wie viel dar ich mit 18 neben unterhalt vom vater verdienen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo moepees,

Soweit ich weiß, kannst Du problemlos bis zu 40 € pro Monat verdienen, um damit Dein Taschengeld aufzubessern. Das Geld kann weder Dir noch Deiner Mutter vom Unterhalt Deines Vaters abgezogen werden. Solltest Du aber mehr verdienen, kann der Betrag über die 40 € hinaus ganz oder teilweise verrechnet werden.

Liebe Grüße

EinNetterMensch

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Da ein Teil meiner Antwort verschwunden ist, hier noch einmal:

Du bist 18 Jahre alt und damit volljährig. So gesehen bist Du selber für Dich und Dein Leben bzw. Deinen Unterhalt verantwortlich. Es sei denn, Du gehst noch zur Schule oder machst eine Ausbildung oder studierst. In dem Fall hast Du aber nicht nur Deinem Vater gegenüber sondern auch Deiner Mutter gegenüber grundsätzlich erst einmal einen Unterhaltsanspruch. Aber da Du bei Deiner Mutter wohnst, braucht sie Dir natürlich kein Bargeld zu geben. Sie hat anscheinend auch selber nicht genug, sonst würde sie ja keinen Unterhalt von Deinem Vater bekommen. Je nachdem, was Du tust oder noch tun wirst, hast Du evtl. Anspruch auf Bafög oder Ausbildungsbeihilfe. Das müsstest Du dann schon beantragen. Dieses dann eigene Einkommen darf mit dem Unterhalt verrechnet werden. Die oben genannten 40 € beziehen sich auf den Hinzuverdienst eines Kindes ohne eigenes Einkommen. Wenn Du AlG II bekommst, sieht die Sache wieder anders aus.

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@EinNetterMensch

Das finde ich auch interessant:

Lehrlinge: Von einer Ausbildungsvergütung bleiben 90,- Euro anrechnungsfrei. Der Rest wird angerechnet.

Kindergeld: Bei minderjährigen Kindern wird die Hälfte des Kindergeldes, derzeit also 92,- Euro, als eigenes Einkommen angerechnet. Deshalb muss von den Unterhaltsbeträgen der Düsseldorfer Tabelle regelmäßig je 92,- Euro abgezogen werden, um den tatsächlich geschuldteten Betrag zu ermitteln. Bei volljährigen Kindern gilt das gesamte Kindergeld i.H.v. 184,- Euro als Einkommen des Kindes und mindert insoweit den Unterhaltsanspruch.

Wohnvorteil: Wenn minderjährige Kinder zusammen mit einem Elterteil mietkostenfrei wohnen (z.B. in einer Eigentumswohnung), so ist bei ihnen - anders als beim Ehegattenunterhalt - kein Abzug in Höhe des Wohnwerts vorzunehmen. In den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle ist der Umstand, dass der betreuende Elternteil die Wohnung kostenlos zur Verfügung stellt, nämlich bereits berücksichtigt

(Das ist ein Auszug des Linkes von cakejane)

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@EinNetterMensch

Ach, und da steht das auch mit den 40 €!

Schüler sind grundsätzlich nicht zu einer Nebentätigkeit verpflichtet, auch nicht in den Ferien. Gehen sie trotzdem einer Schülerarbeit nach, so bleiben die Einnahmen unberücksichtigt, solange es sich um geringfügige Einnahmen handelt, die nur das Taschengeld erhöhen. Soweit das Einkommen darüber hinausgeht, gilt folgendes: ein Teil, mindestens 40,- €, bleibt als berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei. Der darüber hinausgehende Betrag wird "nach Billigkeit" angerechnet. In den meisten Fällen wird man die Hälfte des zusätzlichen Betrages anrechnen können. Beispiel: ein Schüler verdient nebenher 200,- € netto. Da 40,- € anrechnungsfrei bleiben, ist der Rest von 160,- € nach Billigkeit anzurechnen. Rechnet man die Hälfte an, so sind dies 80,- €, das heißt der Unterhalt reduziert sich um 80,- €.

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Dein Vater muss dir bzw. deiner Mutter Unterhalt zahlen. Du kannst nebenbei ruhig einen 400 Euro Job machen, bzw eine Lehre. Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun.

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ja ich wohne ja noch bei meiner mutter, wird auch noch so paar jährchen dauern, weil ich noch weiter zur schule gehe. wollte nur wissen wie viel ich verdienen darf, ohne dass bei dem geld von meinem vater an meine mutter bzw mich abzüge gibt

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das ist so nicht ganz richtig, leider. sieh dir mal den link an, den ich weiterschickte....

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Wieso der Mutter ? Der Fragensteller ist 18.

Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun.

Es hat in jeden Fall etwas damit zu tun. Bedürftigkeit ist die Voraussetzung für einen Unterhaltsanspruch. §1602 BGB Abs 1.

(1) Unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Heißt, das eigene Einkommen spielt fast immer eine Rolle. Bei einen Schüler ist ein Nebenverdienst allerdings überobligatorisch, d.h. es kann nicht erwartet werden, das er arbeitet um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Du kannst nebenbei ruhig einen 400 Euro Job machen, bzw eine Lehre.

Lehrgeld ist was völlig Anderes, das wird nach Abzug von 90€ komplett auf den Bedarf angerechnet, eine Ausbildungsvergütung ist grundsätzlich nicht überobligatorisch und daher für den Unterhalt einzusetzen.

Wenn tatsächlich 400€/ Monat über das ganze Jahr verdient wird, dann kommt es auf den Einzelfall an. Wenn man z.B. 40€/h verdient und das Geld so mit geringen Zeitaufwand erhält, dann wäre schon ein Teil anzurechnen.

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Mit 18 sind grundsätzlich beide Elternteile barunterhaltspflichtig, also Vater und Mutter.

wie viel darf ich selber dann noch nebenbei im monat verdienen

Zunächstmal ist zwischen Rechtsanspruch und Titulierung zu unterscheiden. Solange ein Titel besteht, kann gepfändet werden. Die Rechtmäßigkeit des Titels wird bei der Pfändung nicht geprüft, sondern nur ob dieser überhaupt gültig ist. Dazu müßte man wissen was genau im Titel steht und ob und wie lange dieser befristet ist. Auf die Pfändung selbst hat ein Eigenverdienst darher zunächst keine Auswirkung.

Aber natrülich hat der Vater, wenn der Titel nicht mehr korrekt ist einen Anspruch auf Änderung des Titels, z.B. auch wenn dieser nicht auf die Volljährigkeit befristet ist, und das Kind volljährig wird. Dies kann er ggf. auch gerichtlich durchsetzen.

Es kommt darauf an, was sie überhaupt machen. Ein Unterhaltsanspruch besteht nur noch während der Erstausbildung. Und dann kommt es darauf an, woher das Geld kommt. Eine Ausbildungsvergütung z.B. wird bis auf 90€ auf den Bedarf angerechnet.

ja ich wohne ja noch bei meiner mutter, wird auch noch so paar jährchen dauern, weil ich noch weiter zur schule gehe.

Im Falle eine Schulbesuches wäre ein Nebenverdienst überobligatorisch. Es wird daher nie voll, sondern wenn überhaupt nur zum Teil also zur Hälfte auf den Unterhalt angerechnet. Eine gesetzliche Vorgabe ab wann das angerechnet wird, gibt es nicht.

Bei Harz 4 wären Ferienjobs bis zu 1200€/ Jahr anrechnungsfrei. Diese Größenordnung wäre auch im Unterhaltsrecht noch unkritisch.

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