Wie viele unterschiedliche Tonarten bei Tonleiter?

5 Antworten

Bei 12 Tönen pro Oktave, von den jeder Ton in einer Tonart vorkommen kann oder nicht, gibt es theoretisch 2^12=4096 Möglichkeiten.

Nun ist eine Definitionsfrage, wieviele Töne mindestens vorhanden sein müssen, um als Tonart zu gelten. Null Töne wären Stille, einer eben ein Ton, zwei Töne ein Intervall, ab 3 kann es ein Akkord sein, ab 5 kann es aber schon als Tonart gelten (Pentatonik).

Es blieben also immer noch mehrere Tausend Tonarten. Dass davon nur relativ wenige in der Musik benutzt werden, ist eine andere Frage.

Da es 12 verschiedene Töne gibt und 2 verschiedene Tongeschlechter (Dur und Moll) sind es nach Adam Riese also 24 "Grund-Tonarten", wenn man so will.

Allerdings gibt es bei Moll noch unterschiedliche Tonleitern (harmonische und melodische). Und dann wäre da auch noch die chromatische Tonleiter.

Hier findest Du alle Zusammenhänge -->

https://www.groovemonster.de/content/inhalt/basstheorie/harmonielehre/alle-tonleitern-dur-moll-uebersicht.shtml

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Dazu kämen aber noch die sogenannten Kirchentonarten, von denen das Dur dem Ionischen, das Moll dem Äolischen entspricht.

Die anderen sind dann Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch und Lokrisch.

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@Willy1729

Lokrisch ist kein Kirchenton, es ist ein unsinniges modernes Konstrukt. Aber bei der bescheuerten Fragestellung wollen wir uns nicht streiten.

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@Opa1917

Das lokrische h-h wird immerhin in den Lehrbüchern erwähnt, auch wenn es in der Tat in der Praxis keine Rolle spielt.

Ich habe es der Vollständigkeit halber erwähnt, weil sich jemand fragen könnte, wieso Tonleitern auf allen Grundtönen ohne Vorzeichen in den Kirchentonarten auftauchen, nur nicht auf dem Grundton H.

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@Willy1729

Die Frage ist leicht zu beantworten: Diese Tonleiter wurde nie verwendet. Der Theoretiker würde es damit begründen, auf dem Grundton kann kein konsonanter Dreiklang gebildet werden. Der Praktiker würde sagen, das klingt einfach nicht und wurde nie - auch nicht im Altertum und im Mittelalter - als klanglich erträglich empfunden. Der gute Geschmack ist ja keine Erfindung der Neuzeit.

Ich habe eben überlegt - ich kann mich nicht entsinnen, daß mir in der Musik an anderer Stelle ein Konstrukt der Theorie begegnet ist, dessen einziger Sinn darin besteht, ein System zu vervollständigen.

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@Opa1917

Selbstverständlich gibt es in der neuen Musik zahlreiche Komponisten, die lokrisch als eigenständigen Modus verwendet haben was übrigens sehr gut funktioniert. Wer braucht schon nen konsonanten Dreiklang auf der Tonika?

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@TheStone

Ich.

Aber das ist gar nicht die Frage.

Nur weil jemand darauf abfährt mit dem Material dieser Skala zu improvisieren, wird sie nicht zu einem Kirchenton.

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@Opa1917

Deine Aussage war:

"Diese Tonleiter wurde nie verwendet. "

Das ist falsch.

"Nur weil jemand darauf abfährt mit dem Material dieser Skala zu improvisieren, "

Im übrigen gibt's auch Leute, die mit dieser Tonleiter komponieren.

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@TheStone

Ich habe hier nur von lokrisch als Kirchenton gesprochen. Wenn Du mir einen Psalm, eine Antiphon, einen Hymnus oder was auch immer in diesem Ton nennen kannst, nehme ich alles zurück.

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Tatsächlich gibt es nur 18möglichkeiteh wenn man spielt. Da #D #d gleich wie Fis E, #G #g gleich wie Fis A, #A #a gleich wie H.

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Jeder Tonleiter kann genau eine Tonart zugeordnet werden.

Im Gegensatz dazu ist Deine Frage alles andere als eindeutig. Es ist zum Kotzen, daß Du immer wieder sinnlose, kaum verständliche oder unverständliche Fragen stellst.

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