Wie viel Schmerz kann ein Mensch aushalten bis er einbricht?

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21 Antworten

Ich bin 35 Jahre alt und habe eine fast 15 jährige Tochter. Vor 5 jahren wurde ich sehr krank, Darmverschluss. Ich wurde nur durch eine Not OP gerettet. Mir fehlt ein Teil vom Darm und seitdem kann ich meine Wohnung nicht mehr verlassen, weil ich ständig eine Toilette brauche. Für mich gibt es keinen Urlaub, keine Freizeitaktivität, nichts. Ich bin eingesperrt in meinen vier Wänden. Arbeiten kann ich natürlich durch meine Krankheit nicht. Ich bin Hartz4 Empfängerin und habe für mich und meine Tochter nur 150€ im Monat zur verfügung. Vor vier Jahren eine neue OP. Fistel am Bauchnabel. Vor 2 jahren ein doppelter Bandscheibenvorfall. Letztes jahr dann die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Mir wurde die Gebärmutter entnommen. Ich habe seit einem jahr einen Freund, der drei Kinder hat. 4-6 und 8 Jahre alt. Der mittlere hat ADHS, was für mich Stress pur bedeutet und ich stehe immer noch. Allerdings weiss ich nicht, wie lange.

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Es gibt Menschen die extremes erlebt haben...und es geschafft haben wieder ein glückliches Leben zu leben. Andere haben weniger schreckliche Erlebnisse durchlebt und wollen sich umbringen.. Es kommt glaub drauf an wie der seelische Schmerz verarbeitet wird- ohne das sich eine Krankheit entwickelt .. Wobei man auch betonen sollte: Seele Geist und Körper bilden eine Einheit. Körperliche Ursachen können auch einen seelischen Schmerz auslösen.

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Irgendwann bricht jeder zusammen - ob man sich wieder aufrappelt ist die Frage, und dafür braucht man einen Grund - etwas oder jemanden für den man stark sein will wenn man es für sich selbst nicht mehr kann.
Ich glaube, dann kommt man immer wieder irgendwie auf die Füße. Aber eben nicht ohne diesen speziellen Grund.

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Kommentar von Wolpertinger
04.02.2009, 00:03

Man sollte für niemand anderen stark sein wollen, sondern nur für sich selber.

Wenn man für jemand anders z.B. weiter lebt, macht man sich von diesen Menschen abhängig und wenn dieser Mensch aus irgend einen Grund irgend wann nicht mehr zu einen gehört, bricht wieder eine Leben zusammen.

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Das kommt doch darauf an, wie der einzelne gestrickt ist. Wie er belastbar, sein Nervenkostüm beschaffen ist. Ich denke, das ist viel zu individuell, als dass man das so pauschal beantworten könnte.

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Es heißt, man bekäme nie mehr aufgeladen, als man bewältigen kann... und bisher kann ich es bestätigen. Selbst an dem Punkt, wo ich lieber tot als lebendig gewesen wäre, reichte die Kraft um wieder aufzustehen.

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Kommentar von mia68
04.02.2009, 00:10

...DH einfach nur. "Meine" Worte. ;-)

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Kommentar von Noona
05.02.2009, 20:00

DH - so ist es! Und dass auch das alles seine Guten Seiten hatte, merkt man halt immer erst lange Zeit später. Dann kann man sogar für das Erlebte dankbar sein. LG!

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Manchmal vertrage ich eine menge und manchmal ist eine Kleinigkeit ausreichend um zu denken die Welt stürzt ein

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Ein Freund von mir hat sich heute in die Psychiatrie einweisen lassen. Er ist Mitte 40, erfolgreicher Ingenieur, Hausbesitzer, (also finanziell nicht belastet), mit großem Freundeskreis und viel Freizeit. Mit psychischen Krankheiten hatte er bisher nie zu tun. Seit Monaten fühlt er sich nun zusehends schlechter- gestern lies er sich eine Einweisung ausstellen. - Er wird sich Dir nicht eindeutig erklären können, aber er wird Dir einfach sagen daß er diese seelischen Schmerzen nicht mehr aushält. Soviel dazu...

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es kommt auf den menschen an... wie stark sie sind und wo sie ihre schwachstellen sind... jeder nimmt ein bestimmtes erlebnis anders war und verträgt es auch anders

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Kommt auf die Erfahrungen in welchem Bereich an und wie es jeder einzelne auffasst.

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Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Mensch viel aushalten kann. Bin aber der Meinung, dass es von Mensch zu Mensch varieren wird.

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Unterschiedlich, jeder Mensch hat seine eigenen Methoden seelischen Schmerz zu ertragen. Hab aber die Erfahrung gemacht, je mehr man unterdrückt desto größer ist dann der Einbruch.

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manche mehr manche weniger, denke mal kann man nie genau sagen. Halt Seelisch bedingt :)

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Kommentar von Dharma23
03.02.2009, 23:55

Schon klar,aber bricht irgendwann jeder Mensch ein? Oder kann man alles schaffen?

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Manch einer erträgt viel. Andere bekommen schon bei einer vermeintlichen "Kleinigkeit" einen Nervenzusammenbruch. Jeder wird seine Grenzen irgendwann kennenlernen. Und dann stellt er fest, er ist weit belastbarer, als er je zuvor geglaubt hat. Gute Frage, habe ich mir jetzt erstmal auf den Merkzettel gesetzt.

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Ich denke nicht dass man dies sagen kann.

Schmerz ist zu einen immer ein subjektives Gefühl, keiner kann objektiv sagen wie stark ein Schmerz wirklich ist.

Und das gilt für physischen und aber auch für psychischen Schmerz.

Außerdem denke ich, kann man den seelischen Schmerz nicht losgelöst aus der Biografie sehen, für den einen Menschen bedeutet eine Trennung den größten Schmerz...weil dadurch gleichzeitig alte Wunden wieder aufgerissen werden, der andere kann über eine Trennung einfach hinweg gehen.

Also wieviel Schmerz jemand aushallten kann, ist sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig.

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Kommentar von Noona
05.02.2009, 20:02

Schau bei 'Angel' - man bekommt nicht mehr aufgebürdet als man ertragen kann. Nur merken tut man das immer erst später!

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Ziemlich viel. Meine Eltern haben nacheinander 4 kleine Kinder verloren und einiges Andere dazu. Sie haben es "überstanden". Allerdings hinterläßt jeder Schlag trotzdem üble Narben. Man wird es nie wieder los.

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Ich glaube, das kann nur Jemand beschreiben, der schon mal bis an die für ihn absolute Schmerzgrenze gebracht wurde.

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Das ist wirklich unterschiedlich. Manche können nicht mehr, wenn sie ein paar Probleme mit dem Ehepartner haben. Andere sind aus der Hölle geflohen und sind immer noch optimistisch, was die Zukunft bringt.

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Kommentar von Schwabenmaus
04.02.2009, 00:07

lach...haste vergessen!

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ich glaube nicht dass man das quantitativ nennen kann

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solange man einen halt hat ..

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das ist wohl sehr individuell!

Von Mensch zu Mensch verschieden!

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Kommentar von Dharma23
03.02.2009, 23:56

Das ist aber ein Körperlicher Schmerz der wieder weg geht. Seelische bleiben meistens

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