Wie viele Urlaubstage habe ich (Probezeit)?

5 Antworten

Mindestens pro Jahr: 20 Tage. Wenn der Tarifvertrag bzw. die Angabe im Arbeitsvertrag mehr Urlaubstage einräumt sind es entsprechend mehr.

Du hast offensichtlich mit den 20 Tagen gerechnet.

Frei nehmen darfst du dir so viele Tage wie du dir "erarbeitet hast". Wenn du keine 2 Tage hast, kannst du keine 2 Tage frei nehmen.

Das beantwortet leider nicht meine Frage. Es geht eher darum, dass wenn man angenommen nur einen vollen Monat gearbeitet hat, und somit einen Anspruch auf 1,67 Urlaubstage hat, ob dann die 1,67 Tage aufgerundet werden auf 2 Tage oder ob es nur 1 Tag ist?

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@SamDevenport

Der bisher angesammelte Urlaubsanspruch wird dann auf den naechsten vollen Tag aufgerundet, wenn die erste Stelle hinter dem Komma groesser oder gleich 5 ist. Bei dir waeren es nach 1 Monat tasaechlich 2 Tage, nach 2 Monaten aber keine 4 sondern nur 3 (20 : 12 x 2 = 3,33).

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@DerCaveman

Danke. Hab' es selbst auch nochmal gefunden:

Nach § 5 Abs. 2 des Bundesurlaubsgesetzes sind Bruchteile, die mindestens 0,5 ergeben, sind  aufzurunden. Von daher wäre im obigen Beispiel insgesamt 7 Tage an Urlaub abzugelten. Es erfolgt also eine Aufrundung auf den vollen Tag.
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@SamDevenport

Es wird auf's Jahr gerechnet, nicht auf den Monat. Da ist dein Denkfehler.

Relevant wird es erst dann wenn das Vertragsverhältnis unter dem Jahr endet.

Beispiel:

1 Monat gearbeitet -> 2 Tage Urlaubsanspruch (da 1,6)

2 Monate gearbeitet -> 3 Tage Urlaubsanspruch (da 3,2)

3 Monate gearbeitet -> 5 Tage Urlaubsanspruch (da 4,8)

4 Monate gearbeitet -> 6 Tage Urlaubsanspruch (da 6,4)

Du kannst also nicht jeden Monat 2 Tage nehmen weil "ich habe jeden Monat 1,6 Tage Anspruch erarbeitet und das wird auf 2 Tage aufgerundet".

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Du hast dann so viele Male 1,67 Tage Urlaub, wie du schon volle Monate dort arbeitest. Ab dem 7. Monat hast du dann den vollen Jahresanspruch von in deinem Fall 20 Tagen (der sich allerdings wieder auf nur 1 Zwoeftel pro vollen Monat des jeweiligen Kalenderjahres reduziert, wenn du vor dem 1.7. des gleichen Jahres wieder ausscheidest).

1,67 Tage pro Monat = 2 Tage pro Monat Urlaub oder nur 1 Tag? ;D

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@SamDevenport

Rechne 20 : 12 x Anzahl der vollen Monate des Bestehens des Arbeitsverhaeltnisses. Dann kommst du nach 1 Monat auf 1,67 Tage (aufzurunden auf 2), nach 2 Monten auf 3,33 Tage (nicht aufzurunden), nach 3 Monaten auf 5 u.s.w.

Aufgerundet wird erst zuletzt und dann auch nur, wenn hinter dem Komma eine Zahl gleich oder groesser 5 steht.

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Wenn der Bruchteil einen halben Tag oder mehr ergibt, ist aufzurunden. Wenn es weniger ist, muss der Anteil 1:1 gewährt werden. Aber das gilt nicht "pro Monat", sondern additiv wenn Du z. B. aus dem Unternehmen ausscheidest.

https://www.etl-rechtsanwaelte.de/frage-des-tages/was-ist-mit-bruchteilen-von-urlaubstagen

Die Vertragsformulierung ist auch unvollständig. Der Ansatz ist nur anzuwenden, wenn der Arbeitnehmer weniger als sechs Monate im Unternehmen tätig ist.

Du musst weiter lesen. Da steht wahrscheinlich auch, dass du den ersten Urlaub erst nach einer bestimmten Zeit (meist 6 Monate) nehmen darfst. Dabei geht dir der ja nicht verloren. Und du hast wie jeder Arbeitnehmer einen Anspruch von 4 vollen Wochen. das sind 24 Tage also pro Monat 2 Tage.

Macht keinen Sinn, weil dann würde das ja heißen, dass ich während der Probezeit ( = 6 Monate) keinen Urlaub nehmen dürfte. Das ist nicht der Fall. ;)

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@SamDevenport
dass ich während der Probezeit ( = 6 Monate) keinen Urlaub nehmen dürfte. Das ist nicht der Fall.

Doch, das ist unter Umständen der Fall (zwar nicht, dass Du nicht "darfst", aber dass Du keinen Rechtsanspruch hast).

Wenn das Arbeitsverhältnis in der 1. Jahreshälfte begonnen wurde - bis zum Jahresende als Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub besteht -, dann gibt es keinen Rechtsanspruch darauf, in den ersten 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses bereits erworbenen Teilurlaub zu nehmen (mit "Probezeit" hat das übrigens überhaupt nichts zu tun).

Anders ist es, wenn das Arbeitsverhältnis in der 2. Jahreshälfte begonnen wurde und ohnehin bis zum Jahresende nur ein zeitanteiliger Urlaubsanspruch besteht; hier darf der zeitanteilig zustehende Urlaub sofort genommen werden.

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@SamDevenport

Damit kannst Du den Dir für dieses Kalenderjahr zeitanteilig zustehenden Urlaub sofort insgesamt nehmen - also nicht nur den jeweils für 1 vollen Beschäftigungsmonat bisher erworbenen. Dass Du den gesamten Urlaub nehmen kannst, liegt daran, > dass es sich nur um Teilurlaub handelt und > dass der Urlaub zusammenhängend zu nehmen/zu gewähren ist.

Allerdings: Wenn Du den gesamten bis zum Jahresende zustehenden Urlaub jetzt nimmst, das Arbeitsverhältnis aber vor dem Jahresende endet, darf der Arbeitgeber das Entgelt für den zu viel genommenen Urlaub zurückfordern. Er kann sogar, wenn Du während Deines Urlaubs das Arbeitsverhältnis zu einem Datum vor dem Jahresende kündigst, Dich für die zu viel gewährten Urlaubstage aus dem Urlaub zurückbeordern.

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Erst erledigt man seine Aufgaben als Arbeitnehmer und hoft auf eine Anstellung , selbst als ungelernter Arbeitnehmer .

Wer jetzt schon diese Urlaubsberechnung macht ist falsch davor . Schade !

Wtf? Ich arbeite bei einer Leiharbeitsfirma nur für die "Zwischenzeit" bis zum Beginn meiner Ausbildung. Festeinstellung brauche ich nicht. Und sollte ich keinen Urlaub nehmen, wenn ich Anspruch darauf habe. #logik^2

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@DerHans

Ja, ist mir klar. Aber wenn ich Urlaub nehmen möchte, um beispielsweise mit der Familie irgendwo hin zu fahren oder einen Termin wahrzunehmen, der wichtiger als die Arbeit ist, dann muss/kann ich doch Urlaub nehmen. ;)

Notfalls nehme ich auch unbezahlt.

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@Kuestenflieger

Ich bewundere deine Arbeitsmoral!

Du hast wahrscheinlich in deiner gesamten beruflichen Karriere niemals Urlaub genommen und warst immer anwesend. Wirklich beeindruckend...

Als ob, Azubis die mal 1 Woche oder so Urlaub nehmen, gleich ihre ganze Ausbildung in den Sand setzen. Wtf...

Arbeiten um zu leben, nicht leben um zu arbeiten. Lass dir das mal durch den Kopf gehen. ;]

#typischDeutschland

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@SamDevenport

Ich habe immer Urlaub bekommen wenn es die Arbeit zulies , auch Sonderurlaub !

Die Grundeinstellung war eben vor 20 Jahren noch eine andere . Bleib bei dem was du dir vorstellst !

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