Wie viel Unsicherheit kann man Kindern zumuten?

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23 Antworten

Liebe Sanne, es ist verständlich, dass ihr euch sehr viele Sorgen macht. Auch wenn beides behandelbar ist, besteht doch die Angst vor Folgen oder Komplikationen.

Den Kindern würde ich schon die Wahrheit sagen, nämlich dass die Diagnose noch nicht bekannt ist - das braucht manchmal mehr Zeit, wenn die Symptome vieldeutig sind.

Aber auch hier kannst du denen sagen, dass die sich keine Sorgen machen, weil sie von guten Ärzten behandelt wird und sie alles tun, damit die Behandlung so schnell wie möglich beginnen kann.

Und klar darfst du (solltest du) auch deine Hoffnung aussprechen: Alles wird gut! Das ist ein gutes Mantra (auch für dich), den solange nicht alles hoffnungslos schlecht ist, kann es wieder gut werden!

Ich wünsche dir viel Kraft und deiner Schwester baldige Besserung!

sanne172 20.06.2011, 19:27

Danke ♥

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Kinder haben ein sehr feines Gespür, sag ehrlich wir wissen es noch nicht, eure Mutter ist sehr krank und die Ärzte tun alles, dass es ihr wieder besser geht. Wenn das was du sagst, nicht mit dem übereinstimmt, was wirklich ist, ängstigt das die Kinder sehr. Sie müssen sich dann ihre eigene Geschichte zusammenreimen und fühlen sich sehr allein. Ich weiss es nicht, ist besser als Lügen. Tröste sie und beantworte ihre Fragen so gut du kannst. Sorge dafür, dass die Kinder im Moment viel schönes erleben und unternimm viel mit ihnen, das lenkt sie ab und tut ihnen gut. Alles Gute für euch alle und gute Besserung!

hallo sanne - ich lebe seit 21 jahren in asien und ich möchte dir folgende impulse geben

  • die chinesen sagen: schwitzen reinigt den körper, weinen die seele

gebe dir und den kinder den raum und die freiheit traurig zu sein, weil das schlimmste für sie im moment wohl gefühle sind, die sie nicht zum ausdruck bringe können....

  • bei den chinesen gibt es eine einfache formel: es gibt weisse und schwarze lügen - die weissen schaden niemanden, die schwarzen schon

ich denke so kannst du für dich und in der situation am besten angemessen beurteilen, was du den kindern sagen kannst oder was nicht

kinder brauchen sicherheit und geborgenheit - beides würden sie scheinbar mit dem verlust der mutter verlieren. wenn du das kannst, dann gebe ihnen einen klaren ausblick, das sie all das weiterhin in der familie erleben werden - schutz, geborgenheit und liebe -das kannst du ihnen, ohne das immer direkt sagen zu müssen, trotzdem nicht oft genug vermitteln (kleine anmerkungen helfen da sehr wie zb. in situationen wenn sie fragen ob sie dies oder das tun dürfen - und deine antwort lautet: aber klar doch du bist hier doch auch zu hause...)

das wirkt dann unterschwellig viel stärker - keine direkten gespräche sondern eher dieses subkutane... ein bissl hier ein bissl da was andeuten, die kinder verstehen sehr schnell und sind in einer solche situation natürlich sehr hellhörig....

die kinder fressen sich ihre seele vor angst auf - angst davor, nicht zu wissen was kommt. die angst, alleine gelassen zu werden oder zu sein. horror phantasien in richtung kinderheim, böse pflegeeltern usw usw.

diese ängste kannst du ihnen nehmen, indem du ihnen immer und immer wieder klar machst das sie nicht alleine sind und auch nie alleine sein werden - wie, habe ich ja schon angedeutet

in dieser hinsicht darf es für die kinder absolut keine unsicherheit geben - alles andere ist sorge um einen lieben menschen den man jeden tag das beste wünscht und das auch zusammen zb in form eines gemeinsamen motivationsspruch zusammen laut aufsagt - such dir was aus - bei wilhem busch oder bei anderen dichtern (auch in deiner abwandlung so das es auf die situation passt) - was lustiges, was aufhellendes - lass die stimmung nicht in den keller gehen, denn wenn es euch erwachsenen aufs gemüt schlägt, dann bricht es den kinder das herz - denn ihr seit der fels in der brandung - an dem sich die kleinen festhalten müssen können

ihr seit die letzte bastion - die letzte hoffnung - doch nur solange ihr den kopf hoch haltet und nach vorne schaut, solange haben die kinder auch hoffnung

sanne172 21.06.2011, 19:45

Herzlichen Dank für diese schöne Antwort.

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Liebe Sanne..habe vor einigen Tagen auch von einer schweren Erkrankung im engeren Umkreis erfahren und weiß, daß der Vater seinen Söhnen, die allerdings um einige Jahre noch älter sind, nicht die volle Wahrheit gesagt hat.

Für Kinder ist es schon schwer genug und zum anderen denke ich, daß sie mit der Wahrheit den tasächlichen Ernst der Lage noch nicht erkennen.

Versuch die richtigen Worte zu finden um sie nicht zu sehr zu belasten und sprich ihnen Mut zu, daß sich sicher wieder alles zum Guten für ihre Mutter wenden wird.

Ich drücke Dir für Deine Schwester die Daumen und wünsche ihr baldige Genesung.

sanne172 20.06.2011, 22:23

Lieben Dank

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Das ist natürlich keine einfache Situation, in der Du da gerade steckst. Man möchte niemanden verunsichern, aber eben auch keine falsche Sicherheit verbreiten, die auf sehr wackeligen Füßen steht.

Allerdings können Kinder meiner Erfahrung nach auch ganz gut damit zurechtkommen, dass einmal etwas unsicher ist, solange es dabei noch genug gibt, an dem sie sich (bildlich gesprochen) festhalten können.

Ich würde daher grundsätzlich davon abraten, den Kindern eine heile Welt vorzuspielen.Meist kommen sie dann nämlich ziemlich schnell dahinter, dass man sie angeschwindelt hat und dann haben sie tatsächlich ein Problem: Ihr seid dann keine vertrauenswürdige Informationsquelle mehr.

Da Ihr jedoch die einzige Informationsquelle seid, wissen sie überhaupt nicht mehr, was sie noch glauben und wem sie vertrauen sollen.So etwas führt zu vermehrter Unsicherheit und dazu, dass sie anfangen (müssen), zu selektieren und sich die fehlenden Stücke zusammenzureimen.Und wir wissen aus sämlichen Horrorfilmen: Das, was man sich selbst zusammenreimt und vermutet (ein 200m großes Monster hinter der Türe) ist weitaus schlimmer als das, was tatsächlich Sache ist (ein 2m großes Monster hinter der Türe).

Natürlich bringt es ebensowenig, sie die eigene Angst und Unsicherheit spüren zu lassen, auch damit ist niemandem gedient.Denn wenn schon die Erwachsenen verzweifeln, was sollen denn dann die Kinder machen?Ihnen bleiben dann nur zwei Möglichkeiten: Entweder alle Hoffnung aufzugeben, oder selbst die Rolle der erwachsenen Person zu übernehmen, die Tante zu beruhigen und das Leben für Euch mitzuorganisieren.

Beides ist nicht die Ideallösung für Kinder.

Seid ehrlich, was die Fakten betrifft, aber bleibt der Fels in der Brandung, der Baum, an dem sie sich halten können.

Sagt ihnen ruhig, dass es ihrer Mutter im Augenblick gar nicht gut geht und dass Ihr noch nicht genau sagen könnt, wie lange es dauern wird, bis wieder alles in Ordnung ist.

Auch die Dauer ihres Aufenthaltes bei Euch könnt Ihr einfach noch nicht voraussagen. Das ist zwar unangenehm, aber besser, als wenn Ihr sie immer wieder von Neuem vertrösten müsst.

Wichtig wäre in meinen Augen nur, dass Ihr Ihnen gleichzeitig das Gefühl gebt, im Chaos und in der Unsicherheit zusammenzuhalten und auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass alles auf die bestmögliche Art und Weise geregelt wird.

"Ich kann Euch momentan leider auch nicht sagen, wie lange Eure Mutter noch krank sein wird, das weiß niemand, **aber ** ich verspreche Euch, dass Ihr in der Zwischenzeit alles bekommt, was Ihr braucht, und dass wir, wenn Eure Mutter dann wieder nach Hause kann, gemeinsam eine Lösung finden werden, die für alle am besten ist!" wäre eine Aussage, mit der sie sich ernst genommen fühlen und gleichzeitig wissen, dass alle zusammenhalten, bis die schlimme Zeit überstanden ist.

sanne172 21.06.2011, 14:02

Vielen lieben Dank für diese Antwort.

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Ob alles wieder gut wird, kann keiner wissen. Ich wäre für die Variante "man weiß nichts genaues - aber wir wollen hoffen, dass alles wieder gut wird".

Unsicherheit sollte man Kindern eigentlich nicht antragen. Hier würde ich aber überlegen, was Sinn macht. Weckst Du schlafende Hunde und erzählst, dass es sehr schlimm sein kann und es ist letztendlich nicht so.... keiner weiß was dann in den Köpfen der Kids passiert. Ich kann nur aus meinem Bauch heraus antworten. Ich würde schon einräumen, dass die Schwester/Mutti krank ist und Hilfe braucht aber konkretisieren würde ich es noch nicht. Das würde ich offen halten bis die Diagnose endgültig gestellt ist. Besser die Kids haben den Kopf frei, denn dann begegnen sie der Mutti im KKH unbefangen und somit ist auch die Mutter erleichtert, keine weinenden Kids zu sehen. Bessert unter Umständen auch Ihren Willen wieder gesund zu werden. Aber letztlich kannst nur Du einschätzen was die Kinder an Wahrheiten vertragen. Alles Gute

sanne172 21.06.2011, 19:54

Danke schön.

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Es fällt mir schwer, dir etwas zu raten, aber bedenke bitte, dass die Phantasie bei Kindern eine weit wirksamere Kraft ist, als wir Erwachsenen uns das vorstellen, und wo wir uns mit Vernunftgründen beruhigen können, uns, gestützt auf unsere Erfahrung, von der Situation vielleicht ein Stück weit distanzieren können, begegnet den Kindern das alles viel unmittelbarer.

Es mag ja sein, dass eine Lüge moralisch verwerflich ist und du, sollte der schlimmste Fall wirklich eintreten, den Vorwurf deiner Nichten/Neffen, nicht ehrlich zu ihnen gewesen zu sein, wirst ertragen müssen, aber ich glaube, das Wichtigste ist jetzt, bei den Kindern Hoffnung und Zuversicht zu stärken, auch um den Preis einer Lüge.

Ich wünsche euch allen jedenfalls das Beste.

sanne172 20.06.2011, 20:07

Ich kann mich gut an meine Kindheitsängste erinnern - gerade der Gedanke, dass meiner Mama etwas zustoßen könnte, war mir unerträglich. Genau das ist der Grund, warum ich hier so zögerlich bin. Manchmal mögen Hoffnung und Zuversicht wichtiger sein als Offenheit und Ehrlichkeit.

Danke Dir für Deine Antwort und die guten Wünsche.

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  1. ich wurde auch einmal auf Hirnhautentzündung behandelt, nach 6 Wochen jedoch ging ein Geschwür im Ohr auf - ich schreibe Dir das, damit eventuell auch ein HNO-Arzt hinzugezogen wird. Ich hatte 6 Wochen hohes Fieber und konnte den Kopf nicht anheben.

  2. Du kannst Deine Sorgen ruhig mit den Kindern teilen, das ist auf jeden Fall ehrlicher, als wenn du sie beruhigst, wo es nichts zu beruhigen gibt. Versuche jedoch so sachlich, wie möglich dabei zu sein, und die Sorge als etwas Natürliches hinzustellen, weil man sich um einen geliebten Menschen im Krankheitsfalle immer sorgt.

sanne172 20.06.2011, 19:18

Danke Dir

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Mit welcher Offenheit könntest du denn den Kindern entgegentreten? Ihr wißt doch selbst noch nichts Genaues.Seid ehrlich,sagt den Kindern,daß die Untersuchungen noch nichts genaues ergeben haben.Gleichzeitig sollte man ihnen natürlich auch sagen,daß sicher alles wieder gut werden wird.Sie sind durch die Situation ohnehin schon sehr belastet.Deshalb muß man versuchen das Trauma so gut wie möglich abzufangen

Was ich hier noch nicht gelesen habe: habt ihr mal die Kinder gefragt? Was genau sie sich für Gedanken machen? Vielleicht haben sie eine eigene Phantasie, ein Ritual, was ihnen selber dazu einfällt. Oft sind Kinder sehr kreativ. Und das, was sie fragen oder sagen deutet darauf hin, was man ihnen erklären muss, und was nicht.

Schön, zu lesen, dass es noch Geschwisterverhältnisse gibt, wo so etwas an Hilfe möglich ist - bei uns würde das genau so laufen - aber leider ist das heute nicht mehr so selbstverständlich. Alles Gute euch allen!! Viel Kraft!! Blacky04

sanne172 21.06.2011, 20:08

Die Kinder möchten nur wissen, welche Krankheit ihre Mutter hat und vor allem, wann sie wieder nach Hause darf.

Vielen Dank für die lieben Wünsche.

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...ist ganz sicher eine Situation, in der es ganz viel Feingefühl erfordert - einerseits ehrlich und glaubhaft zu sein (diese kleinen Menschen spüren meist ohnehin meist, wenn man ihnen was vormacht); andererseits ihnen aber auch Sicherheit zu vermitteln. Und den festen Glauben daran, dass schon alles gut gehen wird (denn den hat man ebenfalls, wohl immer...).

Ich denke, Kinder haben auf beides sowas wie ein "Anrecht": dass man ihnen mit offenen und ehrlichen Antworten entgegen tritt; ihnen aber gleichzeitig auch signalisiert, dass sie sich aufgehoben fühlen dürfen - die Erwachsenen um sie rum schon "irgendwie" alles "regeln" werden. Was auch immer das ist.

Was wiederum nicht heißt, dass man sich ihnen nicht auch in seinen schwachen Momenten mal zeigen darf. Auch das gehört zu dem dazu, was "Unverstelltheit" und "Echtheit" bedeutet.

Nichts vorzumachen ist vielleicht die Maxime, bei alldem. Und innerhalb dieses Rahmens sich aber immer zu vergegenwärtigen, dass man "die Große" ist, in dieser Konstellation.

Sei du dir einfach sicher. So gut es geht. Das wird sich übertragen und spiegeln in den Kindern. Und wenn du unsicher bist - auch das ist dann mal so. Das darf so sein. Sofern es "in der Summe" stimmt, irgendwie

Es ist ein Balance-Akt, das denke ich. Und eine wirklich "Richtschnur" wird sich wohl nur finden übers Durchstehen dieser Zeit; in jedem Moment, der einem das dann abfordert...

sanne172 20.06.2011, 19:15

Ja, meistens bin ich mir ja auch sicher. Und bis jetzt sind die Kinder auch noch zuversichtlich. Vielen Dank für Deine Antwort.

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Hmm, ich denke, man kann ihnen schon sagen, dass die Mutter krank ist und die Ärzte noch nicht wissen, was es ist und alles tun, damit die Mutter bald wieder gesund wird. Die ganzen Details sollte man ihnen aber ersparen und eben erstmal abwarten, so schlimm es gerade auch ist.

Ich denke, das werden sie verkraften und umso besser wird es sein, wenn die Mutter wieder gesund ist! Viel schlimmer wäre es, wenn ihr sagt, dass alles gut wird und es nicht gut wird.

Alles Gute!

sanne172 20.06.2011, 18:54

Danke

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Ich denke die Unsicherheit der Kinder ist nicht anders als die bei Erwachsenen. Und du kannst ihnen ja auch nicht konkretes bennen.

Du weist doch selbst noch nicht was die Ärzte genau heraus finden werden und wie lange das noch dauert.

Dann kannst du den Kindern das auch so erklären.

Du kannst ja ergänzen, das du ihnen konkret sagen wirst was ist, wenn du selbst weist was die Ärzte gesagt haben.

Dann bist du in allem ehrlich und neutral geblieben.

Und (meiner Meinung nach) hast du nicht den Fehler gemacht zu sagen: "Die Mama wird wieder gesund. Macht euch keine Gedanken".

sanne172 20.06.2011, 19:08

Die Unsicherheit bei den Kindern ist aber dramatischer als bei uns. Die Angst die Mutter zu verlieren ist doch besonders schrecklich. Deswegen möchte ich sie ein bisschen schonen. Ich weiß nur eben nicht, wie weit ich das machen kann ohne unehrlich zu sein.

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Bleib bei der Wahrheit aber vermeide Schreckensszenarios. Du kannst deine Hoffnung aber auch deine Unsicherheit zeigen, da die Kinder sehen dürfen, dass sie nicht alleine mit ihren Gefühlen sind!

Ich würde das mit dem Kindsvater abklären; vielleicht hat er auch schon mit deiner Schwester darüber gesprochen, inwieweit die Kinder involviert werden sollen. Nicht, daß du was "ausplauderst", was sie vor den Kindern noch nicht erwähnen wollten. In dem Fall wäre es einfach nicht deine Aufgabe.

Daß deine Schwester krank ist, das wissen die beiden ja; sag ihnen also nur, Mama wäre im Krankenhaus, weil die Ärzte herausfinden müssen, was sie hat und dies eben dauert. Aber es wäre ganz bestimmt nichts Schlimmes und sie wäre dort in den besten Händen.

Alles erdenklich Gute für deine Schwester! Und es ist ganz bestimmt nichts Schlimmes, und sie ist dort in den besten Händen, meine Liebe! Mache du dir also bitte auch nicht so viele Sorgen!

sanne172 20.06.2011, 22:24

Danke Dir :-)

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Wie wärs mit beidem kombiniert? Ich weiß es nicht. Es ist normal, dass die Ärzte erst suchen müssen, damit sie richtig helfen können. Das dauert etwas. Aber es wird alles wieder gut.

guinan 20.06.2011, 19:05

Wenn eine Hirnhautentzündung vermutet wird, haben die Kinder dann auch vorbeugend Medikamente bekommen? Ich meine, wer wenn nicht Kinder haben engen Kontakt zu ihrer Mutter? Und sind immerhin Viren.

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sanne172 20.06.2011, 19:11
@guinan

Nein. Soweit ich weiß, wurden Bakterien gefunden. Von Ansteckungsgefahr hat noch kein Arzt gesprochen.

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guinan 20.06.2011, 19:12
@sanne172

Dann würde ich das als gutes Zeichen werten. Frage trotzdem mal danach, wenn du da bist.

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Super, das Du Deine Schwester in solch einer schweren Situation, unterstützt.Ich würde insofern ehrlich sein, dass Du den Kindern sagst, das die Ärzte noch einige Untersuchungen machen...die nun mal eine Weile dauern. Das man leider noch nicht genau sagen kann, was Mama tatsächlich hat und wann sie wieder gesund sein wird.

Alles wird wieder gut, würde ich so noch nicht sagen. Verpacke es ein wenig anders.Erkläre ihnen, das es manchmal länger dauert, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind. Dass das aber normal sei, da manche Sachen nur im Labor untersucht werden können, man Kulturen anlegen muss.

Versuche, das Thema möglichst kurz aber aufrichtig zu beantworten. Aber gebt Euch allen Zeit. Ich wünsche Euch allen aber ganz besonders Deiner Schwester...alles Gute u. das alles gut ausgeht. Kopf hoch !

Liebe Grüße kiss4roses

sanne172 20.06.2011, 19:03

Danke für die liebe Antwort.

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kiss4roses 21.06.2011, 17:44
@sanne172

Sehr gerne. Ich hoffe, Du hast auch ein bißchen Unterstützung ! Wenn was ist, immer melden... ;-)

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Wenn Ihr sagt, alles wird wieder gut, und es wird nicht wieder gut, bekommen die Kinder erst recht einen Schock für ihr Leben und verlieren ihr Urvertrauen zum Leben und zu anderen Leuten.

In Deiner geschilderten Angelegenheit ist es wichtig, sehr sensibel und feinfühlend mit den Kindern umzugehen.

Ich halte es für falsch, den Kindern unverblümt zu sagen, "wie schwer ihre Mutter erkrankt ist". Ebenso halte ich es entsprechend Deiner Darlegung für falsch, konkret zu sagen "Macht Euch keine Sorgen, alles wird wieder gut."

Mein Vorschlag:

Man sollte den Kindern schon wahrheitsgemäße Informationen geben, beispielsweise "dass es ihrer Mutter zur Zeit nicht gut geht und dass sich die Ärzte darum bemühen, dass es ihr bald wieder besser geht." Und das muss man abwarten und hoffen und wünschen, dass es gelingen wird.

Ich übermittle gute Wünsche.

sanne172 20.06.2011, 19:41

Danke schön

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Sanja2 20.06.2011, 21:41
@sanne172

stimmt genau. Kindern sollte man diese Informationen nicht vorenthalten. Natürlich wird es für sie unglaublich schwer sein. Aber die Wahrheit zu verarbeiten ist oft leichter als zu spüren, dass es nicht so ist wie die Erwachsenen versuchen einem klar zu machen. Diese Wahrheit ist schrecklich und sogar für Erwachsene schwer zu verdauen. Redet mit den Kindern vor allem über die Gefühle dies das auslöst. Wenn sie erwachsene Vorbilder haben die über ihre Gefühle reden können, vielleicht auch ein paar Tränen verdrücken können, dann gibt das die größte Sicherheit die ihr ihnen geben könnt. Das heißt aber nicht, dass ihr den Kindern eure ganze Angst und Zweifel auferlegen sollt. Sagt ihnen ruhig, dass ihr traurig seit, dass ihr Angst habt, sagt ihnen aber auch, dass ihr Hoffnung habt und dass die Mutter in guten Händen ist zu denen ihr Vertrauen habt. Ich drücke die Daumen, dass alles gut geht und die Kinder ihre Mutter bald wieder haben.

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