Wie viel Strom wird durch eine Windkraftanlage ca. ins Netz eingespeist?

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5 Antworten

„Windkraft-Invest nicht ohne Risiko“
Von Volker Nies
Kreis Fulda
Alois Früchtl , Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Fulda, warnt vor der Annahme, ein Investment in Windkraftanlagen sei eine in jedem Fall lukrative Anlage. „Es gab gerade 2011 und 2012 eine Goldgräberstimmung, die durch die Fakten nicht gedeckt ist“, so der Sparkassenchef.

Viele Kunden, die Geld in Beteiligungen in Windanlagen steckten, hätten völlig falsche Vorstellungen von dieser Anlageform, sagt Früchtl: „Trotz der auf 20 Jahre garantierten Vergütung:Eine Anlage in Windkraft stellt immer ein nicht zu vernachlässigendes unternehmerisches Risiko dar.“ Wer heute Beteiligungen an Windrädern anbiete, verweise auf Gutachten über die am geplanten Standort gemessenen Winde. Die Studien seien aber oft in ungewöhnlich windreichen Jahren erhoben worden und damit nicht repräsentativ.

„Es ist nicht sicher, dass der gemessene Wind auch in Zukunft eintritt. Es kann gut sein, dass ein Windkraftfonds über Jahre keine Gewinne ausschüttet. Eine Finanzierung muss diese doppelte Flaute aushalten können“, erklärt Früchtl. Die Sparkasse Fulda gewähre Anlegern auch weiter Finanzierungen für Windkraft-Investments. „Aber das machen wir nicht blindlings. Wir schauen uns jeden Einzelfall genau an. Nur wenn Eigenkapital als Sicherheit da ist, gewähren wir Darlehen für Windräder“, sagt der Vorstandschef.

Bei der neuen, 200 Meter hohen Generation von Windrädern wisse man überhaupt noch nicht, wie verschleißanfällig die neuen Anlagen sind. Hier liege ein weiteres Risiko für Anleger. Bedenken müsse man auch, dass die Umweltauflagen für Windräder höher werden, was die Angelegenheit verteuert.
Wegen dieser Gefahren verzichte die Sparkasse Fulda darauf, selbst in Windkraft zu investieren. „Bei den Eigenanlagen legen wir ja Kundengelder an. Da sind wir sehr vorsichtig“, erläutert Früchtl.

Eine weitere mögliche Belastung erwähnt Früchtl dabei noch gar nicht. Im Vogelsberg hat sich der Umweltverband Nabu den Verzicht auf eine Klage gegen einen Windkraftstandort finanziell vergüten lassen. Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte der Nabu erreicht, dass fünf von sieben Anlagen in einem Windpark nach einem halben Jahr Betrieb stillgelegt wurden. Die Betriebsführer des Windparks, die OVAG-Tochter Hessen-Energie, und eine Bürgergesellschaft zahlten 500 000 Euro in einen Naturschutzfonds ein.

Gegenüber der „Berliner Zeitung“ klagte Hessen-Energie-Geschäftsführer Horst Meixner über „Wegezoll für Windräder“, der Geschäftsführer von Westfalen-Wind, Johannes Lackmann, sprach gegenüber der Zeitung sogar vom „Einstieg des Nabu in die Schutzgeldbranche“. Allerdings räumt Meixner ein, dass die Zahlung an den Nabu das kleinere Übel gewesen sei. Schon der wenige Monate dauernde Stillstand der Windräder habe eine Million Euro gekostet. Durch diesen Stillstand, so berichtet Meixner, hätte einigen Anlegern und Investoren sogar die Privatinsolvenz gedroht.

Hohe finanzielle Verpflichtungen mit vollem Risiko – das ist genau das Verhalten, vor dem Alois Früchtl warnt. Vor dem Hintergrund, dass es Stimmen im Nabu gibt, die das Prinzip „Zustimmung gegen Windräder gegen Geld“ ausbauen wollen, scheinen Anlagen in Windkraft noch risikoreicher zu werden.

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da gibt es keine konkreten daten denn es hängt von sehr vielen faktoren ab.standort,höhenlage,höhe des windrades,windhäufigkeit,geländeform,jahreszeit usw.

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Kommentar von windkraft555
11.01.2016, 20:36

Wie gesagt ich habe nach einen konkreten Beispiel gesucht. Wie viel eine x Beliebige Anlage an einen x Beliebigen Ort pro Jahr an Strom produziert hat. 

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Wozu soll da ein beliebiges "konkretes Beispiel für die eingespeiste Leistung von Windkraftanlagen" taugen? Die Leistungen von Windkraftanlagen im weitesten Sinne bewegen sich zwischen 100 W und 10.000.000 W (10 MW). Das ist ein Verhältnis von 1 zu 100.000! Konkrete Beispiele findest Du dazu im Web zu Tausenden. Allein in Deutschland betrug 2014 die Zahl der installierten Windkraftanlagen 25.000. Dazu Wiki:

"Die typische Leistung heute gängiger Anlagen (Stand 2015) liegt bei etwa 2 bis 5 MW für Onshore-Anlagen und 3,6 bis 6 MW für Offshore-Anlagen. Auch Kleinanlagen im Leistungsbereich von wenigen 100 Watt bis zu mehreren kW können im Inselbetrieb wirtschaftlich sein. Diese werden unter Windgenerator behandelt."

Und was willst Du nun für eine "ungefähre Berechnung" anstellen? Den Jahresertrag etwa? Das wäre Durchschnittsleistung mal Jahresstunden. 

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