Wie viele Menschen gehören der Bön Religion an?

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1 Antwort

Auch heute noch ist wohl kaum eine andere Region unserer Erde mit einer derart lebendigen Spiritualität umgeben wie Tibet - und das trotz der Besetzung durch die Chinesen 1959. In der Regel wird Tibet mit der buddhistischen Religion in Verbindung

gebracht, aber schon vor und neben dem Buddhismus gab es eine Religion, die Bön (Boen) oder Bon genannt wurde, deren Wurzeln bis in die Frühzeit der Menschenheit zurückreichen. Eng verflochten ist die Bön-Relgion mit dem geheimnisvollen Königreich Zhang Zhung im westtibetischen Hochland, in dem der eigentliche Relgionsgründer Tönpa Shenrab Miwoche aus dem Paradies auf die Erde stieg. Der Bön ist die eigentliche, ursprüngliche Religion Tibets und wurde im 8. Jahrhundert durch das Aufkommen des Buddhismus verdrängt. Beide Religionen befruchteten und beeinflussen sich in der Folgezeit gegenseitig, wobei sich der Buddhismus durchsetzte und zur Staatsreligion Tibets wurde. Trotz dieser Dominanz konnte sich der Bön bis in die heutige Zeit erhalten und erlebt - wie in alten Prophezeiungen vorausgesagt - eine Renaissance.

Aber was ist Bön eigentlich? Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn Bön ist uralt, fast vergessen und birgt deshalb viele Geheimnisse, Widersprüche und Ungereimtheiten. Im Grossen und Ganzen lässt sich die Entwicklung des Bön in drei Phasen einteilen:

  1. Phase - Der ursprüngliche Bön

  2. Phase - "Ewige Lehre" oder Yungdrung Bön

  3. Phase - Der neue Bön

Auf den ersten Blick sind Bön und Buddhismus weitgehend gleich, sie unterscheiden sich aber stark in Hinsicht auf Mythologie, Kosmologie und vor allem im Hinblick auf die Geschichtsauffassung.Auch äusserlich werden erst bei genauem Hinsehen Eigenheiten deutlich. Im Gegensatz zu den Buddhisten, umrundet der Bön-Po heilige Monumente entgegen den Uhrzeigersinn. Die Kleidung unterscheidet sich vor allem durch den Einsatz der blauer Farbe und eines typischen weissen Hutes mit blauen Streifen; weiter gibt es Unterschiede im Stil der Gesänge und Mantren sowie in der Ikonographie mit ihren Heiligen und Gottheiten.

Mehr unter http://www.emmet.de/g_h_boe.htm

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