Wie viel Geld bekommt eine Universität pro Student?

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3 Antworten

Die Finanzierung der Hochschulen erfolgt nicht anhand der Zahl der eingeschriebenen Studierenden. Die im Haushaltsplan des Landes für die HS vorgesehenen Mittel ergeben sich vielmehr aus Berechnungen aus den laufenden Kosten, allen voran Personalkosten, Arbeitsmittel, Gebäudekosten usw. usf. Die Studierenden haben auf diese Aufstellung nur insofern Einfluss, als dass es einen gewissen Betreuungsschlüssel pro Lehrenden gibt. Sind also dauerhaft mehr oder weniger Studierende vorhanden, als der Betreuungsschlüssel vorsieht, muss mehr oder weniger Personal angestellt werden bzw. anderweitige Kapazitäten auf- oder abgebaut werden.

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Die Uni erhält - so kurios dies klingen mag - für eingeschriebene Studenten kein Geld. Eine Uni verpflichtet sich zu ihrem Studienangebot und erstellt alle paar Jahre einen Entwicklungsplan für die Weiterentwicklung des Angebotes. Dieser enthält z.B. die Ausschreibung oder Schaffung neuer Stellen (Professuren, Assistenzen etc.), die Setzung neuer Forschungsschwerpunkte, Curriculumsanpassungen (d.h. Anpassungen innerhalb der Studienpläne), interne Prozessoptimierungen und Weiterentwicklungen (z.B. eine Beratungsstelle und ein Maßnahmenkatalog bei sexueller Belästigung), Anschaffungen (z.B. technischer Geräte) u.a. enthalten. Dazu kann auch zählen, in bestimmten Studiengängen die Studierendenzahl zu optimieren (nach unten oder oben), doch ist so etwas eher selten.

Auf Grundlage des Entwicklungsplanes kommt es mit den öffentlichen Fördergebern zu vertraglichen Zielvereinbarungen, die regeln, wie viel die Uni jährlich an Geld bekommt und zu welchen Leistungen sie sich dafür gemäß Entwicklungsplan verpflichtet. Innerhalb der Uni wird das Geld dann entsprechend verteilt, wobei es für Institute besondere Boni gibt für herausragende Forschungsleistungen (Publikationen in A-Level Journals) laut Forschungsdokumentation, die Höhe eingeworbener Drittmittel (=zusätzliche Forschungsförderungen für Projekte, die öffentlich oder privat finanziert sind) sowie für Absolventenzahlen im Rahmen der Regelstudienzeit. Werden bestimmte Vorgaben nicht erreicht, z.B. eine zu geringe Sunmme von Drittmitteln oder eine zu geringe Absolventenzahl, so kann es auch zu Kürzungen kommen.

Mit anderen Worten: Die Uni erhält für einen individuellen immatrikulierten Studierenden im Grunde gar nichts, sondern muss ihren Wert vor allem durch herausragende Forschungsleistungen und Forschungsprojekte seitens der Lehrenden nachweisen. (Deswegen wird die Lehre an Unis im Allgemeinen immer schlechter, weil Unterrichtsleistungen gegenüber Forschungsleistungen ungleich weniger wert sind.) Die Absolventenzahlen im Rahmen der Regelstudienzeit spielen bei der Bemessung zwar auch eine Rolle, aber definitiv eine nur sehr untergeordnete, und sie beziehen sich eher inneruniversitär auf der Institutsebene in ihrem Bezug zur Dekanats- bzw. Rektoratsebene.

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Kannst es dir ja aussrechnen. Etat durch Anzahl Studierende. Ob und wie aussagekräftig das dann ist, steht auf einem anderen Blatt. Bei der Humboldt Uni in Berlin sind es 1000$.

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