Wie viele Weg führen nach Rom?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hey,

du stellst dir das alles ziemlich einfach vor. Du hast doch mittlerweile schon Einiges erlebt, im Guten wie im Schlechten.

Aber offenbar hast du nicht wirklich Konsequenzen daraus gezogen, du hast darüber nicht reflektiert.

Ein paar Dinge fallen mir da gleich ins Auge, die ich nicht nachvollziehen kann:

habe ich mein Abitur abgeschlossen und war danach erstmal ein paar Monate mit Partys und dem darauffolgenden Kater beschäftigt.

In der heutigen Zeit ist ein Abitur längst nicht mehr das, was es früher einmal war. Die Anzahl der Abiturienten/innen ist sehr stark angestiegen. Das bedeutet natürlich auch, dass noch mehr Bildung nötig ist, um sich auf dem Arbeitsmarkt interessant zu machen.

Offenbar bist du einem Irrglauben erlegen, mit Abitur wärst du schon etwas und dürftest daher jetzt mal dauerfeiern.

In deinem damaligen Alter (18,19) war ich im Zivildienst. Ich habe es gehasst (hatte eine miserable Zivildienststelle) aber es war mit Sicherheit immer noch sinnvoller, als die ganze Zeit sinnlos zu feiern.

Vielleicht würde dir insgesamt und in deiner jetzigen Lage ein Freiwilliges Soziales Jahr gut tun. Ich will keine Leiern schwingen von wegen ' Du lernst was fürs Leben', aber ich habe das Gefühl, dass dir sowas gut tun würde.

4 Monate in London, ein stinklangweiligen Bürojob und eine Menge Schulden später war ich wieder in Deutschland, genauso planlos wie zuvor. Eigentlich wollt ich Medienmanagement [...]

Was hier dann folgt, ist nichts anderes als eine Odyssee, eine Irrfahrt, ohne wirkliches Ziel.

Schulden hast du auch noch gemacht.

Und jetzt hast du eine tolle Situation, aber offenbar passt dir wieder mal etwas nicht.

oder ich versuch mein Glück an der Universität in Wien wo es keine Zulassungsbeschränkung gibt und die Studiengebühren auch bezahlbar sind.

Das glaubst du vielleicht.

Auch in Wien wird dir nichts geschenkt. Für das WS 2012 werden neue Studiengebühren erstellt, die sehr hoch ausfallen dürften.

Die Stimmung in der Stadt ist auch schon ziemlich fremdenfeindlich ausgerichtet, was auch verständlich ist: Jeder kommt her, um sich einen Titel zu holen, und verschwindet dann wieder ins Heimatland. Das ist eine EU-bedingte Frechheit und bringt Österreich rein gar nichts.

Du bist nicht der Einzige mit der lustigen Idee 'Studieren wir doch einfach in Ö', da sind auch schon viele andere draufgekommen. Seit Neuestem auch der halbe Ostblock, der (ohne über jegliche Kompetenzen zu verfügen) die Universitäten zu überschwemmen droht.

Abgesehen davon haben viele Studienrichtungen einen stark eingeschränkten Nutzen: Bsp: Recht ist in D und Ö stark verschieden. In Ö Jus zu studieren und nach D zurückzukehren, bringt dir rein GAR NICHTS.

Bleibe lieber mal bei deinem jetzigen Studium. Abschluss ist immer noch Abschluss.

Mir kommt es so vor, als wolltest du gar nicht zufrieden sein. Vielleicht willst du sogar ständig auf der Suche sein.

Aber bevor du weiter Geld verpulverst und Chancen vertust, solltest du besser mal etwas Sinnvolles machen, wie oben schon erwähnt etwa ein FSJ.

Lücken im Lebenslauf sind übrigens teuflisch, aber das merken die meisten erst, wenn es zu spät ist.

Liebe Grüße

Danke an Dich für den Stern :) Viel Glück für die Zukunft!

0

Nun, ich weiß nicht, ob dir meine Antwort gefallen wird, allerdings möchte ich dir doch einiges zu bedenken geben:

Dein Studienwunsch wechselt öfter als manche ihre Unterhemden. Du hast offenbar keinen Plan, welchen BERUF du mal machen möchtest!! Jedes Studium sollte auf einen Beruf hinauslaufen!! Das Leben ist kein Wunschkonzert, es ist hart, man muß immer wieder Kompromisse eingehen und solche, die für den Rest des Lebens gelten! Du schätzt dich offenbar selber nicht richtig ein!

Nehmen wir mal an, dein Wunsch ist ein Studium in Medienmanagement. Dafür hast du aber nicht gereicht. Einen ähnlichen Studiengang hast du abgebrochen, weil dir die Stadt zu klein war?? Und das anschließende BWL-Studium, weil es dir nicht gepaßt hat? Warum bist du dir so sicher, daß diese Studiengänge nicht auch zu deinem Berufswunsch geführt hätten - vielleicht mit ein paar Umwegen. Häufig muß man manchmal nur in die Nähe seines Wunschberufes kommen, um von dort aus sich vorzuarbeiten in die richtige Richtung! Wäre das denn so unmöglich gewesen? Hast du überhaupt keinen Beruf vor Augen, den du machen möchtest, also wirklich und mit vollem Herzen? Schließlich kommt es auf das End-Ergebnis an und nicht auf die Wege, die dahin geführt haben. Werde dir doch erst mal klar darüber, welchen Beruf du ausüben möchtest und dann gucke, wie du auf welchen Wegen von deiner jetzigen Startposition dorthin gelangen könntest. Viele Wege führen nach Rom, wie du schon selber sagst, aber du hast offenbar nur die Autobahn im Kopf! Bleibe, wo du bist, gib doch nicht immer sofort auf! Mache weiter und gucke, ob du nicht weitere Fächer belegen kannst, die deinem Berufswunsch (den du dann hoffentlich weißt) nahe kommen. Für dich ist scheinbar der Weg wichtiger als das Ziel - vielleicht, weil du gar kein Ziel hast. Aber das Ziel ist wichtig, nicht der Weg dahin!!

Erstmal danke für deine ehrliche Antwort,es ist ja nicht so ds ich mir keine Gedanken mache was ich später mal machen möchte. Meinen ersten Studiengang, Medientechnik, habe ich abgebrochen weil mir das Studium nicht lag. Sicher ist auch in einigen geisteswissenschaftlichen Fächer Mathe vorhanden,aber bei Medientechnik liegt der Schwerpunkt auf Technik - es besteht sozusagen nur aus mathematischen Fächern. Und Mathe war und wird nie meine Stärke sein,das ist mir schon seit der 10.ten Klasse klar. Mein BWL Studium brach ich im Grunde wegen dem selben Grund wie das Medientechnik Studium ab. Ich habe schon gewisse Brufswünsche, der Journalistik und Public Relations Bereich interessiert mich sehr, genauso wie Marketing und Werbung. Ich abreite zur Zeit beim mitteldeutsche Rundfunk und habe daher auch Erfahrung in vielen Bereichen sammeln können sodass ich weiß das mir das Spaß macht, deshalb frage ich mich grad wie du darauf kommst das ich so ahnungslos durch die Weltgeschichte stapfe wenn ich das doch in mein Text beschrieben habe was ich eigentlich möchte?!

0
@BobArctor

Weil du hin- und her-studierst. Warum nicht einen Weg zu Ende gehen. Am Ende sieht man oft erst, wie es weitergeht. Und ich frage mich, warum du nicht konsequenter bist. Dies und das interessiert dich und dies und das, auch wenn es in etwa alles beieinander liegt. Ich bin ein berufstätiger Mensch und so ein hin und her verstehe ich einfach nicht! Bisher weißt du nur Italien, um beim Bild zu bleiben, aber dein Rom kennst du noch nicht! Wie soll man dann auch dahin finden?

0

Für Österreich kann ich dir leider nichts genaues sagen. Aber in Deutschland sind gute Noten im Studium ein Kriterium für ein Stipendium. Es gibt aber auch Organisationen, die Stipendien nach anderen Kriterien vergeben, z.B. soziales oder politisches Engagement. Unter www.stipendienlotse.de findest du eine gute Datenbank mit diversen Stipendienangeboten. Deren Anbieter warten teilweise sogar regelrecht auf Bewerber, weil sich kaum jemand für geeignet hält. Vielleicht sieht es in Österreich ja ähnlich aus? An der Universität in Wien gibt es wahrscheinlich auch eine Studierendenvertretung oder Studienberatung, an die du dich mit dieser Frage wenden kannst.

Ein Studium nach dem anderen abbrechen ist sicher keine gute Idee. Ein bisschen ausprobieren darf man sich, aber da du schon weißt, dass du Medienmanagement bzw. Publizistik-/Kommunikationswissenschaften studieren willst, solltest du vielleicht mit mehr Nachdruck an diesem Ziel arbeiten. Woran scheitert denn der Zugang? Hast du wirklich schon alle Hochschulen gefunden, die diese Studiengänge anbieten? Unter www.hochschulkompass.de findest du z.B. eine Übersicht fast aller Studiengänge an allen staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.

0

Grüß dich! Wie viel meiner "Vorredner" derend Meinung ich bin. Stelle dir vor in Wien und in ganz Österreich, gibt es keinen freien Studienplatz und es wird nichts geschenkt, es beginnt dann bei überlaufenen Studienplätze von Studierenden aus Österreich, Deutschland und anderen Ländern. Meine Frage musst du studieren, wenn du so viel auszusetzen hast. Ich würde es von der Picke auf lernen in einem Unternehmen. Beginne bei einer Zeitung oder Radio als Redakteuer am Anfang ist es schwer, hier lernst du das Handwerk, wenn du es studieren willst beginnst auch von unten, nur hast du einen akademischen Grad, der nichts zählt.

Wenn wirklich gut ausgebildet werden solltes dann in die USA auf eine Uni. teuer aber gut. Überlege dir das 2x und viel Erfolg auf deinem Lebensweg, wünscht Wolfgang

Was möchtest Du wissen?