Wie viel darf ich verdienen und wie viel darf ich auf meinem Konto sein?

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5 Antworten

Wenn du kein Bafög - bekommst und nur Kindergeld,dann solltest du auch ALG - 2 beziehen !

Gehörst du also noch zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Eltern,dann darfst du min. 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen angespart haben,allgemein gilt,pro vollendetem Lebensjahr 150 € + diese einmaligen 750 €.

Verdienen solltest du dauerhaft nicht mehr als 450 €,solange du noch zur Schule gehst,denn sonst hättest du eine versicherungspflichtige Beschäftigung und würdest Abzüge haben,was bis 450 € in der Regel nicht der Fall ist.

Kommentar von EstherNele
29.12.2015, 00:42

dann darfst du min. 3100 € + ...

Hallo isomatte,

habe extra noch mal nachgeschaut ... für Minderjährige sind es maximal 3.100 €.

Dein Einwand wegen der 450 €:Ich habe das hier mal in einem Kommentar durchgespielt - bei ca.460 € fällt FS mit anrechenbarem Einkommen + Kindergeld aus der BG raus. Das sollte man verhindern.

Denn wenn derjenige keine Leistungen nach SGB II bekommt, dann hieße das auch:  keine Lehrmittelfreiheit, keine Kostenübernahme bei Klassenreisen oder kein Sozialticket für den Nahverkehr (in Bln. ist das Sozialticket 20€ billiger als die Schülermonatskarte).

Da wiegen ein paar Euro mehr Verdienst diese Nachteile nicht auf.

Gruß Anne

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Ich kenne solche BG-Konstrukte, wo ein Kind /Kinder kein ALG II bekamen, sondern Wohngeld, obgleich die Eltern ALG II bezogen haben.
Dafür müsste dein "Einkommen" aber fast deinen Bedarf decken.

Normalerweise trifft so etwas zu bei Kindern, die nicht nur Kindergeld bekommen, sondern auch noch Unterhalt von einem Elternteil, der nicht im Haushalt lebt.

Nach dem SGB II hättest du einen Bedarf von 306 € Regelleistung und einem Drittel eurer Warmmiete (wenn ihr zu dritt seid). 
(Falls es noch weitere Geschwister gibt: dann Miete geteilt durch Personenzahl = dein Mietanteil).

Wenn du Einkommen hast, dann muss das verwendet werden, um deinen Bedarf davon zu bestreiten zum Beispiel dein Kindergeld. Heißt, deine Eltern würden nicht 306 € als Regelleistung für dich bekommen, sondern genau den Betrag des KG weniger. Das nennt man: es wird angerechnet.

Du beziehst Kindergeld in Höhe von 190 €, das reicht allerdings noch nicht einmal aus, um deinen Regelsatz daraus zu bestreiten, geschweige denn den Mietanteil (der ja noch dazukommt)..

Entweder du hast noch eine Art von "Einkommen" (das könnte  - ganz allgemein - Halbwaisenrente oder der schon erwähnte Unterhalt von einem getrennten Elternteil sein).

Ansonsten haben sich deine Eltern einfach falsch ausgedrückt und du bekommst die KdU - die Kosten der Unterkunft und Heizung - vom Jobcenter. Oft wird diese Leistung salopp auch "Wohngeld" genannt, obwohl es mit dem Wohngeld vom Wohngeldamt NICHTS zu tun hat, im Gegenteil, die beiden Leistungen schließen sich aus.

Aber nun zu deiner Frage.

Wenn du dazuverdienst, dann darfst du einen Teil davon behalten - der sogenannte Freibetrag. Alles darüber wird angerechnet.

Der Freibetrag errechnet sich so:
die "ersten" einhundert Euro aus deinem monatlichen Einkommen darfst du ohne Wenn und Aber komplett behalten. Alles über diese 100 € wird zu 80 % angerechnet, also 20% davon darfst du behalten.

Beispiel: wenn du 230 € verdienst, dann hast du erst einmal 100 € und dazu noch 20% von den verbleibenden (230 - 100) €, also 20% von 130.

Insgesamt darfst du also monatlich 100 € + 26 € = 126 € behalten.
104 € würde man dir anrechnen.

Du musst - selbst wenn dein Verdienst unter 100 € liegt - diese Nebenbeschäftigung dem Jobcenter melden, das heißt, deine Eltern müssen es.

Dein Verdienst wird aber nur bei dir angerechnet, also auf den Betrag, den das Amt für dich zahlt. Lass dich nicht verunsichern, wenn Leute dir erzählen wollen, "das Geld würde deinen Eltern abgezogen".
Wenn du, um beim Beispiel von vorhin zu bleiben, 230 € verdienst, würde man 104 € anrechnen. Da deine Eltern ja das Geld für dich bekommen, würde der Auszahlbetrag, den sie erhalten, genau um diesen Betrag geringer sein. Du kannst von den 230 €, die ja an dich ausgezahlt werden, deinen Eltern diesen Betrag geben - sonst würden sie ja darunter, dass du dazuverdienst, finanziell noch leiden müssen.

Dir bleibt dann ja immer noch der Freibetrag von 126 €.

Kommentar von blumenkanne
29.12.2015, 11:46

falsch, er darf alles was er verdient behalten. du erläuterst blödsinn. es wird einfach nur der bedarf gesenkt, wenn er über dem anrechnungsbetrag verdient. er darf soviel verdienen wie er will und ist es bedarfsüberhängend, dann fällt er aus der bg raus und muss seine kosten selbst bestreiten.

die eltern leiden nicht, sondern bekommen nur noch das was sie benötigen für sich selbst. die kdu und essengeld fordern sie dann vom kind ein. das ist also völlig in ordnung.

deine antwort zusammengefasst lautet richtig: du darfst geld verdienen, es wird dir nach freibeträgen abgezogen was du bedarfsüberdeckend verdienst - aber es gibt keine grenzen des hinzuverdienst in deutschland. du darfst soviel geld machen wie du willst. er könnte mit 18 sogar bei gutem verdienst selbständig ausziehen, so er sich das leisten könnte.

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100€ darfst du Verdienen im Monat. Bankguthaben weiß ich nicht genau. Schau mal im SGB2 nach.

Kommentar von aribaole
28.12.2015, 18:41

Er wohnt bei den Eltern, ung gehört zu deren Bedarfgemeinschaft. 100 Euronen dürfen ohne Meldung verdient werden, was ist da jetzt falsch?

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Kommentar von EstherNele
28.12.2015, 23:30

Er darf auch mehr verdienen, nur bleiben eben nur 100 € komplett anrechnungsfrei, von allem weiteren darf er nur 20% behalten, der Rest wird angerechnet.

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Eine bedarfsgemeinschaft wie eine familie muss alle einkünfte der gemeinschaft offen legen. Ihr bezieht sozialgelder von sozialversicherungspflichtigen arbeitnehmern die monatlich geld einzahlen und wollt eigeneinkünfte nicht angeben. Tolle mentalität. Das nennt man sozialbetrug. 

Kommentar von blumenkanne
28.12.2015, 18:12

das nennt man sinnloses gehetze deinerseits, gerade von sachen von denen du überhaupt keine ahnung hast. das ist eine ganz normale frage, die man ganz offen beantworten kann. wenn du das nicht kannst, warum schreibst du dann müll dazu?

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