Wie viel kostet ein Pferd / Anschaffungspreis?

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6 Antworten

Hallo, 

ich habe meine Liste von damals, als ich mein erstes Pferd bekommen habe immer noch: 

Anschaffungskosten:

- Halfter: 12 Euro

- Strick: 8 Euro

- Kappzaum: 60 Euro

- Longe: 15,90 Euro

- Gerte: 3,95

- Knotenhalfter: 4,99 Euro

- Putzzeug (Fellkratzer, Kardätschen, Hufauskratzer, Gummistriegel, Bürste, Box): 30 Euro

Sattel und Zaumzeug hab ich nicht. Je nachdem was man möchte, was passt und je nach Anfahrt des Sattlers können das 200 bis 5000 Euro sein. 

Das Pferd selber kann vom Schlachtpreis von ca 300 Euro bis über 10.000 Euro kosten. Ich habe 300 Euro für ein Tierschutz-Pferd bezahlt. 

Regelmäßige Kosten: 

Stallmiete: monatlich 250 Euro

Haftpflichtversicherung: ca 70 Euro

Hufschmied: 30 Euro

Impfung: (ich impfe nur gegen Tetanus) 60 Euro. 

Ersparnis für Tierarztfälle: monatlich 100 Euro (vorher sind am besten schon mehrere 1000 Euro angespart)

Wenn du reitest, dann käme noch Sattler und Reitunterricht hinzu. Wenn du auf Turniere gehst, dann musst du noch zusätzlich gegen Influenza impfen. Und wenn du ins Ausland gehst gegen Tollwut. Ansonsten gebe es da noch Herpes. Allerdings ist die Impfung sehr umstritten da es schadet und keinen wirklichen Schutz bietet. 

Mit freundlichen Grüßen 

VanyVeggie

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Das ist von vielen Faktoren abhängig. Zum Einen natürlich von der Rasse. Ein Waldundwiesenmix kostet weniger als ein asiler reinrassiger Vollblutaraber. Wenn das Tier dann noch eine spezielle Farbe hat kommt oftmals noch ein Farbaufschlag für Sonderfarbe oben drauf. Kenne ein Pferd das für sein Silver dappel Gen einen Kostenaufschlag von ein paar tausend Euro hatte... In die andere Richtung kann ein "Farbfehler"  natürlich zur Kostenminderung führen. Beispiel: Haflinger ohne Abzeichen, Friese mit. Generell sind Pferde, die der Rassebestimmung nicht entsprechen - insofern sie noch leben - oftmals billiger. Dann kommt es auch auf das Alter und auf den Ausbildungsstand des Pferdes an. Fohlen, Jährling, Remonte, gut Ausgebildet, Senior? Kennt das Fohlen-ABC, ist roh, kennt die Arbeit an der Hand, ist angeritten, ist geritten bis Niveau XYZ, ist nicht mehr reitbar usw. 

Auch wichtig sind irgendwelche Prämien und platzierte Turniere. Auch wichtig ist natürlich das Verhalten des Pferdes. Unarten wie Koppen oder Weben senken den Kaufpreis ebenso wie Headshaking, Beißen, Steigen oder Treten. Das Pferd kann noch so toll plaziert sein, wenn es alles angreift was sich bewegt hat man da nicht viel von. Dann bekommt man eigentliche Spitzenpferde zum Spottpreis. Hat dann aber eben auch gut was zu tun... Wichtig sind natürlich auch gesundheitliche Mängel, vor allem chronische Sachen wie Hufrehe, COB, EMS usw. Dann kommts natürlich auch drauf an ob das Pferd Verladesicher, Schmiedefromm und Geländetauglich ist, auch ob es Verkehr gewohnt ist. 

Was von den meisten unterschätzt wird ist aber das Exterieur. Ich kenne Leute, die lassen sich angebliche Spitzenpferde mit suuuuuper Abstammung aufschwatzen und zahlen dafür Beträge im guten 5stelligen Bereich aus um dann festzustellen, dass das Pferd mit dem verbauten Exterieur gar keine S-Dressur laufen kann. Egal wie sehr man trainiert. Beim Kauf hieß es, der kann nur so wenig weil leider zu wenig Zeit fürs Training war. 

Alles baut auf Charakter, Körperbau und Gesundheit auf. Was bringt dir das tollste Pferd wenn es krank ist oder gar nicht im Grand Prix laufen kann weil es das körperlich nicht schafft? Oder ein gesundes, nettes Pferd, was so vermurkst ist, dass es krank werden muss früher oder später? Wenn man sich ein Pferd kauft kann man gemeinsam noch vieles lernen und ausbauen. Wichtig ist dann, dass man ein Pferd hat, das mitmachen will, lernwillig und arbeitsfreudig ist und die körperlichen Vorraussetzungen bringt um diese Arbeit auch leisten zu können. willst du in die höhere Dressur ist ein Pferd mit Dackelrücken nicht sehr gut. Und die Gesundheit erklärt sich von selbst, ist das Pferd krank kann es alles noch so gut können, dann ist es krank und kann eben nicht. 

Teilweise gibt es sehr gute Pferde für 3.000 bis 5.000€. Man darf nur nicht an den falschen Ecken sparen

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Hey,

Ja es kommt auf die Rasse und alles an und wenn das Pferd sehr gut eingeritten ist es natürlich noch mal teurer oder wenn es von einem berühmten Rennpferd abstammt kostet es allein dadurch schon mehr also können die Preise sehr unterschiedlich sein aber bei einem gutem Dressur, Spring, Kutsch oder Western Pferd sind die Preise nie niedrig.

LG Franz☺

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Kommentar von glofaxa
08.05.2016, 17:14

Was wär ein Beispielspreis für ein Bayerisches Warmblut, gut in Dressur und von einem mittelmäßigen berühmten Vorfahr? :)

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Kommentar von glofaxa
08.05.2016, 17:58

Danke:)

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Der Preis wird vom Züchter/Verkäufer festgelegt und kann sich neben Abstammung, Ausbildung, Turniererfolgen etc. durchaus auch noch nach allgemeiner Nachfrage, "Mode"-Farbe oder -Rasse richten.

Insofern gibt es keine pauschale Aussage, über Verkaufspreise, sondern man sollte schon etwas nähere Vorstellungen haben, was man sucht....

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Die Frage lautet eher: Was wittert der Verkäufer, was er rausschlagen kann? Die "Platz vor Preis"-Gesäusel sind in den meisten Fällen auch nur ein Spruch. Festgelegt ist da gar nichts. Manche stellen sich Traumpreise vor - manche sind Realisten. So wie die Frage gestellt ist, kann man sie beim besten Willen nicht beantworten. 

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Eigentlich hast du dir die frage doch schon selbst beantwortet. Ein Pferd kriegt man wirklich so ziemlich in allen Preiskategorien, je nah Gebäudebau, Abstammung, Ausbildung...

Leg doch mal Kriterien fest, dann kann man eine ungefähre Preisspanne sagen.

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Kommentar von glofaxa
09.05.2016, 11:14

z.b. Holsteiner, Hengst, mittelmäßiges Exterieur und gute Abstammung, L- Dressur

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