Wie viel Tage darf man pro Monat arbeiten?

4 Antworten

Das Arbeitszeitgesetz ArbZG geht bei seinen Bestimmungen nicht von Arbeitstagen aus - deren Anzahl für die Arbeitnehmer individuell äußerst unterschiedlich sein kann -, sondern von Werktagen (ArbZG § 3 Satz 1).

Und Werktage sind nach der gesetzlichen Definition (Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 3 Abs. 2) alle Tage, die nicht Sonn- und Feiertage sind, in der Regel also die Tage Montag bis Samstag (entsprechend einer 6-Tage-Arbeitswoche).

So hat also z.B. selbst der "kurze" Februar in diesem Jahr 24 Werktage, die für viele Arbeitnehmer auch 24 Arbeitstage sind.

Einen gesetzlichen Anspruch auf freie Tage - vom Urlaub abgesehen - hast Du also nur an Sonntagen (und an in der Arbeitswoche liegenden gesetzlichen Feiertagen) - in diesem Februar wären das dann nur 4 freie Tage gewesen.

Aber selbst der gesetzliche Anspruch auf freie Sonntage ist (wenn denn Sonntagsarbeit nach den Bestimmungen des Gesetzes von den Aufsichtsbehörden zugelassen wurde) ist auf 15 im Jahr beschränkt (ArbZG § 11 Abs. 1) und auch davon kann durch einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung - sofern es überhaupt einen Betriebsrat gibt - je nach Gewerbeeigenart auf bis zu nur 6 freie Sonntage z.B. bei der Tierhaltung abgewichen werden (ArbZG § 12 Satz 1 Nr 1); allerdings hat der Arbeitgeber für Sonn- und Feiertage, an denen gearbeitet wurde, freie Tage als Ausgleich zu gewähren (ArbZG § 11 Abs. 3).

Hatte vergessen zu ergänzen. Ich arbeite 3 Sonntage im Monat. Mit der neuen Regelung wären es dann jeden Sonntag.

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@Kit87

So weit - so schlecht.

Aber wie gesagt:

Wenn es keine einschränkenden Regelungen über einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung (wie oben beschrieben) von der gesetzlichen Bestimmung gibt, dann muss die Dienstplanung so gestaltet werden, dass Du mindestens 15 Sonntage im Jahr frei hast und für die Sonntage, an denen Du arbeiten musstest, einen Ersatzruhetag erhältst.

Du hast also praktisch eine 6-Tage-Woche.

Und der Arbeitgeber muss die Dienste so planen, dass Du dennoch auf Deine Stunden kommst.

Wenn das nicht der Fall ist - Du also wegen der Dienstplanung des Arbeitgebers weniger arbeitest, als vertraglich vereinbart; musst Du ihn unbedingt darauf hinweisen: Der Arbeitgeber gerät dann nämlich mit der Annahme Deiner Arbeitsleistung in Verzug nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" Satz 1:

Kommt der Dienstberechtigte [Anmerk.: der Arbeitgeber] mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete [Anmerk.: der Arbeitnehmer] für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein.

Er muss Dich dann trotzdem so bezahlen, als hättest Du die vereinbarte Stundenzahl erbracht, und Du musst die tatsächlich nicht gearbeiteten Stunden dann auch nicht nacharbeiten oder mit Ansprüchen Deinerseits (Entgelt, Überstunden, Urlaub) verrechnen lass.

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Es kommt nicht auf deine Tage an, sondern auf die Stunden. 

Die wöchentliche Arbeitszeit darf höchstens 48h betragen, wie dein Arbeitgeber diese auf die 7 Tage verteilt ist im Grunde egal. 

LG


Die wöchentliche Arbeitszeit darf höchstens 48h betragen, wie dein Arbeitgeber diese auf die 7 Tage verteilt ist im Grunde egal.

"7 Tage" ist falsch.

Das Arbeitszeitgesetz spricht in Zusammenhang mit der regelmäßigen wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden nicht von 7 Tagen, sondern von "Werktagen" - und das sind nach der gesetzlichen Definition alle Tage, die nicht Sonn- und Feiertage sind, also in der Regel die 6 Tage Montag bis Samstag!

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Vielen Dank für zahlreiche antworten. Es werden bei uns pro Tag 3 Schichten gemacht, jeweils 6 Stunden pro Tag. 

Wir arbeiten, fast 365 Tage im Jahr von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr morgens.

Es ist nur so, dass man sicherlich irgendwann körperlich gestört ist, weil man täglich arbeiten muss, zwar 6 Stunden, aber so gesehen, ist man dann 26 Tage jeden Tag auf der Arbeit, bis man 4 oder 5 Tage frei hat. 

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Grundsätzlich wird im Arbeitszeitengesetz (ArbZG) die maximal - auf eine Sechs-Tage-Woche zu Grunde gelegte - Arbeitswoche auf 48 Stunden begrenzt.

Einer Minderung diese Wochenarbeitszeit steht also nicht entgegen.

... wenn die vertraglichen Vereinbarungen eine andere Verteilung der Arbeitszeit denn hergeben

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Gesundheit bedingt Kündigen aber Jobcenter macht Stress?

Ich hoffe ich bekomm hier konstruktive Antworten. Sorry falls die Frage bisschen länger wird.

Ich hab seit 1 Monat einen neuen Job, dieser macht mir Spaß. Allerdings gelange ich Gesundheitlich an meine Grenzen da ich 6 Tage die Woche 14 Stunden pro Tag arbeite und das im Schichtdienst.

Eigentlich war vorher klar dass ich in diesem Bereich nicht Arbeiten darf, es ist ein Gesundheitliches Gutachten beim Amtsarzt gelaufen der wegen meiner chronischen Herzerkrankung die Arbeit in Branche XY ausschloß, insbesondere das Arbeiten im Schichtdienst, in der Kälte und und und. Leider umfasst das ganze noch mehr Punkte sodass viele Branchen flach fallen.

Da das Jobcenter meinte dass ansonsten wenig Perspektive besteht und ich auch Arbeiten wollte hab ich mit dem Jobcenter abgestimmt es einfach zu probieren um zu sehen ob es Gesundheitlich geht oder nicht. Durch die 14 Stunden tägliches Arbeiten hab ich aber verstärkt Herzprobleme und die 5-6 Stunden Schlaf reichen nicht aus um mich zu Regenerieren.

Ich möchte mit dem Job aufhören, das Jobcenter macht nun aber Probleme. Sie stellen es nun so dar als ob ich unbedingt den Job machen wollte und mir von vorne rein bewusst war dass ich mind. 12 Stunden Schichten habe und ich einfach durchhalten soll und erstmal 3 Monate weiter probieren soll durchzuhalten. Ich solle mal nach Medikamente beim Arzt fragen die mir dabei helfen.

Beim Vorstellungsgespräch wurde mir gesagt dass es mind. 12 Stunden Schichten werden, was allerdings nicht klar war ist dass man dann trotzdem 6 Tage die Woche arbeiten muss.

Das Jobcenter vermittelt die Haltung dass ich nicht aufhören darf ohne mit Sanktionen bestraft zu werden.

Hab ich wirklich schlechte Karten? Darf ich trotz des Amtsarzt Gutachten nicht kündigen dass eindeutig besagt ich darf diese Arbeit nicht ausüben nur weil ich Probieren wollte ob es vielleicht doch klappt?

Wie gesagt: Die Arbeit macht mir Spaß und die Firma ist eigentlich auch sehr ansprechend. Aber Gesundheitlich ist es einfach nicht vertretbar.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat Rat?

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Urlaub: Wie viele Tage stehen mir bei Kündigung zu?

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Welche Arbeitstage sind als ersatzfreie Tage vom AG zu bewilligen?

bitte bei der Frage grundsätzlich unterscheiden, was kann, was darf nicht. Folgende normale Situation, Auszubildende 5 Tage / 40 Stunden Woche. Der Arbeitgeber setzt den Azubi oft weniger als 8 Stunden ein. Um dann auf die 40 Stunden zu kommen, muss der Azubi einen zusätzlichen Tag arbeiten. Somit kommt der Azubi aber nicht auf seine 5 Tagewoche. Normalerweise sind ja Sonntage und Feiertage in einer Bestimmten Zeit als ersatzfreie Tage vom AG zu gewähren. Jetzt hat der Azubi 7 gearbeitete Feiertage noch nicht frei bekommen. Es sind auch 10 Arbeitstage offen, die der Azubi arbeiten musste, wo er normal frei hätte. Diese kann er aber nicht frei machen, weil er inzwischen dennoch Minusstunden hat. Darf der AG die normal 8 Stunden am Tag so reduzieren und dem Azubi dann eine 6 Tage Woche machen, das dieser auf seine 40 Stunden kommt? Vor allem sind sehr viele Sonntage dabei, 28 Sonntage in 15 Monaten. Laut Gesetzt steht einem Arbeitnehmer aber nur ein freier Tag pro Woche zu. Laut Arbeitsvertrag hat man aber eine 5 Tage Woche und somit stehen einem 2 freie Tage zu. Das man über eine Verteilung reden kann, ist klar, aber darf der AG das eigenmächtig entscheiden?

Der Arbeitgeber ist doch verpflichtet den AN für 8 Stunden zu beschäftigen? Wenn er das nicht kann, kann er nicht den AN benachteiligen. Dann sitzt der AN seine restliche Zeit ohne Beschäftigung ab, oder der AG schenkt dem AN die restliche Zeit?! Aber einfach eine 6 Tage Woche draus zu machen um die Stunden wieder rein zu holen?!

Dazu muss gesagt werden, das der AG sein Geschäft 12h offen hat und somit in Schichten arbeitet. Aber alle AN arbeiten in Teilzeit, nur der Azubi arbeitet in Vollzeit. Was den AG scheinbar nicht interessiert und den Azubi auch auf Teilzeit einsetzt.

Diese Infos habe ich noch gefunden.

Minusstunden

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/arbeitszeit.html#Arbeitszeit%20f%C3%BCr%20Vollj%C3%A4hrige

"Wenn Auszubildenden Minusstunden aufgeschrieben werden, ist das in der Regel nicht rechtens. Auch hier gilt laut Berufsbildungsgesetz: Azubis sind keine normalen Arbeitnehmer - sie sind im Betrieb um zu lernen. Sie haben ein Recht darauf, ihre tägliche Arbeitszeit auch im Betrieb zu verbringen. Werden sie also zum Beispiel nach Hause geschickt, weil wenig los ist, ist dies als eine bezahlte Freistellung zu werten, und es entstehen keine Minusstunden. So steht es auch im Berufsbildungsgesetz § 19: Entfällt die Ausbildung, ohne dass der Azubi etwas dafür kann, dürfen ihm keine Minusstunden anrechnet werden!"

Was dann bedeuten würde, das der Azubi nie unter 8 Stunden pro Tag angerechnet werden dürfte!?

"Wenn im Ausbildungsvertrag eine geringere Arbeitszeit als 48 Stunden und eine Fünf-Tage-Woche angegeben sind, gilt laut Günstigkeitsprinzip diese Regelung."

Was dann bedeutet, das der Azubi den 6 Arbeitstag ein andermal Frei bekommen müsste?!

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