Wie viele Kinder würdet ihr empfehlen?

25 Antworten

Ich bin in einer kinderreichen Familie aufgewachsen mit 6 Kindern. Wir hatten nie das Gefühl, zu wenig Liebe oder Zuwendung von unseren Eltern bekommen zu haben. Unsere Mutter war für uns da, wenn wir sie brauchten, so zum Trösten bei kleinen Verletzungen, aber das war garnicht so häufig.

Ein einzelnes Kind hat ja nur seine Eltern, deshalb braucht es auch mehr Zuwendung von ihnen. Wir hatten noch viele Geschwister, mit denen wir mehr Zeit verbrachten als mit unseren Eltern.

Um Eifersucht und Konkurrenz zwischen den Geschwistern zu vermeiden, ist einiges zu beachten.

Der zeitliche Abstand sollte nicht zu groß sein, vor allem zwischen dem ersten und dem zweiten. Zwischen meiner ältesten Schwester und mir waren nur 13 Monate, vermutlich war das für sie zu kurz, um sich bewusst als Einzelkind wahrzunehmen.

Einzelzuwendungen gab es selten, wenn unsere Eltern uns etwas Gutes tun wollten, dann meist für Alle. Die Geschenke waren meist so, dass sie zwar einem gehörten, aber auch die anderen bereicherte.

Kann man zu diesem Thema wirklich eine Empfehlung aussprechen? Ich würde sagen, das ist von Fall zu Fall verschieden und das sollte jedes Ehepaar für sich entscheiden.

Schafft Euch erstmal 1 Kind an, dann bekommt ihr einen Eindruck davon was es heißt, Eltern zu sein. Dann könnt ihr immer noch Schritt für Schritt entscheiden, ob Ihr noch ein 2. oder 3. Kind wollt bzw. für wie viel Kinder Eure Liebe, Eure Zeit bzw. Euer Geld (und Eure Nerven) reicht. 

Das ist eine Frage, die lässt sich so und pauschal überhaupt nicht beantworten, da es auf die "beteiligten" Menschen ankommt. Es kann sein, dass ein Kind die Familie überfordert ... und es kann sein, dass die Familie mit zehn Kindern die glücklichsten Menschen der Welt sind und es sich gar nicht anders denken können.

Das hat auch nur bedingt etwas mit Geld zu tun, schon viel mehr etwas mit der persönlichen Entwicklung, die alle im Laufe der Jahre erfahren. Stichwort wäre das beispielsweise "Gelassenheit", die im Umgang mit Kind(ern) vielleicht dann erst mit dem zweiten, dritten, vierten, ... kommt.

Liebe kann man nicht teilen - es ist völlig egal wie viele Kinder ihr bekommt. Das Einzige was euch vielleicht zusetzt ist weniger Geld oder weniger Zeit. Das 1. Kind kommt und bekommt üblicherweise sehr viel Zuwendung und Zeit. Das 2. Kind kommt und ist die größte Herausforderung weil das 1. sich querstellt. Das 3. Kind kommt in einer Familie, die bereits gelernt hat dass man Aufmerksamkeit teilen muss und lernt von den älteren Geschwistern und je mehr Kinder nachkommen, desto mehr lernen die Kleinen von den Größeren.
Ihr als Eltern werdet die größten "Schwierigkeiten" mit Kind 2 haben (vermutlich). Ich kenne einige Familien mit mehr als 2 Kindern und es war IMMER so, dass beim 2. sich quasi ALLES anpassen musste. Die Eltern, das 1. Kind und die Umgebung. Das ist anstrengend aber möglich. Dass Eltern oft überfordert sind damit ist klar aber die meisten Eltern wollen auch "zu viel" regeln. Das muss gar nicht sein. Das Leben erzieht die Kinder oft von ganz allein.
Über diese 2-Kinder Hürde schaffen es viele nicht drüber. Ich vermute das liegt an dem Uraltmodell Vater-Mutter-2Kinder-Familienvorstellung.

Das Problem an Kindern und Liebe ist, dass man oft generell vergisst wen man liebt und man gleichzeitig zwischenmenschliche "Beziehungen" als stark genug erachtet deswegen nicht kaputt zu gehen, weil man sich so nahe steht. Das ist übrigens der Grund, warum man mit Menschen die man besser kennt und denen man vertraut auch mehr "streitet". Streiten ist vielleicht sogar ein Vertrauensbeweis^^
Bei Kindern heißt es dann: Hinschauen und wenn man merkt es belastet das Kind, drüber reden - ehrlich und authentisch bleiben. Aber du wirst jedes einzelne deiner Kinder lieben AUCH, wenn es Kinder gibt mit denen du besser "kannst" als mit "anderen" je Bereich. AUCH, wenn du mit deinen Kindern in gewissen Bereichen nicht klarkommst. Kinder suchen sich Bezugspersonen für diese Bereiche. Das können Lehrer sein, Verwandte, Nachbarn, wer auch immer. Aber das Alles mindert nicht die Liebe.

Wenn ein Paar sehr kinderlieb, gesund und ein gesichertes Einkommen haben, dazu noch ein großes Haus und einen großen Garten, spricht überhaupt nichts gegen viele Kinder.

Je mehr Kinder, desto billiger werden die Anschaffungen. Manche Gegenstände braucht man nur einmal anschaffen, auch bei vielen Kindern, z.B.: Wickelkommode, Kinderwagen, Wiege, Babysafe.....

Die Kleidung kann man, wenn sie noch gut ist, weitergeben oder im Second Hand Shop kaufen.

Bei kinderreichen Familien kommen die Kleinen nicht zu kurz, denn die Größeren kümmern sich um die Kleineren, sie helfen mit, bei allem, bei der Erziehung, beim Essen geben, beim Wickeln.

Wenn das Miteinander und Füreinander in Familie stimmt, ist das überhaupt kein Problem. Aber dafür müsst ihr als Eltern sorgen, den Grundstein legen.

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