht für den Auftraggeber. Ansonsten aber alles korrekt! =)

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@kevin1905

Bei Forderungen bis 500,- € kostet der MB 32,- €

Sorry, der letzte für meinen Arbeitgeber ist schon eine Weile her. Verdammte Inflation!

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blödsinn.

Rücklastschrift kostet den Empfänger ca. 4,00 Euro

zwischen nix und 10€ ist alles möglich, kommt auf die Bank an. Konzerne bekommen natürlich eher gute Konditionen wie Kleinbetriebe. Grundsätzlich gilt: es muss das gezahlt werden was es kostet (wenngleich es im zweifel nachgewiesen werden muss).

Adressermittlungskosten sind def. auch zu zahlen und 10-15€ sind da üblich bei Bankanfragen. Die 25€ sollten hinkommen das nichts weiter passiert, dennoch sollte man dem rest wiedersprechen und eine Datenweitergabe untersagen.

Zum Thema keine Mahnung: es bedarf keiner Mahnung, und man wird durch seine Bank über die fehlgeschlagene Lastschrift informiert. Eine Behauptung "ich hab nix gewusst" ist in 99,999% aller Fälle eine reine Schutzbehauptung. Die meisten sagen sich nur "ich warte bis ne Mahnung kommt" anstatt sich mal aufzuraffen und selbst aktiv zu werden weil man es ja selbst verbockt hat und heulen dann rum wenn es irgendwann teurer wird. Selbst wenn die Hauptforderung nur 1 Cent beträgt wird man wenn man nichts macht nie unter 20€ weg kommen, auch wenn das dann das 2000fache der Hauptforderung wäre, ganz einfach weil diese kosten nix mit der Hauptforderung zu tun haben.

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@geheim007b

zwischen nix und 10€ ist alles möglich

Mehr als 5 Euro sind aus meiner Sicht nicht marktüblich und auch nicht zu erstatten.

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Direkt an eine Inkassofirma ohne vorher zu mahnen und dafür sollst Du die Kosten tragen??

Gerichtliche Schritte - Die können einen Mahnbescheid beim Gericht beantragen. Darauf (also wenn Du den bekommen solltest) musst Du reagieren, weil sonst danach der Vollstreckungsbescheid kommt. Erst dann könnten die das (meines Wissens) der Schufa melden.

Ich würde denen schreiben, dass Du nicht zahlungswillig bist, weil die Forderung bereits beglichen wurde. Sollten die damit nicht einverstanden sein, würde ich (denen) vorschlagen, das von einem Gericht klären zu lassen.

Paypal Infoscore (Betrug oder richtige Rechnung)?

Hallo, ich schreite direkt weiter zu meinem Problem. Ich erhielt einen Brief mit einer Zahlungsaufforderung sowie eine E-Mail .Diese lautete : "PayPal hat uns mit dem Einzug ihrer überfälligen Forderungen beauftragt, weil Ihr PayPal Konto einen negativen Saldo aufweist. Zur Zahlung des offenen Betrags sind Sie mehrfach per E-Mail von PayPal aufgefordert worden. Einschließlich der durch unsere Beauftragung angefallenen Inkassokosten beträgt die zur Zahlung offenstehende Gesamtforderung. 49,45 EUR(Stand: 27.07.2017)Die Forderung setzt sich wie folgt zusammen:Haupt- / Restforderung: 12,04 EUR5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 27.07.2017: 0,01 EURVorgerichtliche Mahnauslagen: 5,00 EURInkassovergütung – Verzugsschaden §§ 280, 286 BGB, 0,6 Gebühr analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG: 27,00 EURPost– und Telekommunikationspauschale analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 7002 VV RVG: 5,40 EURWir fordern Sie auf, den Gesamtbetrag von 49,45 EUR an uns zu überweisen, so dass dieser bis zum  27.07.2017bei uns eingegangen ist.COMMERZBANK IBAN: DE34662400020115517500 BIC: COBADEFFXXXDirekter Weg zur Onlinezahlung: www.inkassoportal.deNach fruchtlosem Ablauf der o. g. Frist werden wir PayPal empfehlen das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einzuleiten.Wir möchten darauf hinweisen, dass unsere Auftraggeberin uns angewiesen hat, vorerst Inkassokosten in Höhe von 27,00 EUR als Verzugsschaden (§§ 280, 286 BGB) gegen Sie geltend zu machen. Dies würde einer 0,6 Gebühr gemäß § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG nebst Auslagenpauschale nach Nr. 7002 VV RVG entsprechen. Falls innerhalb der genannten Frist keine Zahlung eingeht oder Sie keine begründete Einwendung vorbringen, wird das Einzugsverfahren gegen Sie fortgesetzt und eine Inkassovergütung in Höhe von 70,20 EUR gegen Sie geltend gemacht. Dies würde einer 1,3 Gebühr gemäß 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG nebst Auslagenpauschale nach Nr. 7002 VV RVG entsprechen.Mit freundlichen Grüßen,infoscore Forderungsmanagement GmbHGütersloher Str. 12333401 VerlGermanypaypal@infoscore.deTel.: 05246 / 9393168Fax:  05246 / 939 7520"Und jetzt weiß ich nicht weiter! Ebay Gebühren sind auch irgendwie vorhanden welche aber auch unbegründet vorliegen da meine Artikel gekauft aber dann nicht bezahlt werden ich dann aber die verkäufergebühren zu zahlen habe. Inkasso gerechtfertigt ?Bitte um schnelle Antworten , bin am verzweifeln!

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Inzwischen hat uns die Ingenico Payment Services GmbH mit der Durchsetzung der offenen Forderungen beauftragt. Als registriertes Inkassounternehmen sind wir berechtigt, gemäß RVG abzurechnen, so dass sich unsere Forderungen wie folgt zusammensetzt:

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  3. Adressermittlungskosten 10€
  4. Verzugsschaden der Ingenico Payment Services GmbH 9,90€
  5. Geschäftsgebühr (§§ 280, 241, 286 BGB, NR. 2300 VV RVG) 45€
  6. Auslagen (§§ 280, 241, 286 BGB, Nr. 7002 VV RVG) 9€ offener Rechnungsbetrag: 182,58"

ist das alles rechtens? Ich finde das krass viel, weil das fast so hoch ist wieder Rechnungsbetrag an sich. Habe ja vorher nicht einmal eine Rechnung, Mahnung oder irgendwas bekommen, dürfen die das einfach so abrechnen?? Kann ich mich irgendwie dagegen wehren?

Liebe Grüße Janine

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