Wie viel Strom wird benötigt, um gleichzeitig 10 Mio E-Autos (SUV) in unter 2 Minuten zu laden?

7 Antworten

Dann beantworte Dir mal die Frage:, Was passiert wenn 40Mio. Verbrenner an etwa 14000 Tankstellen gleichzeitig tanken wollen?

Meine Einschätzung dazu:

  • die Schlangen wären unendlich
  • es käme zu Tumulten
  • nachdem ca. 10% betankt sind, sind alle Tankstellen leer

Aber auch das ist nach meinem Wissen noch nie passiert. Ansätze dazu gab es höchstens zu Beginn der "Ölkriese".

Wenn wir alle ca. 40Mio Autos auf e-Autos umstellen, dann würde sich der Strombedarf brutto um ca. 20% erhöhen, da aber dann der Strom für die Raffinerien und die Tankstellen wegfallen würde, wäre das ein Netto- Mehrstrombedarf von ca. 10%.

Und natürlich, wenn heute alle gleichzeitig Staubsaugen würden, wäre das Stromnetz überfordert, das haben wir so aber auch noch nie geschafft.

Ein netter Beitrag , wie und wo e-Autos geladen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=1m6N9BW4b8Y&feature=youtu.be

Wir brauchen ja die Sektorenkopplung (Verkehr) damit das Netz bei weiterem Ausbau von PV und Wind über das Ladeverhalten der (e)-Autos stabilisiert wird.

Einige Hintergründe zur Sektorenkopplung Verkehr findest Du hier:

https://www.unendlich-viel-energie.de/themen/strom/sektorenkopplung

https://www.solarserver.de/2020/07/23/audi-bidirektionales-laden-macht-elektroauto-zum-photovoltaik-speicher/

Wenn wir alle ca. 40Mio Autos auf e-Autos umstellen, dann würde sich der Strombedarf brutto um ca. 20% erhöhen, da aber dann der Strom für die Raffinerien und die Tankstellen wegfallen würde, wäre das ein Netto- Mehrstrombedarf von ca. 10%.

Mal abgesehen davon das wir mittlerweile einen Bestand von 47,7Mio PKW haben kommst du auch so mit den 120TWh nicht hin. Damit magst du die reine Antriebenergie ab Akku vielleicht decken, aber die Ladeverluste, Heizbedarf, Produktionsmehraufwand, Selbstentladung usw. hast du leider "vergessen" , der zu erwartende Reboundeffekt auch wegen so toller Technologien wie induktiven Laden und riesiger Akkus und Autos (ist ja soooo Umweltfreundlich) kann die Bilanz noch mächtig verhageln. Zudem verbrauchen Raffinerien und Tankstellen keine 10% der Stromproduktion.

Der Energiebedarf der Raffinierien ist hauptsächlich Wärme die aus dem Erdöl selbst gewonnen wird, für die E-Mobilität so also gar nicht nutzbar (du setzt ja Gold und Blei auch nicht gleich weil beides Metalle sind) und zudem sind die Produkte der Erdölindustrie nicht nur Karftstoffe und Schmieröle für PkW, wodurch diese ach nicht komplett wegfallen.

Bei den Tankstellen das gleiche, der Energieaufwand uim die Fahrzeuge zu betanken geht gegen 0, der Enrgieverbrauch findet in den Shops statt, die auch bei E-Autos nicht wegfallen. Im Gegenteil, dadurch das E-Autos länger laden müssen wird der Energiebedarf dieser sogar steigen das die verlängerte Aufenthaltszeit dafür sorgt das die Kaffemaschine eben ofter läuft, hier ist also eher eine Mehrbedarf zu erwarten, da die Einkaufsmöglikeit in der Tanke am Sonntag sicher nicht entfallen wird und das abschalten der Zapfsäulen so gut wie keinen Einfluss hat.

Aber diese Milchmädchenrechnungen sind ja nichts neues, ich hoffe ihr übt alle schon mal kräftig "Das konnte ja keiner ahnen"

Wir brauchen ja die Sektorenkopplung (Verkehr) damit das Netz bei weiterem Ausbau von PV und Wind über das Ladeverhalten der (e)-Autos stabilisiert wird.

Nein, wir brauchen für diese Kopplung nicht unbedinget E-Autos, da gibt es billigerer und effizienter Methoden die deutlich bessere Speicher darstellen.

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in 2 Minuten wird kein E-Auto vollgeladen, das würde jeden Akku niederstrecken. Als Maxiumum was noch einigermaßen Akkuverträglich ist gilt eine Ladeleistung die den Akku in ca 1h auflädt, sprich ein 50kWh Akku sollte mit max 50kW geladen werden.

Das Thema ist aber trotzdem nicht uninteressant wenn man wirklich ein hohe Durchdringung von E-Autos hat und auch Stoßzeiten erwartbar sind (z.B. abends nach Feierabend wenn die Leute nach Hause kommen und ihr Auto anschließen)

Wir haben in D derzeit maximalleistungen von ca 80GW, also 80.000.000kW.

https://www.energy-charts.de/power_de.htm

Wenn jetzt 10 Mio Autos gleichzeitig laden wollten mit z.B. 11kW als übliche Leistung am Drehstrom würde das die benötigte Leistung mehr als verdoppeln wofür das Netz nicht ausgelegt ist. Die Netze müssen also verstärkt werden und/oder Systeme geschaffen werden die das laden der Fahrzeuge koordiniert. Letzteres wäre sowieso extrem hilfreich wenn der Umstieg auf E-Mobilität einen signifikanten Nutzen für die Umwelt haben soll und die Kosten nicht wegen dem notwendigen Speicher explodieren sollen.

unter 2 Minuten - das wird nie geschehen

Strom wird eingeregelt und die Ladezeiten verlängern sich deutlich; das Stromnetz soll nicht überlastet werden

Frage doch besser welche Intelligenz manche Politiker haben die das auch noch alles glauben ohne zu hinter fragen oder sich Gedanken machen , was man Ihnen erzählt.

Das tut nicht, mit der deutschen Stromerzeugung von 612 Mrd Kwh in 2019, könnte man gerade ca. 30000 Autos alle 2 Minuten voll laden.

Die Industrie und Hashalte und und und wollen ja auch noch Strom haben

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