Wie viel könnte dieser Degen wert sein?

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13 Antworten

In der Tat, dem Zustand der Klinge nach zu urteilen, könnte der Degen tatsächlich aus dem Jahre 1722 stammen.

Es handelt sich offenbar um einen sog. Kavaliersdegen, der eine feste, aber stumpfe Klinge hatte, die spitz zulief. Das ist, soweit ich das auf dem Bild erkennen kann, der Fall.

Griff, Knöchelschutz und kleiner Parierkorb als Handschutz sind offenbar aus Messing, aber sonst nicht weiter verziert. Insofern ist der Degen kein Zierstück, der etwa bei Hofe getragen wurde, sondern wohl tatsächlich eine alltäglich mitgeführte Gebrauchswaffe, wie sie im Bürgertum oder auch vom Niederadel benutzt wurde. Der große Knauf ist ein Gegengewicht zur Klinge und ermöglicht eine ausgewogene und bewegliche Handhabung der Waffe - in den Händen eines geschickten Fechters eine tödliche Stichwaffe.

Leider kann ich die Klingeninschrift nur teilweise erkennen. Sie müsste weiteren Aufschluss über die Herkunft der Waffe geben können.

Gibt es auch noch eine zugehörige Scheide? Wenn ja, dann wäre diese Waffe im erkennbaren Zustand einem Sammler sicherlich mehrere Hundert Euro wert. Man müsste natürlich den Knauf abschrauben und feststellen, ob das Klingenstück im Griff nicht verrostet ist. Ich empfehle, die ganze Klinge leicht mit Maschinenöl (z. B. Ballistol) einzureiben, damit sie nicht weiter rostet.

Noch etwas: bitte die Klinge niemals mit der bloßen Hand anfassen, denn die Säuren der Haut sind für den Stahl schädlich!

MfG

Arnold


Aber hallo, ich denke schon. Ein schönes Stück.

Ich weiß, dass es auch in Museen Tage gibt, an denen man solche Stücke bewerten lassen kann und ich könnte mir denken (sicher ist man wohl nie zu 100 %), dass die dich da am wenigsten übervorteilen werden. Erkundige dich doch mal in dieser Richtung. LG.

Der Wert einer Antiquität richtet sich nach sehr vielen Kriterien.  Das Alter ist kein absolutes Kriterium für den Wert, sondern die Geschichte, die dahinter steht.
Daher musst du die Geschichte unbedingt herausfinden, wer war der Besitzer , Hersteller u.s.w.

Das sieht aus wie ein ein Zeremoniendegen, der nicht zum kämpfen gedacht war, sondern eher als Accessoir gedient hat.

Ob er das Alter hat, das eingraviert ist, kann man hier nicht sagen. 

Fakt ist aber, dass es viele Replika gibt. Oder auch Stücke die bewusst gefälscht und auf alt getrimmt wurden. Ich würde mal nach einem Antiquitäten Händler oder besser noch, nach einem Waffenhändler für Antike Waffen suchen bzw dort anfragen. 

Das kommt darauf an ob wir hier von einem Degen mit geschärfter oder stumpfer Klinge reden. Und ob du nachweisen kannst, dass das Stück echt ist.

Von einen Sammler bekommst du bei gut erhaltener Klinge bzw. sollte es ein Übungs oder Zeremonienschwert mit stumpfer Klinge ebenso bis zu 1900€ dafür, wenn du nachweisen kannst, dass das Teil echt und tatsächlich von 1722 ist. Vorallem im späten 19 und frühen 20 Jhd wurden viele Replika angefertigt. Die merkliche  Asymetrie sieht mir zwar authentisch aus, beurteilen kann ich das jedoch nicht.

Aber da spielen noch zahlreiche Komponenten mit rein. Wenn du es an einen Antiquitätenladen verkaufst musst du mit deutlich weniger rechnen, vorallem ohne Nachweise für die Echtheit. Ich persönlich würde das Stück definitiv Behalten und Nachforschungen über seine Echtheit anstellen, und mal schauen ob ich es, sollte es Stumpf sein in meinem historischen Fechtclub benutzen kann.

Nur weil da 1722 drauf graviert ist, muss das noch lange nicht stimmen. Mir sieht das maximal aus, wie ein Dekostück mit Glück aus dem Historismus oder neuer. Geh damit zu einem Militaria-Händler.


In deiner Stadt gibt es doch bestimmte Fachleute die sich damit auskennen. Nehmen wir mal an Du würdest in Hamburg wohnen dann gib mal " alte Waffen schätzen lassen Hamburg " in die Suchmaschine ein. Nur musst Du halt Hamburg durch deine Stadt ersetzen. 

Hey geh doch mal damit zu Bares für Rares oder lass es wo anders wertschätzen dort bekommst du dann nämlich eine richtige Auskunft :)
Lg N.

DoktorGeist 24.02.2017, 19:28

Bares für Rares ist eine Show und ich bin eher schüchtern um sowas zutun oder ich kriege ein extrem roten Kopf dabei.

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was steht denn da vor dem 1722 ?

DoktorGeist 24.02.2017, 19:29

Da steht nur Mo die anderen Buchstaben sind durch das Alter und durch einen Belag unlesbar geworden

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geh damit zu "bares für rares", diese sendung im zdf :D

der schaut schon mal nicht schlecht aus ! hast du den echt im keller gefunden ?  keine scheide dazu ?

ich empfehle dir daß du bei deinem landratsamt - dort dem unteren denkmalamt, nach der telefonnummer oder email- adresse vom landesarchäologen fragst und dich mit dem besprichst. der weiß wer für solchen sachen fachmann ist und dir das ding bestimmen kann !!!! 

von irgendwelchen händlern rate ich dir ab !!!

wenn er echt ist vielleicht zwischen 100 und 1000

Geh vielleicht mal zu einem Antiquitätenladen und frag wegen dem Wert

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