Wie viel muss ich zurückzahlen, wenn Eltern Hartz 4 beziehen?

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5 Antworten

In der Regel musst du im SGB - ll nicht für den Unterhalt deiner Mutter aufkommen,du musst dann also mit deinem anrechenbarem Einkommen nur deinen Bedarf decken und deiner Mutter dann zumindest deinen KDU - Kopfanteil ( Kosten der Unterkunft und Heizung / Warmmiete ) 50 % selber zahlen !

Dazu kommt dann noch der Kopfanteil für den Abschlag den deine Mutter für den normalen Haushaltsstrom zahlt usw. und Kostgeld für deine Verpflegung,oder du machst das dann selber.

Auf dein Bruttoeinkommen hast du dann Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll,dass sind zunächst 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen,ergeben dein anrechenbares Einkommen und das wird auf deinen Bedarf angerechnet.

Liegt das anrechenbare Einkommen unter deinem Bedarf,dann würde dir noch eine Aufstockung zustehen und du würdest weiterhin zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter gehören.

Hast du mehr als dein Bedarf,dann bist du aus der BG - deiner Mutter raus,sie würde dann also nichts mehr für dich bekommen,dann läuft es so wie ich es oben geschrieben habe,du würdest dann mit deiner Mutter nur noch eine HG - ( Haushaltsgemeinschaft ) bilden.

Wenn du sie also mit deinem Einkommen dann nicht freiwillig unterstützen möchtest und du nicht gerade tausende verdienen würdest,dann wird das Jobcenter sicher auch nicht auf die Idee kommen hier eine Unterhaltsvermutung zu unterstellen.

Sollte das dann doch der Fall sein,dann fristgerecht schriftlich widersprechen,also deine Mutter soll dann schreiben das du sie mit deinem Einkommen nicht unterstützt,dass ganze dann mit Ort / Datum / Unterschrift ans Jobcenter.

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Kommentar von kolfd23
26.10.2016, 00:43

Also treten die Kürzungen selbst bei einem Minijob auf, oder gibt es da spezielle Regelungen? Habe von mehreren Leuten gehört, dass 450€ die Grenze wäre.

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Da Du mit eigenem Einkommen nicht "hilfebedürftig" bist, zählst Du nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft, daher geht es das Jobcenter nichts an, wieviel Du verdienst.

ABER: da gleichzeitig für Dich der Anspruch endet (Deine Mutter hatte ja quasi für Dich mit Geld bekommen), musst du beim Jobcenter Dein erstes Gehahlt angeben, damit die sehen, ab wann Dein Anspruch geendet hat (ab dem Monat Deines ersten Gehaltseingangs).

Natürlich endet auch der Kindergeldanspruch dann, Hartz 4 für Deine Mutter wird neu berechnet (Hälfte der Warmmiete abgezogen und Dein Bedarf.)

Das müsstest Du dann an Deine Mutter zahlen.

Zurückzahlen musst Du gar nichts.


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Wenn dein Einkommen für deinen Unterhalt ausreicht, fällst du automatisch aus der Bedarfsgemeinschaft heraus. Allerdings erst in jenem Monat, in dem du dein erstes Gehalt beziehst.

Deine Mutter muss dies melden und bekommt daraufhin das ALG 2 gekürzt. Deinen Anteil sowie die Hälfte der KdU bekommt sie dann nicht mehr. Du musst deinen Anteil an Miete, Strom, Telefon usw. dann selbst an deine Mutter bezahlen.

Reicht dein Einkommen nicht für deinen Unterhalt aus, dann treten die Regeln über Anrechnung und Freibeträge, wie hier schon beschrieben, in Kraft, und zwar für die ganze Bedarfsgemeinschaft, da du noch unter 25 bist.

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Du, besser Ihr müsst jetzt sehr sehr aufpassen.

Ihr bildet eine Bedarfsgemeinschaft und wenn DU zu viel verdienst, dann kürzen sie Deiner Mutter die Leistungen.

Und wie hier schon mal jemand geschrieben hat interessiert sich die ARGE nicht für Eure Ausgaben!!!!

Ihr könntet Probleme mit der Mietzahlung o. ä. bekommen.

Das kann wirklich ganz böse enden, auf Gerechtigkeit nehmen die keine Rücksicht.

Wenn Ihr doch Probleme bekommt, beim Amtsgericht bekommt Ihr einen Beratungsschein für einen Anwalt, dann könnt Ihr gegen die ARGE vorgehen!

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Kommentar von Blindi56
25.10.2016, 16:23

Sobald ein Kind selber genug Geld verdient, zählt es nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft. Alles andere ist richtig: Die Mutter bekommt nur noch die Hälfte der Warmmiete und der Bedarf für das Kind fällt weg. Wenn man sich da vorher drum kümmert (Mietzahlung sichern!) muss man nicht "gegen die ARGE vorgehen"...

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Such dir eine eigene Wohnung, dann bist du aus den Unterhaltsverpflichtungen raus, weil ihr dann keine Bedarfsgemeinschaft mehr seid.

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Kommentar von tommy40629
25.10.2016, 16:16

Genau und die ARGE muss Dir dann Leistungen bezahlen, achte aber auf die Wohnungsgröße und die ARGE zahlt auch die Erstausstattung der Wohnung!

Ausziehen wäre also super.

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