Wie viele Solarzellen (100 Watt , 12 Volt) braucht man um ein Haushalt (3000kWh) konstant mit Strom zu versorrgen.?

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4 Antworten

du nimmst die zu erwartenden sonnenstunden in deiner gegend mit der peakleistung deiner anlage mal. dann ziehst du noch mal gut die hälfte davon ab, weil die sonne ja nicht immer volle suppe scheint.

hier in hessen waren es im Jahr 2015 z.B. 1660 also nehmen wir 840 Stunden als Basis.

840 h / 3000 kWh = 3,6 kW (die stunden kürzen sich weg) dem entsprechend wären das also rund 36 Panele. das ist aber jetzt nur der eine teil der rechnung. da du nicht allen strom, den du produzierst direkt verbrauchen wirst, muss er gespeichert werden. beim Speichern entstehen nicht unerhebliche verluste. du kannst grob rechnen, dass die hälfte des stromes der hinein gestekct wird wieder heraus kommt.

so grob über den daumen würde ich sagen, du kannst schon mal gut 5 kW Peak also gut 50 Module einplanen....was die spannung angeht würde ich mich übrigens nicht unbedingt auf 12 volt versteifen. bei sagen wir 6 kW wären das 500 Ampere!

wenn du den haushalt genauso betreiben willst wie bisher, dann brauchst du auch einen entsprechend großen wechselrichter. z.B. man könnte z.B. drei Sunny Island 8.0h zusammen schalten. so hätte man 26 Ampere verteilt auf 3 Phasen.

ist das zu wenig, könnte man zwei Cluster parallel betreiben. dann wären wir bei 52 Ampere auf 3 Phasen. das reicht eigendlich für jeden normalen haushalt mehr als aus...

ich würde aber bei autarker energieversorgung zusehen, dass der elektrische anteil so weit wie möglich nach unten kommt. d.h. auf den elektroherd verzichten und statt dessen auf ein Gaskochfeld setzen. ggf. betrieben mit einer propanbuddel unter der spüle.

außerdem solltest du zum beheizen auf eine solathermische Anlage setzen. die Waschmaschine sollte am besten mit vorgewärmtem Wasser aus der Solarthermie laufen. das gleiche gilt für den geschirrspüler.

lg, Anna

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Kommentar von felixuser
25.09.2016, 19:24

Auch wenn deine Aussage stimmt,.... die Frage war aber 

(3000kWh) konstant mit Strom zu versorrgen.?

Und dies ist zurzeit nur mit erheblichen Investitionen, wenn überhaupt zu lösen.

Aufgrund der Fragestellung gehe ich von einer Insellösung aus, was eben nicht so einfach möglich ist. Es ist zwar durchaus mögliche einen "Insellösung" umzusetzen, nur sind "allein" Photovoltaik anlagen, nicht unbedingt der beste Weg, außer man kann sich zu gewissen Zeiten extrem einschränken. 

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Geh mal auf die Seite:

http://www.kaikowetter.ch/kaikowebcam.php

Dort unter dem Bild mitte-rechts ist die Angabe, wieviel Watt pro m2 zur Zeit 'geerntet' werden können. Im Sommer bei Sonnenschein am Mittag sind das so rund 800W pro m2, wie ich schon feststellen konnte.

Gibt dein Solarkraftwerk mehr Strom als du gerade brauchst, könnte der (sehr aufwändig) gespeichert werden entweder in Batterien oder der Produkton von Wassserstoff oder, das dann aber eher Grosstechnologisch, in Pumpspeicherwerken. Dort wird der 'überflüssige' Strom zum Pumpen von Wasser verwendet, das in Stauseen fliesst und bei Bedarf wieder über Turbinen und Generatoren zu Strom gemacht werden kann.

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Dazu fehlen dir, aktuell noch bezahlbare Stromspeicher. 

Wenn du nicht deinen Konsum in der Nacht/Abend auf das Minimum reduzieren kannst, oder in den Wintermonaten bzw an verregneten Tagen minimierst, klappt dies, wenn überhaupt, nur mit Millionen schweren Investitionen. 

3000W/h lassen sich mit den meisten Stromspeichern, leider nur über sehr kurze Zeiträume überbrücken.

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Pro Modulwatt werden im Sommer das zweifache der Modulleistung pro Tag generiert. Bei 3 Modulen zu je 100 Watt sind das 600 Wattstunden, also 0,6 kWh pro Tag. Das ist die Berechnungsgrundlage von Juni/Juli/August.

In den Monaten Mai und September haben wir etwa 300 Wattstunden/Tag, im Winter 30..60  Wattstunden/Tag. 

Benötigt werden 8 kWh/Tag, also 8000 Wh/Tag.

8000 : 30 = 260

Um den Jahresbedarf zu decken, braucht es 260 Module.

Im Sommer würden locker 40 reichen.

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