Wie viel Unterhalt steht einem 18-Jährigen zu?

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3 Antworten

Da nur das Einkommen deiner Mutter herangezogen werden kann, hast du tatsächlich einen an der "Düsseldorfer Tabelle" angelehnten "unterhaltsrechtlichen Bedarf" von 594 Euro (in dem das Kindergeld bereits eingerechnet ist).

  • Von diesem Bedarf sind alle deine notwendigen Lebenshaltungskosten zu decken, also deine Verpflegung (+ Hygineartikel, Reinigungsmittel) und deine Unterkunftskosten (anteilige Miete, Strom)... 
  • Dienstleistungen wie Wäschewaschen, Kochen, Putzen.... sind darin noch nicht enthalten - diese braucht die Mutter nun nicht mehr für dich erledigen, jedenfalls nicht kostenlos...

Deine Mutter ist dir zwar barunterhaltspflichtig, aber solange du bei ihr lebst bzw. leben kannst, bräuchte sie dir gar kein Bargeld geben, sondern könnte dir den Unterhalt in Form von Verpflegung und Unterkunft gewähren - und auch das Kindergeld mit dazu verwenden....

Eure Regelung ist daher in Ordnung, denn ein Mobilfunkvertrag o. ä. Kosten sind in dem "Bedarf" noch nicht enthalten, die müsstest du ggf. aus einem Nebenjob finanzierten....

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Kommentar von DFgen
21.11.2016, 08:06

Jetzt habe ich ja ganz übersehen, dass du bereits ein eigenes Einkommen erzielst - das wird auf deinen Bedarf natürlich mit angerechnet.

Das bedeutet:

  • Nach Abzug einer Fahrtkostenpauschale von 90 Euro bleiben dir noch 390 Euro eigenes anrechenbares Einkommen.
  • Zuzüglich Kindergeld ergibt sich ein Betrag von 580 Euro.
  • Von der Mutter hättest du also nur noch Anspruch auf Unterhalt in Höhe der Differenz zu deinem Bedarf - das wären ganze 14 Euro.

Die Mutter ist dir gegenüber hier also mehr als großzügig.

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Wenn Du bei Deiner Mutter wohnst, steht Dir kein Unterhalt von ihr zu.

Über 18 und alleine wohnend stünden Dir 735€ inklusive Kindergeld zu.

90€ Deines Gehalts werden nicht auf den Unterhalt angerechtet.

735€ - 190€ Kindgeld - 390 € Gehalt = 155€

Die 155€ werden nach Gehaltshöhe gequotelt von beiden Eltern bezahlt.

Wenn Dein Vater arbeiten geht, dann bekommt er einen Freibetrag, dann kann er auch während der Insolvenz Unterhalt zahlen.

Von diesen 735€ sind Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon, Nahrung und Kleidung zu zahlen.

Wenn Du noch bei deiner Mutter wohnst, steht Dir von ihr kein Unterhalt zu.

Das Gehalt Deines Stiefvaters spielt hier überhaupt keine Rolle, er schuldet Dir keinen Unterhalt.

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Das stimmt dir stehen 594 minus 190 kindergeld zu wären 404 euro. Plus 90 euro für aufwendungen. Das wäre 494 euro dein Bedarf . Damit denkst du deinen Bedarf fast selber. Also müsste deine Mutter dir nix groß geben. Du müsstest ihr sogar was zur Miete geben usw. Aber wenn ihr ausmacht du holst dein zeug von deinem Geld dann brauchst du ihr vielleicht nix dazu geben. Das müsst ihr klären. Denn sie muss wenn du Zuhause wohnst kein barunterhalt leisten sondern Naturalien. Essen und wg usw. Wie ihr das Geldlich klärt liegt an euch

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