Wie viel bekommt man bei einer leichten bis moderaten Sedierung von seiner Umwelt mit und kann reagieren?

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1 Antwort

Eine leichte Sedierung kann man z.B. mit 2 Gläsern Bier erzeugen, oder mit einer Dosis Lachgas von 30% Lachgas und 70% Sauerstoff. Eine leichte Sedierung zeichnet sich dadurch aus das die Hirnfunktion und Koordination nur leicht beeinträchtigt sind. Du kannst also quasi alles machen, du brauchst nur länger und führst es weniger genau aus. Du kannst also laufen, die Augen offenzuhalten ist nicht besonders schwer, auch für die gesamte Dauer der Sedierung. Man ist wach! Du kannst Konversation betreiben und auch komplexe Sachverhalte besprechen - wahrscheinlich kommst Du auf andere Ergebnisse, als wenn du nüchtern bist  - wie eben nach ein paar Gläsern Bier auch.

Bei der Moderaten Sedierung (kann z.B. mit sehr viel Alkohol oder z.B. mit wohldosiertem Valium, Ketamin, Propofol  oder vergleichbaren Medikamenten erreicht werden) sieht es schon anderes aus - hier ist das Bewusstsein bereits beeinträchtigt. Man "erscheint" bewusstlos und muss mit taktiler Stimulation (anzutippen, kneifen) erweckt werden. Oft laute Ansprache nötig. Konversation ist nur noch auf einem niedrigen Niveau möglich. Beide Sedierungsformen haben keinen Einfluss auf Atmung und Kreislauf. Bei der Moderaten Sedierung ist aber ein Abdriften in die Tiefe Sedierung sehr leicht möglich - hier kann es zum Aussetzen der Atmung kommen!

Entscheidender Unterschied zwischen Leichter, Moderater und tiefer Sedierung ist die Bewusstseinslage.

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Kommentar von Vadfingel
25.11.2015, 17:19

Danke, hat echt geholfen :) weißt du auch, wie bei beiden, oder eher der moderaten Sedierung das Erinnerungsvermögen im Nachhinein aussieht?

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