Wie viel Gewinn bzw. wie hoch darf das Konto eines gemeinnützigen Vereins am ende des GJ sein?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein steuerbegünstigter Verein muss seine Mittel grundsätzlich zeitnah für seine steuerbegünstigten Zwecke verwenden (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 der Abgabenordnung), andernfalls droht tatsächlich die Aberkennung der Steuerbegünstigung.
Zeitnah bedeutet: Innerhalb des auf das Jahr des Zuflusses folgenden Kalender- oder Wirtschaftsjahres.

Unter bestimmten Umständen können jedoch freie oder zweckgebundene Rücklagen in beschränkter Höhe gebildet werden. Näheres dazu in § 58 Nr. 6 und 7 der Abgabenordnung.

Wie mach ich das genau mit den Rücklage, macht das dann der steuerberater? Wie groß können diese Rücklagen sein?

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@nwobildenberg

Die Rücklage nach Nr. 6 der angegebenen Vorschrift ist nicht begrenzt, die Notwendigkeit ihrer Höhe muss allerdings ggf. nachweisbar sein.

Die Berechnung der Maximalhöhe der freien Rücklage nach Nr. 7a findet man in eben dieser Vorschrift.

Ein Steuerberater sollte helfen können.

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Es darf schon ein Gewinn an Ende des Jahres übrig bleiben. Abhängig vom Gesamtumsatz kann das durchaus auch "viel" sein.

Die Tätigkeit des Vereins darf nur nicht nachhaltig auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein. Wenn also im Laufe mehrerer Jahre sich Gewinne und Verluste weitgehend ausgleichen, gibt es gar kein Problem.

Mit dem Trick der zweckgebunden Rückstellungen kann man viel machen. So könnte z. B. vereinbart werden, ein eigenes Vereinsheim zu errichten. Dafür sind über Jahre erhebliche Rückstellungen nötig... ;-)

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