Wie viel habt ihr nach eurem Schulabschluss behalten?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Ein Teil vergessen 36%
Ein Teil behalten 36%
Alles vergessen 18%
Alles behalten 9%

11 Antworten

Geht ja auch gar nicht um den Lernstoff.

Man lernt viel mehr sich zu organisieren, man lernt wie man Informationen aufnimmt und nicht vergisst. Sehr wichtig ist das Recherchieren, auch das will geübt sein. Vorträge werden erarbeitet und gehalten. Die grundzüge einer gesunden Streitkultur in Debatten erprobt.

All diese Fähigkeiten sind superduper wichtig später im Studium und in den meisten Jobs. Der Stoff an sich ist weitestgehend unwichtig. Wenn man das obige gut kann, dann lernt man jeden Schulstoff in kürzester Zeit wieder nach. Ich habe in jedem Semester an der Uni Klausuren gehabt, die vom Umfang dem Abitur nah kamen.

"Alles vergessen" ist allerdings etwas zu krass, denn ich kann noch immer einiges an Mthematik und ich habe auch viel in Geschichte mitgenommen. Aber sicherlich über 80% des Schulstoffs ist weg.

Das kann ich nachvollziehen, aber meine Frage ist eine Reaktion auf die ständigen Meldungen, dass Professoren oder Ausbildungsbetriebe sich zunehmend über die mangelnde Qualität von Schulabgängern kritisch äußern und ich wollte hier nur in der Runde wissen, wie euer Wissensstand ist.

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@KaiserLord

Ich persönlich glaube eher, dass wir (und auch die jüngere Generation) unsere Arbeitsmoral geändert haben. Ich vermute die neuen Medien haben einen großen Stellenwert in unserem Leben eingenommen. Unser Hirn ist im Minutentackt irgendwelchen Reizen ausgesetzt und unser Belohnungssystem läuft ständig auf hochtouren. Jedes mal wenn wir eine Nachricht bekommen sagt unser Hirn "OMG WIE GEIL WAS IST ES" und nach dem Lesen gibt das Belohnungssystem ein "Daumen Hoch" von sich und schüttet Glückshormone aus. Ich vermute, es gibt einen Zusammenhang zwischen diesen Reizen, die es in dieser Intensität von 30 Jahren noch nicht gab, und unserer Befähigung uns mit einer Sache konzentriert und ohne Ablenkung auseinanderzusetzen. Immerhin ist das Lernen ein Prozess bei dem wir uns Stunden oder Tage abrackern und auf eine Tätigkeit konzentrieren. Das Daumen Hoch kommt dann erst mit dem guten Gefühl nach der Prüfung oder wenn wir die Note erfahren. Bei einem Handyspiel werden diese Gefühle im Sekundentakt produziert und somit hat unser Gehirn eine größere Motivation solche Dinge zu tun, als anstrengendes Lernen.

Ich vermute es gibt hier eine Tendenz die sich in schlechteren Leistungen bis in die Universität durchzieht. Ist natürlich schwer nachzuweisen.

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Ein Teil behalten

Was mich interessiert hat, durch Lesen wieder zum Teil ins Gedächtnis zurück geholt. Trotzdem ist nicht viel Schulwissen mehr vorhanden.

Sieht bei mir ähnlich aus

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Ein Teil behalten

Vieles habe ich wieder vergessen, da ich in kürzester Zeit versucht habe viel in mein Kopf reinzupressen und dann viel wieder vergessen habe, aber manches bleibt einfach hängen

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