Wie viel darf ich an Krankengeld bekommen, um noch Sozialgeld/Wohngeld beantragen zu dürfen?

4 Antworten

Regelsatz H4 oder Sozialgeld sind glaube ich 391,- Euro + Miete. Du liegst noch darüber mit 730 Euro. Wohngeld kannst Du versuchen. Antrag kostet ja nichts. Ich glaube jedoch nicht daran.

Das einzige was du beantragen kannst,ist Wohngeld !

Denn da bekommst du mehr als bei einer ALG - 2 Aufstockung vom Jobcenter und wenn das Wohngeld + dein Krankengeld deinen Bedarf laut SGB - ll deckt,musst du Wohngeld beantragen.

Dein Regelsatz laut SGB - ll beträgt 391 € + deine 300 € für die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung = 691 € gesamter monatlicher Bedarf.

Wenn du keine Nebenbeschäftigung hast,würden dir von deinen 730 € Krankengeld 30 € Versicherungspauschale abgezogen,so das am Ende ein anrechenbares Einkommen von 700 € bleiben würde.

Zieht man davon deinen Bedarf ab,blieben noch 9 € Überschuss,der über deinem Bedarf liegt,selbst wenn man die ca.18 € GEZ - Beitrag noch dazu addieren würde,blieben gerade mal ca.10 €,die dir bei einer Aufstockung zustehen würden.

Da bekommst du mit Wohngeld mit Sicherheit mehr !

Hallo, ich hatte in ähnliches Problem und habe mich nach langem Hin und Her doch für einen Wohngeldantrag entschieden. Ich hab's nicht bereut. Ohne dieses Extra-Geld wäre es nicht zu schaffen. Das zuschußberechtigte Einkommen ist, soviel ich weiß, in allen Bundesländern einheitlich. Allerdings hängt die Wohngeldhöhe auch von Faktoren wie Quadratmeter und Mietstufe usw. ab. Mach Dich, wenn Du den Antrag stellen willst, darauf gefaßt, Dich sozusagen "nackig auszuziehen". Ich mußte z. B. eine Aufstellung über sämtliche monatliche Ausgaben (aufgegliedert in einzelne Bereiche: Strom, Versicherung, Telefon, Körperpflege u.ä.) machen. Es kam eine ganze Seite zusammen. Außerdem mußte ich belegen, wie ich das alles finanziere. Auch größeres Vermögen ist anzugeben. Mir wurde vor etwa 3 oder 4 Jahren gesagt, das beträfe Vermögen über 60.000€; inzwischen muß man es immer angeben. Ob es angerechnet wird, kommt dann auf die Höhe an, die sich scheinbar immer mal wieder ändert. Früher spielte Erspartes gar keine Rolle, aber na ja, die Zeiten ändern sich ... Falls du von jemandem eine Finanzspritze bekommst, muß auch die angegeben werden. Außerdem muß ich zu jedem Antrag (Kreis Rosenheim) Kopien von Kontoauszügen beilegen, die beweisen, daß ich die Miete selbst zahle. Es wird also eine Menge Arbeit auf Dich zukommen. Und von einer Freundin, die ebenfalls in einer WG wohnte - aber in einem anderen Bundesland (keine Ahnung ob's daran lag) - weiß ich, daß es bei ihr ziemlich verzwickt war, sie aber letztlich doch Erfolg hatte. Es hängt vermutlich auch viel von dem/der zuständigen Sachbearbeiter/In ab. Würde Dir raten, vorab erst mal versuchen telefonisch bei Deinem zuständigen Landratsamt/Gemeinde oder Stadt, Abt. Wohngeldstelle, Auskünfte zu bekommen. Dann kannst Du vielleicht besser einschätzen, ob sich in Deinem speziellen Fall die Mühe lohnt. Zum Vergleich: Ich hab in etwa eine EU-Rente (brutto) in Höhe Deines Krankengeldes und bekomme monatlich gut 100€ Wohngeld. Bleib am Ball! Jeder Euro zählt. Weitere ausführliche Infos - sogar mit einem guten Wohngeldrechner - findest Du auch unter "www. wohngeld.org". Und: Frag bei Deiner Krankenkasse nach einer teilweisen Befreiung von der Zuzahlung. Es könnte sein, daß Dir das was bringt; besonders bei längerer oder chronischer Erkrankung. Viel Erfolg und baldige Genesung wünsch ich Dir von Herzen!

P.S. Der Wohngeldantrag muß jährlich neu gestellt werden. Aber mit den Jahren wird's einfacher ;)). Ich hab mir angewöhnt von jedem, beim Amt abgegebenen Blatt Papier (und nicht nur vom Antrag selbst), ein Kopie für meine Unterlagen zu machen. So behalte ich besser den Überblick und tu mich beim nächsten Mal leichter. Viele Grüße!

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