Wie viel Schmerzensgeld bekomme ich nach einem Unfall?

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4 Antworten

Ich würde per Rechtsrat-Hotline (Namen des Beraters notieren, sodaß der das auch mitbekommt!) das Gesetz erfragen, das hier zu erfüllen ist und dann der gegnerischen Versicherung schriftlich mitteilen, daß ich eine Feststellungsklage anstrengen werde, der eine Teilforderung folgen wird per Gerichtsurteil, die mich in die Lage versetzt, das mir zustehende Schmerzensgeld berechnen zu lassen. Das geht, ist auch vom Gesetz und vom gesamten Regelwerk abgedeckt, wird allerdings nicht ernst genommen, weil unser Justizsystem bislang mit sehr vielen Anspruchstellern machen konnte, was es wollte. Weil die meisten Rechtsanwälte systemhörig sind und vielleicht schon morgen wieder mit dem Richter zu tun haben, der dann eine kleine Schwachstelle in ihrer Klage ausnutzen könnte, um ihn auflaufen zu lassen ... Aber auch dagegen ist ein sehr wirksames Kraut gewachsen ...

Um das zu klären brauchst du wohl einen Anwalt und es muss ein Verfahren eingeleitet werden. Ob es das nachher wert ist, würde ich bezweifeln. Ich denke nicht, dass, wenn du überhaupt Anspruch hast, das Schmerzensgeld besonders hoch ausfallen wird. Siehe Wikipedia:

Als ungefähre, jedoch nicht verbindliche Richtschnur für die Schmerzensgeldhöhe werden regelmäßig vorhandene Gerichtsentscheidungen mit ähnlichen Sachverhalten und Verletzungsbildern herangezogen. Derartige Urteile findet man in sogenannten Schmerzensgeldtabellen. Die derzeit bekanntesten Sammlungen sind: Schmerzensgeldtabelle von Hacks/Ring/Böhm Slizyk, Beck’sche Schmerzensgeldtabelle

Die Vergleichbarkeit einzelner Sachverhalte ist jedoch schwierig, denn jeder Einzelfall weist eine Vielzahl individueller Besonderheiten auf. Zudem hat sich der Bundesgerichtshof mehrfach dagegen ausgesprochen, die Mithaftung des Verletzten mathematisch in die Schmerzensgeldfindung einzubeziehen: Man kann somit nicht das Schmerzensgeld von beispielsweise 1.000 € halbieren, weil der Verletzte zu 50 % den Unfall, der zu seiner Verletzung geführt hatte, selbst mitverursacht hatte. Ältere Schmerzensgeldbeträge werden in einigen Fällen noch mit einem Faktor entsprechend dem Verbraucherpreisindex multipliziert und gerundet, um ihn an das heutige Preisniveau anzupassen. So wurden beispielsweise bei einem einfachen Halswirbel-Schleudertrauma (sog. HWS-Syndrom) im Jahr 2002 gewöhnlich noch 1.000 DM zugesprochen, inzwischen sind es üblicherweise 600 €. All diese Aspekte sind zu beachten und führen dazu, dass die Findung des „richtigen“ Schmerzensgeldes – zumindest in komplexen Fällen – auch für erfahrene Juristen nicht einfach ist.

Das wird in einem Gerichtsverfahren und vom Amtsarzt festgelegt, ist ganz verschieden

Gar keins - es sei denn, du verklagst den Unfallgegner darauf.

Traktor 17.10.2013, 18:46

Der Fragesteller wollte wissen, wie viel, und nicht, was zu tun ist, wenn die gegnerische Versicherung nicht bezahlt.

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