Wie viel Cent/L Milch sind für den Bauer angemessen?

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12 Antworten

Wenn man bedenkt, das der Milchpreis bereits vor 20Jahren höher war als jetzt, die Inflation jährlich etwa 2-3% ausmachen, da würde ein reeller, angemessener Preis sicher bei über 50 Cent liegen.
Nun ist es halt einmal so, das Milch und Milchprodukte ideale Lockartikel für Supermärkte sind, und die Riesenkonzerne bestimmen den Preis ( hat mit Angebot und Nachfrage nicht wirklich was zu tun!)
Vergleich mal Milchpreis einst und jetzt und dann Bier oder Kosmetikartikel, etc... Einst und jetzt!

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Kommentar von Xapoklakk
12.06.2016, 14:18

Spotbilliges Bier oder Markenparfüm wären auch tolle Lockartikel. Gibt es aber nicht, weil die Produktion nicht subventioniert wird.

Nur wo Staatsbürokraten ihre schmierigen Finger drin haben, gerät der Markt in Unordnung.  

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30-32 cent benötigt der Milcherzeuger um Milch zu produzieren (Auskommen). Hier ist weder der eigene Lohnansatz noch Eigenkapitzalverzinsung, und von einer Gewinnmarge u.a. zur Altersabsicherung mal ganz zu schweigen, enthalten. Um auch weiterhin die Jugend für diesen Bereich motivieren zu können muß eine Nachhaltigkeit auf Dauer vorhanden sein. Das Vieh wird 2x täglich versorgt 364 Tage im Jahr auch an Sonn-und Feiertagen. Man muß auch mal Fieberkrank seiner Verantwortung nachkommen. 40 cent muß der Milchbauer heute haben um ein Einkommen zu haben. Wenn ähnlich wie in der Wirtschaft die Teuerungs/Inflationsdraten bei der Rohmilch eingefordert worden wäre so läge der Rohmilchpreis heute bei 55 cent.

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Je nachdem, wie viel der Landwirt in den letzten Jahren investiert hat und wie hoch seine laufenden kosten sind, bzw. wie effizient er produziert, liegt die Spanne für den Auszahlungspreis zwischen 30 und 40 ct um die Kosten zu decken. Um noch Gewinn für Investitionen in Modernisierungen und Tierwohl zu erwirtschaften, wären weitere 2 bis 5 ct notwendig.

20 ct sind definitiv zu wenig.

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Ganz ehrlich ich finde 20 Cent viel zu wenig 50 Cent wären angemessen . Aber so läuft die Wirtschaft Hauptsache im Geschäft 1 -2€ für eine Liter Milch anbieten . 10 Cent t Shirt in (Indien )hier 15-20 Euro verkaufen so läuft das heute 

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Kommentar von Xapoklakk
12.06.2016, 14:31

Warum wohl, gibt es bei solchen Spannen keine neuen Unternehmen, welche für Konkurrenz sorgen und damit für steigende Löhne in der Produktion und sinkende Preise hier sorgen? Vermutlich weil es hier und in den Herkunftsländern zu viele bürokratische Hürden gibt.  

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Es gibt eigentlich so eine Art "Faustregel", das man als Landwirt 40 Cent für den Liter Milch brauch um ordentlich davon leben zu können. 

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Also mein Kumpel meinte zu mir mindestens das doppelte. Der gibt sich aktuell garnicht damit zufrieden

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Die Milchbauern haben jahrzehnte gepampert in einer Planwirtschaft gelebt mit festen Milchpreisen. Nun haben wir hier Marktwirtschaft, wie bei allen anderen Marktteilnehmer auch. Die guten werden als Milchbauern überleben und die weniger guten etwas anderes machen müssen.

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Kommentar von Eric1505
22.05.2016, 23:07

Ja haha du bist ja lustig,  Marktwirtschaft bedeutet Angebot rund Nachfrage müssen ausgeglichen sein. Aber die Nachfrage bestimmt schon lange nicht mehr den preis.....sonst wäre alles ok aber so....

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Theorie: In einer Marktwirtschaft bestimmt die Nachfrage den Preis. Wenn 20 Cents den Bauern nicht mehr ausreicht, dann hören sie auf zu produzieren und das Angebot wird verknappt. Somit steigt der Preis dann auch wieder.

Praxis: Klar, ein Bauer kann nicht einfach mal einen Monat keine Milch produzieren, denn es gibt ja nicht viele Alternativen. Jedoch müssen 20 Cents ausreichen, sonst würden sie ja ihr Land verkaufen und aufhören zu produzieren. Mitleid muss man in den meisten Fällen nicht haben. Die meisten Bauern hocken auf einem Land im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. In der Schweiz werden sie sogar noch subventioniert. Es werden immer weniger Bauern und das hat Vor- und Nachteile.

Ausserdem leben Bauern ja nicht nur von der Milch und versorgen sich selbst, haben also geringe Konsumausgaben. Sie müssen auch keine Miete bezahlen.

KURZ: Den Bauern geht es gut.

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Kommentar von frank394
21.05.2016, 07:41

Nur weil der Landwirt keine Milch kaufen braucht, hat er nicht umbedingt geringere Konsumausgaben als andere Haushalte. Außerdem, was bringen mehrere Hektar Land, wenn diese nicht zur Liquidität in dieser schlechten Zeit beitragen können.

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Kommentar von Nogli
21.05.2016, 09:09

..hast wohl zuviel "Heidi" geguckt?

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Kommentar von kalimeroei
21.05.2016, 09:26

Wo geht es Bauern gut?
Ich weiß nicht in welcher Branche du arbeitest, aber wie würde es dir gefallen mit Löhnen aus dem  vorigen Jahrtausend entlohnt zu werden?
Und richtig, Land kann man verkaufen, aber nur einmal und dann...?

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Kommentar von Omnivore10
21.05.2016, 11:00

Sie müssen auch keine Miete bezahlen.

Dafür haufen Pacht, Strom- und Wasserkosten! Und weißt du was so ein Traktor kostet? Glaub ja nicht, dass die Bauern in Geld schwimmen!

KURZ: Den Bauern geht es gut.

Das glaubst aber nur du!

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Der Preis eines Produkts (Milch) richtet sich nicht danach, was der Hersteller (Bauer) für angemessen hält, sondern entsteht durch Angebot und Nachfrage am Markt.

Wenn die Bauern den Milchpreis für zu niedrig halten, sollen sie halt weniger Milch produzieren oder dafür sorgen, dass mehr Milch nachgefragt wird.   

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Kommentar von DerKorus
20.05.2016, 23:47

und du denkst das können die bauern einfach so machen..nicht dein ernst oder?

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Da gabs mal so ne Rechnung war vorgestern in gallileo
Ich glaube würde ein l milch im discounter 45 cr kosten ware alles gut und angemessen

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Mach dir mal keine Sorgen. Bauern sind generell nicht arm. Früher war der Adel reich, die Bauern arm. Heute ist es genau umgekehrt. Und falls sie mit ihrer Milch nicht genug verdienen, springt ja Vater Staat ein. Trotzdem sollte man den Wert der Milch als Lebensmittel schätzen. Ich wäre gerne bereit, für einen Liter Milch auch einen Euro zu bezahlen. Genauso frach finde ich ürigens das heutige Urteil, dass das millionenfache Töten von männlichen Küken weiterhin erlaubt ist.

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Kommentar von Xapoklakk
21.05.2016, 00:06

Den getöteten Küken ist es egal, ob sie in den Schredder kommen, im Zoo an Raubvögel verfüttert werden oder nach ein paar Wochen Mast im Grill landen. Wichtig ist nur, dass die Tiere nicht unnötig leiden müssen.

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Kommentar von AppleTea
21.05.2016, 06:24

Ihnen ist es sicher nicht egal, dass sie sterben müssen!

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Kommentar von Omnivore10
21.05.2016, 10:55

Bauern sind generell nicht arm. Früher war der Adel reich, die Bauern arm. Heute ist es genau umgekehrt.

Na dann zeig mir mal EIN Bauer, der im Geld schwimmt!!! Selbst WENN sie etwas mehr Geld haben WÜRDEN, könnten die das gar nicht ausgeben, weil sie nämlich 16h am Tag damit beschäftigt sind DEINE Nahrung herzustellen!

Und falls sie mit ihrer Milch nicht genug verdienen, springt ja Vater Staat ein.

Wo hast du denn dieses Märchen gelesen?

Genauso frach finde ich ürigens das heutige Urteil, dass das millionenfache Töten von männlichen Küken weiterhin erlaubt ist.

Was ist daran frech? Die Urteilsbegründung war eindeutig plausibel!

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Sie sollten gar nix mehr dafür bekommen. Dann lassen sie es hoffentlich irgendwann bleiben

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Kommentar von kalimeroei
21.05.2016, 09:29

Was soll diese Antwort??
Keine Ahnung wovon du dich ernährst, aber hat dir irgendein Landwirt etwas getan, um so feindselig zu sein.?

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Kommentar von AppleTea
21.05.2016, 13:04

Nö. Ich beantworte ehrlich die Frage mit meiner Meinung, die ja wohl gefragt war. Ich halte nicht davon, die Milchkuhhaltung zu unterstützen. Wenn die Bauern stattdessen Pflanzen anbauen, hab ich nichts gegen sie.

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Kommentar von AppleTea
21.05.2016, 19:55

Für Dünger brauchts keine Tiere. mal was von Bio-veganer Landwirtschaft gehört?

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Kommentar von AppleTea
22.05.2016, 07:35

wir hätten genug Flächen um Pflanzen für Dünger anzubauen.

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