Wie viel Wahrheit ist in Ordnung?

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6 Antworten

Hallo,

klasse,dass du den weiten Weg hinter Dich gebracht hast und Deine Depressionen überwinden konntest.

Sei stolz darauf !

Ich seh das so: Als medizinische Fachangestellte hast du mit Menschen zu tun und im Umgang mit Ihnen solltest du eine gewisse Empathie haben.

Lebenserfahrung-auch wenn sie nicht immer rosig ist, kann hier nur hilfreich sein. Es gibt mit Sicherheit Personalchefs,die das ähnlich sehen werden.

Du triffst eigentlich für Dich mit Deiner Offenheit bereits die Vorauswahl,denn ein Chef,der Dich versteht und Deinen Lebensweg soweit akzeptieren kann, ist ganz bestimmt der bessere Chef und ich gehe davon aus,dass auch hier ein mitmenschlicheres Klima in dem Betrieb herrschen wird als in einem, wo sehr viel Wert auf "reibungslos" gelegt wird.

Vielleicht ist es schwieriger  in so einen Betrieb zu kommen-aber diese Zeit würde ich mir, an Deiner Stelle, auch geben.

Zudem überzeugst du nicht bei schriftlicher Bewerbung,sondern beim persönlichen Vorstellungsgespräch-und hier sicherlich mit Sympathie und Stärke,die du ganz sicher hast.

Ich wünsche Dir den Betrieb,wo du Dich rundum wohlfühlen darfst.

Alles Liebe!

Vielen vielen Dank für deine Antwort. In der Bewerbung selbst habe ich dazu nichts geschrieben. Hab gerade die erste Antwort bekommen und hab am Freitag mein erster Vorstellungsgespräch. Ich guck mal wie ernst die Person ist und dann entscheide ich glaub ich wie ich dass sage bzw ob ich das sage. Sollte gefragt werden, werde ich wahrscheinlich einen Teil erzählen. 

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@Saaaywhat

Ich drücke Dir fest die Daumen,dass du die Stelle für Dich findest,die zu Dir passt!

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letztendlich kann man dir keine lösung anbieten, die immer ziehen wird.

der gleiche satz kann bei verschiedenen menschen ganz unterschiedliches auslösen.

ich finde, man sollte sich überlegen, womit man sich selber wohl fühlt- was willst du also von dir preisgeben? was darf dein zukünftiger chef/ deine kollegen von dir wissen und was nicht?

überlege dir ein paar sätze zu der frage, hinter denen du stehst. und wenn dann eine negative reaktion kommt, ja dann ist der job nicht der richtige für dich.

oft geht es auch nicht um die antwort an sich (den inhalt), sondern wie man damit umgeht: steht man dazu, wirkt man dabei selbstsicher, fühlt man sich schnell angegriffen oder kann man gelassen bleiben, hat man aus der situation einen gewinn z.b. in form von charakterbildung gezogen?

mich hat mal einer provokant nach einer lücke im lebenslauf gefragt, so als obs die nicht geben dürfte. ich habe ihn freundlich angeschaut und ganz cool gesagt "da war ich arbeitslos", als ob es was ganz normales wäre (wie es ja auch ist) - und konnte sehen, wie er in einer flaute angekommen war, der wind aus seinen segeln war futsch.

Hey vielen Dank für deine liebe Antwort :)  Natürlich gibt es kein Geheimrezept, aber vielleicht einen kleinen Anhaltspunkt. Aber du hast mir auf jeden Fall schon unheimlich geholfen 

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Hallo Saaaywhat

Wenn die Frage auftaucht kannst du sagen, dass du in dieser Zeit sehr gerne eine Ausbildung gemacht hättest, es dir aber nicht möglichwar aufgrund von einer langen Krankheit. 

Ich denke nicht, dass da noch jemand nachfragt. Und wenn doch, würde ich einfach sagen dass es ziemlich starke Depressionen waren. Von der Obdachlosigkeit würde ich an deiner Stelle nichts sagen. Das geht wirklich keinen was an, und auch wenn du nichts dafür kannst, kommt das nicht gut. 

Ich wünsche dir viel Glück! Überzeuge sie einfach, dass du die Ausbildung wirklich willst. 

Liebe Grüße

Danke für deine Antwor :) Werd ich machen 

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Das ist in der Tat nicht so ganz einfach zu klären aber ich würde mir überlegen ob ich nicht wirklich mit der vollen Wahrheit daher komme.

Depressionen sind leider wirklich ein Thema was gerne tot geschwiegen wird aber das bringt nicht viel und geholfen ist damit niemanden. Wenn Du mit der ganzen Wahrheit ins Gespräch gehst könnte das auch als positiv ausgelegt werden. Das zeigt auch, dass Du Biss hast und in der Lage bist mit schweren Situationen klar zu kommen. Du bist nun an dem Punkt angelangt wo Du Dein Leben wieder in eine ordentliche Bahn gelenkt hast und nun Deine Zukunft planst.

Falls es mit einer Ausbildung nicht klappt überlege, ob Du nicht vielleicht das Abitur in dem Bereich nachholen willst. Das ist für spätere Bewerbungen dann auf jeden Fall wieder vorteilhaft und mit dem Abi eröffnen sich dann auch wieder ganz andere Türen. Vielleicht Studium oder Beruf mit guten Aufstiegschancen etc.

Von mir auf auf jeden Fall ein großes Lob, dass Du diese schwere Zeit gemeistert hast. Meinen vollen Respekt hast und das sehen vielleicht auch Personalleiter so. Das ist aber wirklich eine 50-50 Chance (den einen schreckt es ab und den anderen imponiert das) ABER in meinen Augen kannst Du mit der ganzen Wahrheit rausrücken.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg, Du wirst für Dich schon die richtige Entscheidung treffen

Danke für eine liebe Antwort. Es ist wie vor Gericht: "gesteh" ich und nehme die mögliche Konsequenz in Kauf, oder erzähl ich nicht ganz die Wahrheit und bekomme dass was ich möchte. Nach den ganzen Antworten bis jetzt, denke ich mal dass ich das nach Gefühl mache. Je nachdem wie der Personalleiter, bzw der Arzt in der Praxis drauf ist. Was ist das für ein Typ ist.

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@Saaaywhat

Am Freitag hab ich auf jeden Fall schonmal das erste Vorstellungsgespräch :)

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Erst mal Glückwunsch, dass du die Depression überwunden hast.

Ich denke du bist auf einem guten Weg. Wichtig ist, dass es DEIN Weg ist.

WAS du angibst, sollte der Wahrheit entsprechen. Es steht dir aber frei nicht alles preiszugeben.
Obdachlosigkeit könnte man auch mit persönlichem Orientierungsprozess beschreiben. Die Depression und besonders die Bewältigung dieser kann durchaus positiv dargestellt ein Pluspunkt sein. Das bedeutet, dass du dich mit deinem Problem identifiziert hast und auch Hilfe in Anspruch genommen hast um es zu bewältigen. Das ist in meine Augen Stärke.

Das würde ich nicht verschweigen.

Danke dir :) Ich bin auch am überlegen zu sagen, dass ich psychische Probleme hatte die aber erfolgreich "bezwungen" habe. Dass ich dadurch in meiner Persönlichkeit gereift bin, erwachsener geworden bin, einfach dadurch, dass ich die meiste Zeit ( noch ohne Therapie) auf mich selbst gestellt war. Dass ich dadurch weis was ich will und wohin ich in meinem Leben möchte.

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@Saaaywhat

Ja, das klingt nach Motivation mit Blick nach vorn.

Das mit dem auf sich selbst gestellt sein ist gut, weil es bedeuten kann, dass du auch unter Belastung selbstständig arbeiten kannst. Es sollte aber nicht so dargestellt werden, dass du nicht teamfähig wärst. Teamfähigkeit ist eine gefragte Eigenschaft.

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@taunide

Teamfähig bin ich. Im ersten Jahr von dem Fachabitur musste ich ein Jahr Praktikum machen, wo Teamarbeit gefragt war. 

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Hallo,

also ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Personaler deine Geschichte abschrecken wird. Ich bin selber im Personalbereich tätig, aber ich beurteile die Menschen nicht danach. 

Sondern an dem, wie motiviert Sie wirken und was sich auf dem fachlichem Gespräch ergibt (Wie gut ist jemand für diese Stelle qualifiziert).

Es stimmt, Depression ist ein Tabuthema, obwohl du Nichts dafür kannst. Der Personaler wird dich als "Risikokandidatin" einschätzen - er wird denken, dass du oft krank sein wirst bla bla bla.

Auf der einen Seite kannst du natürlich ehrlich sein, wenn du dann diese Stelle trotzdem bekommen solltest, wirst du immer ein gutes Gewissen haben und wissen, dass deine Firma weiterdenkt.

Auf der anderen Seite kannst du es bei den familiären Problemen belassen und dir was dazu dichten. 

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Erfolg.

Vielen vielen Dank für deine liebe Antwort :) Ich werd auf jeden Fall dran denken

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