Wie viel muss man monatlich der Krankenkasse zahlen wenn man einen 450€ Job hat?

11 Antworten

Wenn keine Pflichtversicherung über Tätigkeit oder Leistungsbezug vorliegt und eine Familienversicherung nach § 10 SGB V nicht möglich ist, so gilt für die freiwillige Mitgliedschaft gem. §§ 9, 188 Abs. 4, 240 SGB V:

  • Fiktives Mindesteinkommen 1/3 der Bezugsgröße --> 3.115,- € / 3 = 1038,33 €
  • Darauf 14% allg. Beitragssatz zur Krankenversicherung --> 145,37 €
  • Zusatzbeitrag der Kasse, meist etwa 1,1% --> 11,42 €
  • 3,05% Beitrag zur Pflegeversicherung (3,3% wenn über 23 und kinderlos): 31,67 € bzw. 34,27 €

Addieren kannst du selbst. =)

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Einige haben hier schon korrekt geantwortet (z.B. kevin1905, NamenSindSchwer und Unterfranke61, andere leider nicht. Deshalb möchte ich hier die Fakten klarstellen:

  1. Mit einem Minijob bist du nicht versicherungspflichtig, du musst dich also selbst versichern, wenn du keinen Anspruch auf Familienversicherung hast (bei den Eltern bis zum 23. LJ bzw. beim Gesetzich versicherten Ehepartner). Die freiwillige Versicherung kostet einschließlich Pflegeversicherung ca. 190 monatlich.
  2. Du zahlst außerdem Beiträge zur Rentenversicherung in Höhe von 3,6%, wenn du die Versicherungspflicht in der RV nicht schriftlich abwählst. Ich würde dir aber raten, den relativ geringen Beitrag zu zahlen, denn dadurch erhältst du vollwertige Beitragszeiten in deinem Rentenkonto.
Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Mindestbeitrag ca. 195€ im Monat, etwas weniger wenn du unter 23 bist oder über 23 bist aber Kinder hast. Unter 23 ist gegebenenfalls Familienversicherung über die Eltern möglich. Oder natürlich auch Familienversicherung über den Ehegatten.

Selbstständig + Angestellt + Minijob, oder wie mache ich das?

Hallo Leute,

ich habe eine komplizierte Job-Situation und wollte fragen wie ich das jetzt zukünftig löse.

Aktuell bin ich Vollzeit-Student und nebenberuflich Selbstständig als Webdesigner. Krankenkasse läuft über den Studentenstatus.

Ab Oktober bin ich aber kein Student mehr, dann müsste ich eh "hauptberuflich" selbstständig werden und eine eigene Krankenversicherung (ich will gesetzlich bleiben) haben.

Jetzt möchte ich noch einen 450-Euro Job nebenbei aufnehmen, ich denke das ist aber unproblematisch oder? Dieser sollte auch steuerfrei durchlaufen!?

Zusätzlich habe ich nun die Möglichkeit in einer weiteren Firma zu arbeiten, diese haben mir angeboten mich für 451 Euro anzustellen, damit ich dort auch Versicherungspflichtig bin und die Krankenkasse darüber bekomme. Macht das Sinn? Gibt es da Probleme?

Meine Einkünfte der Selbstständigkeit schwanken auch stark, es können 500 aber auch 2500 € oder mehr sein, je nachdem...

Jetzt habe ich, meiner Meinung nach, zwei Möglichkeiten:

1) Der 450-Euro-Job ist, durch die Steuerfreiheit, auch neben einer hauptberuflichen Selbstständigkeit vollkommen ok. Für den anderen Job könnte ich mein Gewerbe erweitern und denen einfach eine Rechnung stellen!? (Ich weiß noch nicht ob der andere AG das will) Und mich wie geplant ab Oktober, wenn ich nicht mehr an der Uni eingeschrieben bin, hauptberuflich selbstständig machen.

2) Der 450-Euro-Job bleibt, ist dieser noch steuerfrei? Dann den 451-Euro-Job normal anmelden und ZUSÄTZLICH noch selbstständig. Ist das dann hauptberuflich oder nebenberuflich? Wie sieht das mit den Steuern und der Krankenkasse aus?

Denke ich richtig? Was sagt ihr, sollte ich am besten tun...

Vielen Dank und Grüße Moe

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