Wie viel verdienen Psychologen und können Lehrer in jede Stadt versetzt werden?

3 Antworten

Als Lehrer kannst du nicht in jede Stadt versetzt werden, meistens nur innerhalb deines Bundeslandes und wenn du verheiratet bist und/oder Kinder hast noch nicht mal das. Das liegt daran, dass das Studium je nach Bundesland anders abläuft. So darf z.B. jemand der in NRW studiert hat nicht einfach in Bayern arbeiten.

Wie viel du verdienen kannst hängt von sehr vielen Faktoren ab - von deiner Erfahrung, deinem Engagement, deiner Flexibilität, deinem Wohnort/ Region usw. Vom Gehalt würde ich die Berufsentscheidung aber nicht abhängig machen, aber sowohl als Lehrer als auch als Psychologe musst du später höchstwahrscheinlich nicht am Hungertuch nagen ;).

Psychologie: Damit kann man wirklich sehr viele verschiedene Berufe machen, von Personalmanagement über Marketing bis hin zu Therapie. Ich nehme aber mal an, dass dich Therapie interessiert? Da kommt es darauf an, ob du in einer Klinik oder in einer Praxis arbeitest und in der Klinik welchen Posten du besetzt. Vielleicht hilft dir ja diese Seite weiter: http://www.bdp-verband.de/beruf/gehalt.shtml. Um in einer Praxis arbeiten zu können, musst du eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an dein Studium anschließen. Um in der Klinik zu arbeiten, ist das zwar nicht notwendig, schmälert deine Chancen auf einen Arbeitsplatz aber definitiv nicht. Die Ausbildung dauert 3 bis 5 Jahre und ist sehr teuer (man kann das Geld durch seine Praxisstunden in der Klinik wieder reinkriegen, aber dann kommt man am Ende bei plus minus null wieder raus, hat also mit Studium insgesamt zwischen sieben und zehn Jahren ohne Einkommen vor sich. Alternativ kann man auch Medizin studieren, denn in der Facharztausbildung zum Psychiater oder Psychotherapeuten verdient man bereits Geld, aber nur aus pragmatischen Gründen Medizin zu studieren, halte ich für eine schlechte Idee... es ist nämlich ein sehr anstrengendes, zeitaufwändiges Studium mit vielen verschiedenen Fächern und Psychotherapie macht nur einen Bruchteil des Studiums aus. Wenn das also wirklich das einzige ist, was dich interessiert, lohnt sich ein Psychologiestudium mehr.

Beim Lehramt kannst du nur innerhalb eines Bundeslands zwangsversetzt werden (wenn du also in deiner Studienstadt bleiben willst, solltest du in Berlin oder Hamburg studieren ;)... vllt auch Bremen, aber da könntest du noch in Bremerhaven landen). Du hast aber immer auch die Möglichkeit, dich selbst bei einer Schule zu bewerben und von dieser dann angefordert zu werden. Es ist also auch prinzipiell möglich, in einem anderen Bundesland als dem, in dem du studiert hast, als Lehrer zu arbeiten- das ist nicht hürdenlos, aber möglich.

Da Psychologen in über 200 sehr verschiedenen Berufen arbeiten, kann man die Frage nach dem Verdienst nicht beantworten.

Wenn du in einer psychiatrischen Klinik arbeiten willst, dann wäre ja ohnehin zunächst viel eher von einem Medizinstudium mit anschließender Facharztweiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie oder/und Psychosomatik und Psychotherapei zu denken. Da du schreibst, du willst in einigen Jahren studieren, bleibt noch zu sagen, dass das Modell, dass Psychologen mit einer klinischen Ausrichtung Psychotherapeut werden können, ein Auslaufmodell ist, es soll noch bis Oktober 2013 abgeschafft sein.

"das Modell, dass Psychologen mit einer klinischen Ausrichtung Psychotherapeut werden können, ein Auslaufmodell ist, es soll noch bis Oktober 2013 abgeschafft sein."

das wäre mir neu - wo hast du das denn gelesen? Der Beruf ist nach wie vor sehr gefragt und genau Oktober 2013 finden auch wieder viele Weiterbildugnen statt; Und die meisten Psychotherapeuten sind atm psychologische psychotherapeuten oder im Falle von Kinder- und Jugendpsychotherapeuten auch Pädagogen; klar gibt es auch Ärzte die klassische Psychotherapie anbieten (bzw. wird das vllt sogar etwas zunehmen), aber die sind momentan dahingehend noch in der Unterzahl.

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@kayo1548

Seit 2008 hat das BMG vertreten, dass es einen eigenständigen akademischen Beruf des Psychotherapeuten wünscht. Das war eine Entscheidung auf Basis des Forschungsgutachtens zur Psychotherapeuteausbildung, die so tatsächlich auch nicht haltbar ist. Da September/Oktober 2013 Bundestagswahlen sind, das BMG dies aber noch davor bzw. zum Ende der Legislaturperiode regeln möchte (was wegen der Inkompatibilität von PsychThG und Folgen des Bologna-Prozesses nun auch dringend notwendig ist), ergibt sich, dass nach derzeitigen Planungen notgedrungen bis Oktober 2013 gegen alle Widerstände das PsychThG novelliert und der Beruf des Psychotheerapeuten gesetzlich (neu) geregelt wird. Informationen (leicht über Google zu finden) gibt es seit 2008 regelmäßig. Hier ein zuusammenfassender Link, wennn auch nicht ganz up to date: http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Novellierung/Direktausbildung/

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