Wie viel Wohngeld steht mir in der Ausbildung zu?

8 Antworten

Wohngeld steht Dir wahrscheinlich gar nicht zu, da Du nach § 20 Absatz 2 des Wohngeldgesetzes wohl zu dem Personenkreis gehörst, der davon ausgeschlossen ist.

Warum? Weil Dir dem Grunde nach Berufsausbildungshilfe (BAB) in der betrieblichen Erstausbildung zustehen könnte & bei BAB eine Mietpauschale enthalten ist.

Wobei bei BAB auch der Elternunterhalt vorrangig ist & man daher tatsächlich das Einkommen beider Eltern bei der Antragsstellung angeben muss.

Solltest Du auch während der Ausbildung diesen Unterhalt von Deinem Vater erhalten, steht Dir aber eher kein BAB mehr zu & Du müsstest mit Deinen Einnahmen auskommen.

Nur grob überschlagen sind 605 € brutto ca. 460 € netto, dazu noch der genannte Unterhalt plus Kindergeld, da wären wir bei über 900 € pro Monat.

Theoretisch könnte es sogar passieren, dass Dein Vater seinen Unterhalt noch kürzen kann, da Dein Bedarfssatz, der Dir lt. Düsseldorfer Tabelle in etwa zusteht, niedriger (670 € bzw. 760 €) ist...

Einen Wohngeldanspruch hat ein Azubi in der Regel nicht.

Als Azubi würde dir ggf. BAB zustehen, aber nur, wenn dein Einkommen + Kindergeld deinen "unterhaltsrechtlichen Bedarf" nicht vollständig decken würden und die Eltern (beide sind ab Volljährigkeit barunterhaltspflichtig!) dir den deshalb zustehenden Unterhalt nicht in voller Höhe zahlen könnten.


Dein "unterhaltsrechtlicher Bedarf" als Azubi liegt bei insgesamt 670 Euro, wenn du nicht mehr im Elternhaus leben kannst - ansonsten in der Regel meist darunter, das ist abhängig vom Einkommen beider Eltern zusammen.

Von diesem "Bedarf" musst du alle deine Lebenshaltungskosten bestreiten, also deine Verpflegung, Unterkunft, Strom, Telefon, Kleidung, Freizeit etc....

Wenn du 605 Euro brutto verdienst, so entspricht das ca. 480 Euro netto.

Dein Einkommen wird - wie oben beschreiben - auf diesen Bedarf angerechnet (abzüglich eines Freibetrages vom 90 Euro für Fahrtkosten etc...), ebenso das Kindergeld. Sollte sich dann noch eine Differenz > 0 zum Bedarf ergeben, entspricht dieser dem Anspruch auf Unterhalt, den die Eltern dir dann leisten müssten - jeder einen Anteil davon (je nach Höhe seines Einkommens).

Bedarf 670 Euro - Einkommen (480-90=) 390 Euro - Kindergeld 184 Euro = 96 Euro

Du hättest also maximal noch Anspruch auf 96 Euro Unterhalt - von beiden Eltern zusammen - aber nur, wenn du nicht mehr bei der Mutter leben kannst. Würdest du noch bei ihr wohnen (können), stünde dir weniger oder garnichts mehr zu.

Also nur, wenn du nicht mehr bei der Mutter leben könntest und die Eltern dir die insgesamt 96 Euro nicht zahlen könnten, hättest du Anspruch auf BAB, wovon du dann zusammen mit Einkommen und Kindergeld neben den anderen notwendigen Dingen auch deine Unterkunft finanzieren müsstest.....

Zuerst würde ich mir mal als Azubi eine angemessene Unterkunft suchen oder sind bei euch 500 € Warmmiete die Regel für einen 1 Personen Haushalt ?

Wohngeld steht dir als Azubi oder Student nicht zu,wenn du dem Grunde nach Anspruch auf BAB - oder - Bafög - hast.

Bei 605 € Bruttoeinkommen solltest du ca. 480 € Netto bekommen + 184 € Kindergeld + 292 € Unterhalt = ca. 956  € pro Monat.

Selbst wenn ich davon die in der Regel anfallenden 90 € Pauschale für Aufwendungen wegen der Ausbildung abziehe,hättest du noch ca.866 € pro Monat.

In der Regel steht einem Azubi / Student in eigener Wohnung / WG - ein Unterhaltsbedarf von 670 € pro Monat zu,du hast also schon ca. 200 € mehr,als es in der Regel der Fall ist.

Dir würde dann auch kein BAB - von der Agentur für Arbeit mehr zustehen,weil du deinen Bedarf mit diesem Einkommen schon decken kannst.

Was dir von deinen Eltern an Unterhalt zusteht musst du schon selber mit ihnen klären bzw.dein Anwalt es klären lassen und wenn der bis jetzt nichts auf die Reihe bekommen hat,dann würde ich mir mal einen suchen der sein Handwerk versteht.

Leider gibt es bei mir in 15 KM keine Wohnung die unter die 480€ warm kommt. Schon allein mein Monatsticket für Bus und Bahn kostet 130€, da mein Arbeitgeber es nicht übernimmt. Es ist schon alles sehr sehr knapp bei mir finanziell, neue Kleidung oder Freizeitaktivitäten klappen leider überhaupt nicht...

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@AnnikaLenaF

Man könnte ja auch versuchen in einer WG - ein Zimmer zu bekommen !

Sollte das nicht möglich sein,dann würde ich trotzdem mal einen Antrag auf BAB - bei der Agentur für Arbeit stellen,dann wirst du sehen ob noch ein Anspruch besteht oder nicht,denn da werden auch deine Fahrkosten berücksichtigt.

Allerdings müssen die Eltern dann ihre Einkommensverhältnisse offen legen und du musst deines auch angeben und nachweisen.

Aber selbst wenn du einen Ablehnungsbescheid auf Grund des Einkommens bekommen solltest,kannst du dann als letzte Möglichkeit noch einen Antrag auf einen Mietzuschuss zu deinen ungedeckten KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) beim Jobcenter stellen.

Sollte dann noch ein Bedarf bestehen,dann könntest du diesen Mietzuschuss bekommen,bis auf Höhe der angemessenen KDU.

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Jobcenter Antrag bis Geburt nicht bearbeitet und nun wollen sie seltsame auskünfte!

Hallo,

Um die frage zu verstehen, ich war bis vor kurzem noch azubi, also geringverdiener, und bin schwanger geworden, und hab beim amt einen antrag auf einmalige (!!!) Beihilfe gestellt für kindererstausstattung. Ich wollte keine monatlichen leistungen oder sonstiges.

So, die kleine ist ende Juni jetzt zur Welt gekommen, märz hatte ich den antrag eingereicht, dann passierte einen monat nichts, dann wollten sie april, die gehaltsnachweise für märz, dann wieder nichts und april, juni das gleiche spiel, wo ich die bescheinigung für das mutterschutzgeld abgegeben habe.

Dann hatte ich schon einen megahals, weil ich das eine frechheit fand, dass sie immer einfach einen monat gewartet haben

dann ging es auch los, auskunft über den vater, ich hab gesagt der ist im auslandseinsatz und kann nichts zahlen, etc. weil er gar nicht im land ist und für den antrag sei es wohl auch nur von relevanz, wenn er bei mir wohnt, tut er ja nicht, aber sie schickten mir eine anlage über auskünfte zu mitbewohnern, die ich dann unausgefüllt zurückgegeben habe, und gesagt habe ich wohne alleine, dann kam er wieder und ich hab ihn abgegeben mit den angaben name ist niemand, und verdienen tut er nichts, weil er niemand ist!

Und weil ich dann so sauer war, das die kleine auf der welt war und immer noch nichts passierte, hab ich auch erstmal ne woche gewartet bis ich die geburtsurkunde hingeschickt habe, nachdem also 2 monate dann nichts mehr passiert war, kam dann innerhalb einer woche ein brief, dass sie ja nun mehr angaben bräuchten, nun wollen sie gehaltsnachweise für nach der geburt und auskunft über das kind, ob sie spezialnahrung braucht und schon einen kindergartenplatz hat und angaben zum vater über unterhaltszahlung etc.

Nochmal ich habe Kindererstaustattung beantragt, vor der Geburt! Wozu sind diese auskünfte dann überhaupt relevant? Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter, ist das überhaupt legitim was die mit mir machen?

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450,- € Job auf Unterhalt angerechnet?

Guten Tag liebe Community,

ich habe eine Frage bezüglich Unterhalt und inwiefern ein 450,- € Job darauf angerechnet wird. Hier erstmal meine Situation:

Ich bin 18 Jahre alt und werde ab dem 15.3 eine eigene Wohnung beziehen. Meine Einkünfte setzen sich aus Unterhalt, lediglich von meinem leiblichen Vater, sowie Kindergeld und einer geringfügigen Beschäftigung zusammen. Meine Mutter ist nicht zahlungsfähig.

Da jedoch zum 18. Geburtstag mein Titel auf Unterhalt auslief (ja früher wurden diese bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beschränkt) muss ich, da mein leiblicher Vater keine Auskünfte gibt und alles bisher über eine Lohnpfändung lief, mir den Titel noch einmal einklagen. Dazu brauchte mein Anwalt natürlich auch meine Finanzen. Dieser meinte, dass es sein kann, dass mir mein 450,- € Job, auf dessen Gehalt ich natürlich angewiesen bin, angerechnet wird. Ich bekomme rund 450,-€ Unterhalt (Vater) sowie rund 220€ Kindergeld und bin dann bei 670€ im Monat ohne die geringfügige Beschäftigung. Es kann also mit diversen Ausgaben, welche man mit der ersten Wohnung hat, gut und gerne knapp werden.

Nun wollte ich fragen, ob jemand gescheit genug ist, um zu wissen ob, und wenn ja, wie mein Einkommen angerechnet wird. Spielt es da eine Rolle, dass ich nur von einem Elternteil Unterhalt beziehe?

Ich kann das selbst noch nicht sagen, da vermutlich, bis der Prozess mit dem Unterhalt gewonnen ist, schon Mitte April ist und ich da erst alles nachgezahlt bekomme, was bis dato ausfiel an Zahlungen.

Mit freundliche Grüßen Oliver

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