Wie viel Alkohol ist zu viel?

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  1. Wenn Du regelmäßig jeden Tag/Abend eine Flasche Bier, ein Glas Wein usw. trinkst, bist Du ein Alkoholiker.

  2. Wenn Du Dich jedes Wochenende betrinkst, bist Du ein Wochenend-Trinker (Säufer) und gehörst auch schon zu den Alk`s.

  3. Wenn Du jeden Monat mal einen draufhaus, bist Du ein Monatstrinker und auch ein Alk.

  4. Selbst wenn Du es alle drei Monate mal so richtig krachen lässt, bist Du der sogenannte Quartalsäufer und ebenfalls ein Alk.

  5. Von Punkt 2-4 streiten sich zwar die Götter, ob man wirklich schon ein Alk ist. Es zählt eigentlich nicht unbedingt die Menge, sondern die Regelmäßigkeit was einen Trinker ausmacht.

  6. Ich persönlich finde den Quartalsäufer als Alk zu bezeichnen, schon etwas heftig. Ich glaube, dass wir dann fast alle Alk`s sind, außer die echten Antialkoholiger.

Laut ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen nach der Weltgesundheitsorganisation, WHO) liegt eine Alkoholabhängigkeit vor, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien vorliegen:

Starker Wunsch oder eine Art Zwang zum Alkoholkonsum

Verminderte Kontrollfähigkeit (bzügl. Beginn, Beendigung und Menge des Alkoholtrinkens),

Körperliche Entzugssymptome (Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Angstzustände etc.) bei Beendigung oder Reduktion des Konsumes

Toleranzsteigerung des Körpers, d.h. Steigerung der Trinkdosis um die gleiche Wirkung zu erreichen

Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen, d.h. größerer Zeitaufwand bzügl. Konsum und Beschaffung und zur Erholung von den Folgen

Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen (z.B. Leberschäden, Depressionen, psychosoziale Folgen)

Alkoholikertypen:

Gamma-Alkoholiker: mit psychischer Abhängigkeit und Kontrollverlust, zeitweise werden Abstinenzzeiten eingelegt

Delta-Alkoholiker: Spiegeltrinker mit körperlicher Abhängigkeit, brauchen einen regelmäßigen Alkoholpegel im Blut, oft lange unauffälliges Trinkverhalten

Epsilon-Trinker: Quartalsmäßiges Trinken mit Kontrollverlust, dann wochen-/monatelang abstinent

Wieviel darf ich ohne Gefahr trinken?

20 g reiner Alkohol (eine Flasche Bier oder ein Viertel Wein) täglich über längere Zeiten konsumiert, führt bei Frauen schon zu Körperschäden. Bei Männern liegt der Grenzwert bei ca. 40 g täglichem Alkoholkonsum.

Der “Unbedenklichkeitswert” wurde in jüngerer Zeit von der WHO nach unten verändert. Heute gelten 7 g reiner Alkohol als unbedenklich. Pro Woche sollen einige trinkfreie Tage eingehalten werden. Diese Grenzwerte gelten für gesunde erwachsene Menschen. Alkoholabhängige dürfen gar keinen Alkohol mehr trinken.

Es ist nicht möglich, einen Grenzwert anzugeben, der anzeigt, ab wann man alkoholabhängig ist oder wird.

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Entscheidend ist gar nicht die Menge, sondern die Regelmäßigkeit. Wer regelmäßig trinkt, ist schon abhängig, meist läuft es dann darauf hinaus, dass irgendwann die Menge erhöht wird. Das ist ein schleichender Vorgang, der unbewußt vor sich geht, und das ist eben das Gefährliche an der Geschichte.

Ein gutes Beispiel hierfür sind z. B. Menschen, die täglich ihr Feierabendbier brauchen. Hier ist schon eine Abhängigkeit gegeben, die bedenklich werden kann.

Denke, das ist wie vieles im Leben sehr individuell. Wer die ganze Woche denkt: "Boah, hoffentlich ist bald Wochenende, damit ich mich volllaufen lassen kann", hat unter Umständen schon ein Problem. Wer das nicht denkt, aber am Wochenende gerne mit Freunden ausgeht und dabei was trinkt, hat wahrscheinlich kein Problem. Der Unterschied liegt eher darin, welchen Grund man für das Trinken hat. Ich denke, ich sag da nix Neues, wenn ich hier anführe, dass Trinken um Frust, Stress, Traurigkeit, Probleme etc. zu "bekämpfen/vergessen", eine ganz schlechte Idee ist. Ich kenne auch jmd, der trinkt jeden Abend ein halbes Gläschen Rotwein zum Essen. Das ist wiederum meines Erachtens kein Alkoholiker, denn er trinken nie mehr (z.B. trinkt er auf Partys nie Alk), sondern genießt den Schluck Wein zum Essen eben. Ich persönlich sehe da kein Problem oder glaube, dass die Person nah an einer Abhängigkeit ist.

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