Wie viele Steuern muss man bei Selbständigkeit zahlen?

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6 Antworten

im Prinzip ... und da achtet das Verfassungsgericht darauf, sollen alle Einkommen gleich besteuert werden. 

Allgemein wird oft gesagt, der Selbständige hat Vorteile, aber das "absetzen" von Kosten muss streng dem Geschäft zugeordnet sein ... das ist alles streng geregelt. Ebenso muss für jede Privatentnahme der Markpreis plus mwst berchnet werden,  es gibt mehr Möglichkeiten zu schummeln als beim Arbeitnehmer aber auch mehr Möglichkeiten Fehler zu machen die viel Geld kosten. 

Letzlich geht es nur darum wie man den Gewinn ermittelt, was beim Arbeitnehmer einfach ist, das steht auf der steuerkarte bzw wird neuerdings vom Arbeitgeber direkt ans Finanzamt übermittelt.

Schlechter gestellt ist der Gewerbetreibende auch durch die Gewerbesteuer, die nur bis zu einer gewissen Höhe  auf die persönliche Steuerschuld angerechnet wird. In teuren Gemeinden zahlt der Gewerbereibende also mehr als der Arbeitnehmer.

Nachteilig ist auch die teilweise ja aus Steuergeldern subventionierte Sozialversicherung, es gibt keine Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung wenn überhaupt eine ges Versicherng möglich kostet doppelt so viel weil kein Arbeitgeber die Hälfte zahlt ... es wird da oft übersehen dass die Mehrzahl der Selbständigen NICHT Grossindustrielle, Schönheitschirurgen oder Immobilken Haie sind, für die solche Peanuts keine Rolle spielen und die mit dem Porsche auf Firmenkosten kutschieren und Steuern mit Auslandsbeteiligungen sparen können. Sondern Normalverdiener, die ein Risiko eingehen, um die Chance zu haben ein bisschen mehr zu verdienen und ein bisschen mehr Freiheit ohne Chef und Arbeitsregeln zu haben. 

Also lass dich nicht durch die fehlenden Super Vorteile abschrecken ...   :-) 

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Also die restlichen 2.000 "Gewinn" bleiben mir doch nicht alles übrig, oder?

Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer, also musst du die 2.000,- € mal mit 12 multiplizieren. Das wäre 24.000,- € Gewinn (= Einkünfte aus Gewerbebetrieb).

Hast du keine weiteren Einkünfte oder Entlastungsbeträge die anzusetzen wären dann gilt:

Einküfte aus Gewerbebetrieb = Summe der Einkünfte = Gesamtbetrag der Einkünfte.

Hiervon ziehst du nun die Sonderuasgaben ab (z.B. Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Soziale Härte liegt nicht vor also setze ich den gewöhnlichen Mindestbeitrag an):

  • Fiktives Monatseinkommen: 2.126,25 €
  • Beitrag zur Krankenversicherung: 14%
  • Beitrag zur Pflegeversicherung: 2,6% (Davon ausgehend du seist über 23 und kinderlos).
  • Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung: 0,9% (Da du deine Kasse nicht mitteilst nehme ich den Standard).

Das wären in Summe dann 4.466,- €.

24.000,- € - 4.466,- € = 19.534,- € zu versteuerndes Einkommen.

Ergibt etwa 2.500,- € zu zahlende Einkommensteuer.


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Kommentar von kevin1905
18.11.2015, 12:45

Da diese Seite eine vernünftige Formatierung unmöglich macht muss ich kommentieren:

Oder zahle ich gleich viele Steuern, als würde ich die 2.000€ in einem Angestelltenverhältnis verdienen und davon ganz normal Steuern etc. abgeben?

Es spielt für die Steuerlast keine Rolle. Ein gleich hohes zu versteuerndes Einkommen wird immer zur gleichen Steuerlast führen, egal ob Einkünfte aus Gewerbebetrieb vorliegen oder aus nichtselbständiger Arbeit.

Und eine Frage am Rande: Sind Privatverkäufe eigentlich legal (da man ja auch keine Steuern zahl, oder ist die bereits bezahlte MwSt ausreichend?)

Was meinst du mit Privatverkäufen? Wenn ich meinen Fernsehr, der meinem Privatvermögen zuzurechnen ist, morgen doof finde und den bei ebay Kleinanzeigen reinstelle und den jemand kauft, ist das steuerlich nicht relevant.

Und ab wann kann man sagen, dass ich damit eine Gewinnabsicht habe und Gewerbe anmelden muss?

Sobald du Dinge herstellst, einkaufst oder bearbeitest um diese mit Gewinn weiter zu verkaufen.

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Grundsätzlich ist JEDES Einkommen steuerpflichtig.

Wie viel Steuern du tatsächlich zahlst, ergibt sich erst aus deiner Steuererklärung, zu der du dann verpflichtet bist.

Das kannst du relativ einfach aus der "Einkommenssteuertabelle" ablesen. Die gibt es im Internet.

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Als Selbstständiger versteuerst du deinen Gewinn. Dieser errechnet sich, indem du von den Einnahmen die Ausgaben abziehst. (in deinem Fall sind die 2000€ dein Gewinn) Es ist wichtig, genau zu wissen was man alles abziehen kann/darf.

Wenn du unter 17500€ Gewinn bleibst, zahlst du Einkommemssteuer auf den Gewinn, du bist ein Kleingewerbetreibender und reichst eine ganz normale Einkommenssteuererklärung ein mit Anlage G und Anlage S.

Ab mehr als 25000€ Gewinn, zahlst du Gewerbesteuer.

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Existenzgründer sollten sich bereits frühzeitig mit ihrem "Zahlenwerk" auseinandersetzen. Aus diesem Grund begrüße ich Ihre Frage.

Fragen zur Einkommen- und Gewerbesteuer sollten jedoch nicht pauschal beantwortet werden. Ich empfehle daher entsprechende Software oder aber Online-Rechner, um ein erstes Gefühl für diese Materie zu entwickeln.

Der Code der Einkommensteuer-Berechnung wird vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht, weshalb zahlreiche Online-Rechner zur Verfügung stehen.

Nachfolgend ein Beispiel:

http://www.selbstaendigen-rechner.de/

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Dem Finanzamt ist es vollkommen gleich, woher Dein (legales) Einkommen stammt (Lohn, Gehalt, Selbständigkeit, Zins- oder Mieterträge).

Es interessiert nur: Was kannst Du steuerlich geltend machen, Familienstand, Kinder, ob Du Deine Steuern pünktlich zahlst.

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Kommentar von YahooUser
17.11.2015, 22:35

Also die Einnahmen selbst muss ich nicht alle versteuern, sondern nur das, was mir unterm Strich bleibt?

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