Wie viel Unterhalt muss man(N) zahlen?

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6 Antworten

Wie viel Kindesunterhalt und Unterhalt für meine Freundin muss ich unterm Strich zahlen? Bei 1607 Euro Netto zahlen Sie den mindestens Mindestunterhalt für 1 Kind in der Altersstufe 1. Das sind derzeit 314 Euro. Ihnen verbleiben somit 1293 Euro. Ihr Selbstbehalt ist damit gewahrt. Gegenüber ihrer Exfreundin besteht ein Selbstbehalt von 1100 Euro. Zur Debatte stehen also 193 Euro Unterhalt für ihre Exfreundin, falls diese kein Einkommen erwirtschaftet.

Ihre o.g. Unkosten sind nicht abzugsfähig.

So wird das mit deiner Rechnung nichts !!! Zuerst einmal zählt dein Nettoeinkommen ohne das was du schon abgezogen hast,was du an deine Eltern zahlst.Also wenn du ca. 1600 € Netto bekommst,müsstest du laut Düsseldorfer Tabelle 333 € zahlen,davon kannst du das hälftige Kindergeld abziehen,also 184 € : 2 = 92 €,du müsstest also noch 241 € Unterhalt für dein Kind zahlen.Zieht man das von deinen 1600 € Netto ab,bleiben dir noch ca. 1360 € übrig,davon musst du mindestens 160 € an die Kindsmutter als Betreuungsunterhalt zahlen und das bis zum 3 Lebensjahr des Kindes.Mit Mehrbedarf für Aufwendungen für deine Arbeit,wie Fahrkosten,stehen dir insgesamt ca. 1100 € Netto zu,darin ist schon Miete und alles weitere enthalten,sollte die Miete höher liegen oder noch zwingende Abzahlungen für Wohnung oder Haus gemacht werden müssen,könnte das zusätzlich geltend gemacht werden.Deine Freundin kann dann nur einen Antrag auf dem Jobcenter stellen um noch etwas zu bekommen,falls ihre Einkommen nicht ausreichen.Dann wirst du automatisch vom Jobcenter angeschrieben und musst deine Einkommensverhältnisse offen legen,die rechnen dir das dann schon aus,was du noch genau zu zahlen hast und was du zusätzlich absetzen darfst.

Das ist mal eine richtig gute Antwort! Vielen Dank!

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Also zuerst einmal, dir stehen mindestens 1000 Euro als Selbstbehalt zu, dazu noch evtl. Fahrkosten zur Arbeit (Jahresfreibetrag: 20km x 230 Tage x 0,30 Cent = 1380 /12 = 115 Euro), wobei die 1000 Euro bereits normale Fahrkosten eine AN beruecksichtigen(sonst hat man nur einen Selbstbehalt von 800 Euro). Darunter geht nichts. Was Du persoenlich fuer Unkosten hast, interessiert niemanden, die sind ja in den 1000 Euro drin, also die 500 Euro fuer die Eltern davon abziehen, das geht schon mal nicht. Es ist eher umgekehrt, evtl. wird einem das guenstige Wohnen noch angerechnet und man kaeme dann sogar unter die 1000 Euro.

Aber so was waere immer eine Einzelfallentscheidung des Richters. Auch der Betrag laut Duesseldorfer Tabelle geht davon aus, dass man noch eine Frau und zwei Kinder (also 3 Personen) zu versorgen hat, der Kindesunterhalt koennte daher auch etwas erhoeht werden (eine Stufe hoeher per Duesseldorfer Tabelle evtl). Die Unterhaltsfestsetzung und Errechnung fuer das Kind macht das Jugendamt (kostenfrei). Wenn ich die Duesseldorfer Tabelle lese, dann komme ich allerdings bei Stufe 2 (ueber 1500 netto) schon mal auf 333 Euro Unterhalt fuer das Kind. Ich weiss nicht, wo die 240 Euro herkommen (vom Unterhaltsvorschuss? Da wird das Kindergeld haelftig abgezogen, beim Unterhalt der unteren Kategorien aber nicht, bei den hoeheren Kategorien aber schon).

Keiner will von Dir irgendwelche Nachweise ueber deine Ausgaben, es interessiert nur dein Netto fuer den Unterhalt.

Deiner Freundin bist du Minimum die ersten 3 Jahre auch zu Unterhalt verpflichtet, da werden ihr Einkommen aber auch mit beruecksichtigt. Das muss aber auch erst errechnet werden. Das koennte ein Anwalt beispielsweise tun und ein Gericht notfalls bestaetigen. Das ist so einfach nicht zu sagen.

Wie waere es, wenn deine Freundin erst mal zum Jugendamt ginge zusammen mit Dir und deinen Gehaltsnachweisen, die dann den Unterhaltsbetrag (ich wuerde mal sagen 333 Euro) festlegen fuer das Kind. Deine Freundin koennte dann noch Kinderzuschlag beantragen und Wohngeld. Reicht das nicht aus, dann muesste sie Hartz IV beantragen, dann waere aber moeglicherweise die Wohnung auch zu teuer und sie muesste umziehen.

Selbst wenn sie dich dann auf Unterhalt fuer sich verklagen wuerde, wuerden ja wohl kaum mehr als 200 Euro rauskommen, wenn ueberhaupt, das reicht zum Leben dann ja eh noch nicht. Wenn das Kind dann etwas aelter ist, kann sie ja wieder arbeiten gehen, dann geht es mit dem Geld.

Ein Kind bedeutet immer weniger Wohlstand und Einschnitte, das muss jedem klar sein, der ein Kind bekommt. Die meisten Muetter fangen auch nicht wieder so schnell zu arbeiten an, weil es so lustig ist oder wegen der Karriere, sondern weil sie das Geld brauchen.

ok, sehr viele Hilfreiche Infos. Dann werden wohl der nächste Schritt sein zum JA zu gehen und mit denen dsa ganze Thema mal durchzukauen.

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@denels231

ja, ihr koennt auch gemeinsam zum Jugendamt (vorher Termin machen am Besten) und Du bringst deine Gehaltsnachweise der letzten Monate gleich mit. Die koennen ein Dokument ausstellen, das rechtsgueltig ist und wo Du dann unterschreibst, dass Du das anerkennst. Dann ist der Kindesunterhalt erst einmal geregelt.

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Wie viel Geld Du wofür... im Monat "brauchst" bzw. ausgibst, ist erst einmal irrelevant.

Als Kindsvater bist Du Deinem Kind zum Unterhalt verpflichtet und der Mutter bis zum dritten Geburtstag des Kindes zum Betreuungsunterhalt (wenn sie ihren "Bedarf" nachweisen kann...)

Dir steht ein "Selbstbehalt" zur Verfügung, von dem Du alle Deine Ausgaben bestreiten musst (Nahrung, Kleidung, Miete, Strom, Telefon, Auto-Kosten etc....)

Gegenüber dem Kind hast Du einen Selbstbehalt von 1000 Euro, der gegenüber der Kindsmutter beträgt 1100 Euro.

(Das bedeutet, dass Du der Kindsmutter selbst erst zum Unterhalt verpflichtet wärst, wenn Dir nach Abzug des Kindesunterhaltes mehr als 1100 Euro verblieben.)

Die Höhe des Kindesunterhaltes ist abhängig vom Alter des Kindes und Deinem "unterhaltsrelevanten Einkommen" (UE).

Das UE wird ermittelt anhand Deines (Netto-) Einkommes (inklusive Weihnachtsgeld, Zulagen etc...), von dem Du dann die "berufsbedingten Aufwendungen"(Fahrten zur Arbeit ...) abziehen kannst.

Die Zahlung an deine Eltern liegt ja im Rahmen. Dafür könntest du ja gar nicht alleine leben.

Diese Zahlungen sollten aber belegbar über Konto laufen,

Ansonsten sagt die Düsseldorfer Tabelle, was du zu zahlen hast.

Deine Freundin wird wohl aufstockend AlG 2 beantragen MÜSSEN, evtl. Unterhaltsvorschuss.

Beide Behörden werden dann an dich heran treten, und du musst deine Vermögens- und Einkommensverhältnisse offen legen.

Außer den Lebenshaltungskosten und die täglichen Fahrten zur Arbeit wird dir NICHTS anerkannt.

Handy, Muckibude usw. kannst du dir nur leisten, wenn du deinen Unterhaltspflichten nachgekommen bist, und dann etwas übrig hast.

Deine Überlegungen bzgl. des Staates hättest du anstellen sollen, BEVOR ihr ein Kind in die Welt setzt.

Warum wir das Amt (ALG2) an mich herantreten? Dachte ich bin nur für das Kind pflicht und dann bis 1100 selbstbedarf ( also 500€ gehen an Sie ) der Rest was fehlt muss/soll vom Amt kommen.

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@denels231

So lange die Mutter nicht arbeiten kann, hat sie Anspruch auf Betreuungsunterhalt. (also bis zum vollendeten 3. Lebensjahr des Kindes)

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Für Deine Freundin sieht es nicht gut aus, wenn sie immer gearbeitet hat und nun auf öffentliche Hilfe angewiesen ist, weil Du leider nicht für ihren Standard sorgen kannst.

Mit 400 € liegt sie knapp über dem Sozialgeld, also erhält sie dann nur Whg.geld... aber wahrscheinlich ohne Parkplatz und bei der Miete entscheiden die einzelnen Städte/Kommunen was angemessen ist...

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