Wie viel Futter je Tag fürs Pferd?

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3 Antworten

Generell sollte man um Müsli einen riesengroßen Bogen machen. Da ist viel drin, was der Pferdeverdauung nicht dienlich ist. Die Futtermittelindustrie behauptet da was anderes, aber kein Wunder. An Heu verdienen die nicht. Genauso Mash, das im Prinzip nichts anderes ist als ein Müsli, wo quellfähiges Zeug drin ist und das deshalb vorher eingeweicht werden muss, was mit heißem Wasser einfach schneller geht.

Das Pferd wird bei dem Stockmaß zwischen 450 und 500 kg etwa wiegen. Es sollte pro 100 kg seines Körpergewichts mindestens 1,5 besser aber 2 kg Heu bekommen, also zwischen 7 und 10 kg. Das sollte möglichst so gegeben werden, dass es über 24 Stunden verteilt aufgenommen wird.

Davon kann ein normales Freizeitpferd schon leben.

Reicht das nicht, dann gib ihm Hafer. Versuche, auch hier die Gaben möglichst zu verteilen. Das komische Sprichwort, Hafer macht Pferde überdreht, kannst gleich mal in die Tonne treten. Hafer macht dann nervös, wenn nicht genug Rauhfutter gegeben wird und das Rauhfutter nicht vor dem Hafer gegeben wird, also beispielsweise die Pferde von der Weide kommen und den Hafer schon im Trog finden. Dann werden die kaum hergehen und erstmal speichelanregend Heu kauen. Ist der Speichelfluss aber bereits angeregt, kann die Magensäure viel besser gepuffert werden und die Nervosistät, die immer aus einer Übersäuerung kommt, tritt nicht auf. Zudem sollte man ganzes Korn füttern, weil das weitaus mehr Kautätigkeit und damit mehr Speichel anregt als gequetschter Hafer. Und geöffnetes Haferkorn ist nicht sonderlich haltbar, wird schnell ranzig. Wer's mag ... Wenn im Sommer Weidegras als Saftfutter kommt, das Kraftfutter entsprechend reduzieren. Am besten nach und nach während des Angrasens zurückfahren.

An Saftfutter im Winter ein paar Karotten - aber bitte nicht gleich ein ganzes Kilo. Bis zu einem halben Kilo ist ok, sonst kommt zu viel Zucker ins Pferd, was grobe Nachteile hat im Vergleich zu dem Plus an Vitamin B, was man damit schaffen kann.

Mineralfutter würde ich auch immer dazu geben, ein hochwertiges. Lieber da ein bisschen Geld investieren und dafür die Präparate zur Behebung von Mängeln vermeiden oder gar das Pferd mit diesen Lecksteinen versalzen, die Bauern mal von der Kuh auf's Pferd übertragen haben und die die Industrie so schön kopfnickend bestätigt.

Die Winterhaltung würde ich mir nochmal überlegen an Deiner Stelle. Das ist verdammt viel Stehen, wenn Du mal ausrechnest, wieviele Stunden sie am Stück in der Box sind! Stehen tut der Verdauung nicht gut und dem Bewegungsapparat schon gleich gar nicht und ein Pferd, das im Sommer in relativer Freiheit leben durfte, geht da auch noch psychisch vor die Hunde. Manche haben so "mechanischen Gehorsam", dass sie sich für den Menschen regelrecht zusammenreißen (muss das sein) oder versuchen, sich wenigstens mit dem Menschen gut zu stellen, wenn sie schon in Einzelhaft stehen müssen, manche werden depressiv, andere gereizt. Dieses berühmte "im Winter sind die Pferde knackig" kommt daher. Wer sein Pferd ganzjährig ganztags in der Herde hat, merkt, wie ausgeglichten, aber auch fit die zu jeder Jahreszeit sind. Auch dass sich Pferde wegen der Kälte steifer bewegen, trifft bestenfalls auf kranke Tiere zu. Wenn ein Pferd steif wird im Winter, liegt es meist daran, dass toben und rennen am kleinen Paddock nicht viel Spaß macht, es nachts viele Stunden stehen muss und somit einfach an Geschmeidigkeit einbüßt - was Arthrosen förderlich, also nicht auf die leicht Schulter zu nehmen ist.

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Hallo,

zuerst solltest du dich mal informieren, was als Inklusivleistung vom Stall her schon gefüttert wird. Weiterhin ist es wichtig, ob dein Pferd in einer Box mit Spänen oder Stroh als Einstreu steht (wenn es denn in eine Box kommt).

Normalerweise wird vom Stall aus mindestens Heu gefüttert. Heu und/oder Stroh sollte ausreichend zur Verfügung stehen, am besten rund um die Uhr. So als grobe Orientierung kann man hier 1,5 kg Heu pro 100 kg Pferdegewicht rechnen. Idealerweise hat das Pferd immer Rauhfutter zur Verfügung.

Mineralfutter ist wichtig. Da solltest du auch welches füttern.

Unter Saftfutter fällt das Weidegras im Sommer. Außerdem gehören hier z. B. Apfel und Möhren dazu. Ich denke mal bei so Beigaben wie Äpfel oder Möhren muss man nicht auf jede einzelne Möhre achten. Die kann man ruhig so bisschen nach Gefühl geben.

Das Müsli zählt zum Kraftfutter. Beim Müsli ist es so, dass es erstens viele verschiedene Hersteller mit vielen verschiedenen Produkten gibt. Außerdem sind in vielen Müslis sehr viele Zusatzstoffe drin, die nicht unbedingt sein müssten. Ob du generell Kraftfutter fütterst hängt aber von vielen Faktoren ab. Da würde ich einfach mal warten bis du ein Pferd hast, dann kennst du den genauen Typ und weißt was das Pony dann leisten muss. Wenn du Kraftfutter geben willst würde ich eher zum Hafer raten. Da weißt du was du genau ins Pferd fütterst und hast keine Zusatzstoffe mit dabei.

Das richtige Futter zu finden ist nicht einfach.

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Je nachdem was mit dem Pferd gemacht wird.

Müsli würd ich nicht geben. Ein Pferd einer Bekannten hat immer Kreuzverschläge bekommen wo keiner die Ursache kannte. Also aufgehört wurde Müsli zu füttern hörten die Kreuzverschläge auf...

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