Wie viel Chemie kommt im Medizinstudium dran?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt sicher drauf an,  wo man am Ende studiert. Ich kenne das Studium nur ein wenig aus Münster und Lübeck, da ich als Chemiestudent Medizinstudenten Nachhilfe gegeben habe. Aus meiner Sicht ist das natürlich nicht viel Chemie, aber einige  Studenten kämpfen da schon mit.  Man muss die einfachsten Strukturen kennen,  wie z.B. Kohlenwasserstoffe und später Aminosäuren. Außerdem werden Dinge gemacht, wie pH Wert berechnen, Reaktionsgleichungen aufstellen und Atomaufbau und ein paar organische Reaktionen werden auch gelehrt. Das Problem vieler Medizinstudenten ist, dass sie lieber alles auswendig lernen wollen, anstatt zu verstehen. Dadurch wird es oft eine Menge Stoff. Das Studium beinhaltet auch Laborpraktika. Informier dich am besten in der Medizin Fachschaft bei potentiellen Unis. Das sind Studenten,  die das Studium selber gerade durchlaufen und gerne beraten. 

Danke :-)

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Immer wieder faszinierend, wie viel hier einfach ins Blaue hinein geraten und als selbstverständliche Tatsache dargestellt wird (siehe R- und S- Sätze bei Verbrennungen ;-).

Man muss im vorklinischen Abschnitt des Studiums (1. bis 4. Semester) u.A. in Chemie und Biochemie (das ist ja inhaltlich keineswegs trennscharf und baut auf einander auf) Vorlesungen hören, Klausuren schreiben und Praktika absolvieren. Chemie ist auch ein nicht unwichtiger Bestandteil des Physikums. 

Der Stoff geht, wie "HelloMaryLou" richtig schreibt, im Großen und Ganzen nicht über Oberstufen- Wissen hinaus. Ohne Vorkenntnisse muss man sich also logischerweise mehr reinhängen als jemand mit Chemie- LK in der Schule, aber auch wenn man Chemie abgewählt hat ist das kein Drama.

@ Ortii: Wo studierst du denn, dass Terminologie eine größere Hürde als Chemie darstellt? Das kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen, gerade da keineswegs Lateinkenntnisse sondern nur fachspezifische Vokabeln aus Latein und Altgriechisch nötig sind...

Mach dir mal weniger Gedanken über Chemie sondern eher mehr über Latein :) Klar ist Chemie auch mit dabei da ja sämtliche Medikamenten aus Chemie besteht. Auch Biochemie kommt drann (Neurotransmitter etc.). Aber das ist nichts gegen das Latein was du drauf haben musst. Die "medizinische Sprache" besteht aus 50% Latein, 25% französich und 25% englisch.

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